Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Aktuelles Thema

Erneuerte Richtlinie in Kraft getreten: Niedersachsen fördert Familienerholung

Damit auch Familien mit geringem Einkommen Kraft und Energie für den Alltag schöpfen können, fördert das Land Niedersachsen Familienurlaub und Familienfreizeiten seit vielen Jahren. Für das Jahr 2022 stellt Niedersachsen dafür 1,1 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Mit Beginn dieses Jahres ist die erneuerte Richtlinie in Kraft getreten. Sie wurde im Rahmen einer digitalen Auftaktveranstaltung über 150 Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen sowie Fachkräften aus der Familienhilfe vorgestellt. Mehr dazu auf www.familien-in-niedersachsen.de

Rheinland-Pfalz | Neue Webseite vereinfacht Zugang zu Frauenhäusern

Frauenministerin Katharina Binz und die Konferenz der Frauenhäuser in Rheinland-Pfalz begrüßen, dass zum Jahresbeginn die Ampel-Website www.frauenhaeuser-rheinlandpfalz.de an den Start gehen konnte. "Gewaltbetroffene Frauen haben so die Möglichkeit, auf einen Blick zu sehen, wo es noch freie Frauenhausplätze in Rheinland-Pfalz gibt und können sich gezielt an diese Häuser wenden", erläuterte Frauenministerin Katharina Binz die Funktion. Auch die Arbeit der Frauenhäuser wird durch die neue Weboberfläche erleichtert, erklärte Karin Faber, Koordinatorin der rheinland-pfälzischen Frauenhäuser: "Wir müssen nun nicht mehr lange herumtelefonieren, in welchem Haus noch Kapazitäten vorhanden sind, wenn wir eine Anfrage für eine Aufnahme erhalten, selbst aber belegt sind."

BMFSFJ | 'Aktionsprogramm Kommune - Frauen in die Politik' startet

Im Dezember 2021 ist das "Aktionsprogramm Kommune - Frauen in die Politik" gestartet. Daran nehmen zehn Regionen mit dem Ziel teil, den Anteil der Frauen in Rathäusern, Landratsämtern sowie in den kommunalen Vertretungen zu erhöhen. Zu den bundesweit ausgewählten Regionen gehören aus Niedersachsen die Landkreise Emsland, Osnabrück und die Grafschaft Bentheim. Gefördert wird das Programm vom Bundesgleichstellungsministerium. Es wird von der EAF Berlin - Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V. in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband e.V. durchgeführt. Die drei kommunalen Spitzenverbände und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsbeauftragen unterstützen es. Das Aktionsprogramm nimmt nicht nur die Frauen in den Blick, sondern möchte strukturelle Veränderungen anstoßen, die sich positiv auf die Teilhabe von Frauen, die Akzeptanz und die Attraktivität von Kommunalpolitik auswirken können. Ein Schwerpunkt liegt auf ländlichen Regionen. www.frauen-in-die-politik.com

Neue Studie | Geschlechtsspezifische Gewalt im Deutschen Fernsehen

Geschlechtsspezifische Gewalt wird in unterschiedlichen Programmsparten und Genres im deutschen Fernsehen sichtbar. Die Ergebnisse der aktuellen Studie von Prof. Christine Linke sowie Promovendin Ruth Kasdorf der Hochschule Wismar, zeigen, dass es sich dabei häufig um Darstellungen und Erzählungen teils expliziter und schwerer Gewalt vor allem gegen Frauen und Kinder handelt. Dabei wird nur in wenigen Fällen die Perspektive von Betroffenen und Opfern fokussiert. Es wird nur selten ein sensibler Umgang mit der komplexen Thematik erreicht. Eine Adressierung der strukturellen Dimension geschlechtsspezifischer Gewalt findet kaum statt. Ebenfalls werden Möglichkeiten der Prävention und Hilfsangebote in geringem Maße sichtbar. Die Ergebnisse der Studie offenbaren Handlungsbedarf. Am Dienstag, 11. Januar 2022 ab 18:00 Uhr werden die Forscherinnen ihre Studienergebnisse online vorstellen. Im Anschluss laden die beiden Wissenschaftlerinnen zur Gesprächsrunde ein. Weitere Informationen sowie den Link zur Teilnahme an der Veranstaltung finden Sie hier: https://fg.hs-wismar.de/ggtv

Zeitverwendungserhebung 2022: Wo bleibt die Zeit?

"Wo bleibt die Zeit?" - das möchten die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder von Bürgern und Bürgerinnen erfahren und suchen Teilnehmende für die Zeitverwendungserhebung 2022. Familien, die mitmachen und drei Tage lang ein Tagebuch führen, gewinnen auch für sich selbst mehr Klarheit: Wieviel Zeit wende ich für meine Erwerbstätigkeit auf, wieviel für Kinderbetreuung, Wege zur Arbeit und zur Kita, Arbeit im Haushalt, Pflege von Angehörigen oder Freizeitaktivitäten? Wer an der Erhebung teilnimmt, leistet einen wichtigen Beitrag, um aussagekräftige und zuverlässige amtliche Daten über die Zeitverwendung der Bevölkerung in Deutschland zu gewinnen. Als Dankeschön für die vollständige Teilnahme erhält jeder Haushalt eine Prämie von 15 Euro sowie zusätzlich 20 Euro je teilnehmender Person ab 10 Jahre. www.destatis.de

70 Jahre Deutscher Frauenrat

Am 8. Dezember 1951, kamen 17 Frauen aus 14 unterschiedlichen Organisationen in Frankfurt am Main zusammen. Sie hatten ein gemeinsames Ziel: mit vereinten Kräften für Frauenrechte in der noch jungen Bundesrepublik einzutreten und die Gleichstellung zu stärken. Gegründet wurde zunächst der "Informationsdienst für Frauenfragen". So ist es auf der Website des Deutschen Frauenrates zu lesen. Heute ein Dachverband mit rund 60 Mitgliedsverbänden und damit die größte frauen- und gleichstellungspolitische Interessensvertretung in Deutschland. Anlässlich des Jubiläums hat der Frauenrat einen digitalen Zeitstrahl veröffentlicht. Herzlichen Glückwunsch! https://geschichte.frauenrat.de

Hannover | Gutachten bestätigt, Genderstar verwirklicht Verfassungsauftrag

Die Verwaltungsarbeit der Landeshauptstadt Hannover ist rechtskonform, wenn die geschlechtsumfassende Sprache inklusive des Gendersterns verwendet wird. Das ergab ein Rechtsgutachten einer Professorin der Rechtswissenschaften von der Humboldt-Universität zu Berlin, das am 16. Dezember veröffentlicht wurde. Die Stadt hatte das Gutachten beauftragt. Die juristische Expertise zeige, dass geschlechtergerechte Sprache eine konsequente Umsetzung verfassungsrechtlicher Anforderungen darstellt. Hierzu gehört die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ebenso wie die verfassungsrechtliche Anerkennung weiterer Geschlechter jenseits von "männlich" und "weiblich". Die Landeshauptstadt Hannover sieht sich durch das Gutachten bestätigt. "Sprache transportiert nicht nur Regeln, sondern formt und gestaltet gesellschaftliche Wirklichkeit. Wir wollen mit der Anwendung der geschlechterumfassenden Sprache in der Stadtverwaltung Hannover sehr deutlich machen, dass wir jeden Menschen in der jeweiligen Geschlechtsidentität respektieren. Das ist für mich in einem demokratischen Rechtsstaat unverzichtbar", sagte Oberbürgermeister Belit Onay.Weiterlesen >>>

Bundesfamilienministerium mit neuer Spitze: Anne Spiegel neue Ministerin

Anne Spiegel, frühere Ministerin aus Rheinland-Pfalz, hat am 9. Dezember die Leitung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) übernommen. Neue parlamentarische Staatssekretärin ist Ekin Deligöz, neuer parlamentarischer Staatssekretär ist Sven Lehmann. Sie folgen auf Caren Marks und Stefan Zierke. Als beamtete Staatssekretärin tritt Margit Gottstein die Nachfolge von Juliane Seifert an. Bundesfamilienministerin Anne Spiegel: "Ich freue mich, dass ich ab heute meine Herzensthemen als Bundesfamilienministerin bewegen kann. Ich danke meiner Amtsvorgängerin Christine Lambrecht ausdrücklich und wünsche ihr für ihre neuen Aufgaben eine glückliche Hand. Als Bundesfamilienministerin habe ich mir viel vorgenommen: Von der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie, über die Stärkung der Familienzeit bis hin zu einer ambitionierten Gleichstellungspolitik.

Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau feiert 40-jähriges Bestehen

40-Jahre-ZGFIn diesem Jahr feiert die Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) ihr 40-jähriges Bestehen. In den vergangenen Jahrzehnten konnte viel für die Gleichstellung von Frauen erreicht werden, aber die Landesstelle sieht weiterhin Handlungsbedarf. Mit einer Kampagne macht die ZGF deshalb anlässlich ihres 40. Geburtstages auf Erfolge, aber auch auf Missstände beim Thema Gleichberechtigung aufmerksam. Die Kampagne besteht aus drei Elementen: 40 Stimmen, 40 Stationen und 40 Fragen. Mehr Informationen finden Sie auf der Kampagnen-Website https://40jahrezgf.de.

BAG schreibt Gender Award 2022 aus

Die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen hat erneut den Gender Award ausgeschrieben. Ab sofort können sich Kommunen um den Preis "Kommune mit Zukunft 2022" bewerben. Mit dem Gender Award soll erfolgreiche und beispielhafte Frauen- und Gleichstellungsarbeit ausgezeichnet werden. Die Ausschreibung läuft vom 12. Dezember 2021 bis zum 14. Februar 2022. Die Jury wird Ende März 2022 die Preisträgerinnen ermitteln. Die Preisverleihung ist für den 6. Mai 2022 in Berlin geplant. Die Bewerbungsunterlagen sind auf www.frauenbeauftragte.org zu finden.

Frauenrechte und Tabakkontrolle

Frauenrechte-und-Tabakkontrolle
Unfairtobacco hat gemeinsam mit Gesundheits-, Entwicklungs- und Tabakkontrollorganisationen, eine Broschüre zum Thema Frauenrechte und Tabakkontrolle herausgegeben. Darin gehen verschiedene Autor:innen dem Zusammenhang von Tabakkonsum bzw. von Tabakkontrolle und der Umsetzung von Frauenrechten sowie der Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) nach. Frauen sterben häufiger in Folge von Passivrauch als Männer. Tabakkonsum ist die größte vermeidbare Ursache für den frühzeitigen Tod durch nicht-übertragbare Krankheiten und der weibliche Körper reagiert sensibler auf dessen schädliche Wirkungen. Das Frauenrecht auf Gesundheit (CEDAW Art. 12) wird verletzt. Die Broschüre steht auf https://unfairtobacco.org als pdf-Datei zur Verfügung.

Termine Alle Termine >>>

Februar 2022

2.2.2022 | Das Niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz (NGG), online

8.2.2022 | Alles nach Plan?! - Der Gleichstellungsplan nach dem NGG, online

21.2.–22.2.2022 | Grundlagen der Gleichstellungsarbeit - Basisseminar für kommunale Gleichstellungsbeauftragte, online

März 2022

17.3.2022 | Alles gut umgesetzt?! - Die Berichtspflicht zur Umsetzung von Gleichberechtigung in Niedersachsen, Hannover

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Kalender 2022 | Kunst & Kultur - Mit Kunst Geld verdienen

01_Kalenderblatt_Januar-2022
Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2022 hat Frauen in Kunst und Kultur zum Thema gemacht: Ein weiblicher Bereich? Mitnichten. Wer verdient hier das große Geld? Wer entscheidet? Kunst und Kultur wirken auf Rollenbilder; durch die Inhalte und durch die Darstellung - Wer steht hinter der Kamera, vor dem Orchester? Hier unser Beitrag für den Monat Januar: "Mit Kunst Geld verdienen" weiterlesen >>>