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Zwangsheirat

Rheinland-Pfalz | Schutz vor Zwangsverheiratung

Zum Schutz von Opfern drohender oder erfolgter Zwangsverheiratung haben das Integrationsministerium, das Justizministerium und das Innenministerium in Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen ein Kooperationskonzept entwickelt. In der Kriminalstatistik seien bisher nur geringe Fallzahlen zu finden, allerdings werde von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen, da die Opfer aus Loyalität zu ihren Familien, aus deren Kreis in der Regel die Täter kommen, häufig schwiegen. Das Kooperationskonzept berücksichtigt diese Erfahrungen. Die Hilfe des Landes kann somit auch greifen, ohne dass eine Anzeige erstattet wurde. Besondere Bedeutung wird der vereinbarten Zusammenarbeit mit dem rheinland-pfälzischen Anwaltsverband beigemessen. Dieser hat sich bereit erklärt, gegebenenfalls zu prüfen, ob ein Opfer berechtigt ist, Hilfen aus dem Sozialfonds für das Kooperationskonzept gegen Menschenhandel und das Kooperationskonzept zum Schutz vor Zwangsverheiratung zu bekommen. www.mifkjf.rlp.de (28.11.2013)

Deutsche Islam Konferenz verabschiedet Erklärung gegen häusliche Gewalt und Zwangsheirat

Auf der aktuellen Plenarsitzung der Deutschen Islam Konferenz (DIK) ist eine Erklärung gegen häusliche Gewalt und gegen Zwangsheirat verabschiedet worden. Im Mittelpunkt der Sitzung steht das Thema "Geschlechtergerechtigkeit als gemeinsamen Wert leben". Zur Vorbereitung wurde im vergangenen Jahr die Projektgruppe "Rollenbilder in muslimischen Milieus" eingerichtet. Ziel war es dabei, die bewusste Auseinandersetzung mit Rollenbildern unter Muslimen zu fördern. www.deutsche-islam-konferenz.de (19.4.2012)

Niedersachsen | Unterstützung der Jugendämter gegen Zwangsheirat

Das Niedersächsische Sozialministerium unterstützt die Jugendämter bei der Verhinderung von Zwangsehen. kargah e.V. (Projektträger des Krisentelefons gegen Zwangsheirat) hat ein Schulungskonzept zur Verhinderung von Zwangsehen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Jugendämtern erarbeitet. Ab Oktober 2011 werden kostenfreie Inhouse-Fortbildungen in den Jugendämtern angeboten. Die halbtägigen Schulungen werden vor Ort von Mitarbeiterinnen von kargah e.V., unterstützt durch Mitarbeiterinnen des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, durchgeführt. Kontakt: zwangsheirat@kargah.de oder Manuela.Schwerdtner@ms.niedersachsen.de (8.9.2011)

Krisentelefon Zwangsheirat

2008_Krisentelefon-Zwangsheirat Mädchen und Frauen in Niedersachsen haben die Möglichkeit, sich kostenlos beim Krisentelefon Zwangsheirat beraten zu lassen. Auch Freundinnen und Freunde, Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen von Behörden oder Beratungsstellen haben hier eine Anlaufstelle, bei der sie sich landesweit zu Fragen und Problemen im Zusammenhang mit Zwangsheirat / Zwangsehe sachkundig austauschen können. Unter der Telefonnummer erfolgt auf Wunsch eine persönliche und telefonische Erstberatung in deutscher, türkischer oder arabischer Sprache sowie Auskünfte zu lokalen Ansprechpersonen. Telefon (0800) 0667888 (Anruf kostenlos), zwangsheirat@kargah.de


Türkische Hochzeitsreisende - Familienehre vor Liebe

Auf ihrer Filmreise durch das "türkische Deutschland" geht die Autorin den Spuren von Zwangsheirat und Scheidung nach. [mehr]

Zwangsheirat

Weitere Informationen

2011_Weitere-Informationen_Zwangsheirat-deUnter www.zwangsheirat.de sind aktuelle Informationen, Literaturtipps und hilfreiche Arbeitsmaterialien zum Thema Zwangsheirat zu finden. Eine Datenbank unterstützt bei der Suche nach Expertinnen und Experten für Vorträge, Workshops und mehr. Für Betroffene bietet das Portal die Möglichkeit der Onlineberatung und eine Übersicht über Beratungsstellen in ganz Deutschland.

Organisationen gegen Frauenhandel
Kommentierte Linkliste vom Aktionsbündnis Gegen Frauenhandel.

2008_Weitere-Informationen_TDFTERRE DES FEMMES e.V.
Umfangreiche Links zu den Themen: Abschiebung, Frauenhandel, Genitalverstümmelung und Menschenrechtsverletzungen.

Bayern | Krisenplätze für von Zwangsverheiratung bedrohte Frauen

Seit August 2012 stehen in einer bayerischen Großstadt Krisenplätze für eine sichere Unterbringung für von Zwangsverheiratung Bedrohte oder Betroffe zur Verfügung. Die anonyme Schutzeinrichtung bietet jungen Frauen und Mädchen im Alter von 18 bis 21 Jahren rund um die Uhr Zuflucht, Krisenintervention und umfassende psychosoziale Beratung. Gefördert werden diese Krisenplätze jährlich mit rund 210.000 Euro. Telefonnummer der Schutzeinrichtung: 0800-415 16 16. Weitere Informationen unter www.gewaltschutz.bayern.de/zwangsheirat.

Adressen

2008_Adressen_kokBundesweiter Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationprozess e.V.