Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Mai | Unversorgt

05_Kalenderblatt_Mai-2020Deutschland ist ein reiches Land mit einer guten medizinischen Versorgung. Aber im Bereich der Geburtshilfe hakt es seit einiger Zeit. Da fehlen Hebammen für die Begleitung der Schwangeren. Frauen müssen lange Listen abtelefonieren um jemanden zu finden. Da sind Geburtshilfestationen plötzlich abgemeldet. Meistens sind auch hier die fehlenden Hebammen das Problem. Wie kann es soweit kommen?

Das Bezahlsystem der gesetzlichen Krankenversicherung wird von vielen ins Feld geführt, da es eine natürliche Geburt nicht angemessen finanziell ausstattet. Die Krankenhäuser sollen schwarze Zahlen schreiben und trennen sich von nicht lukrativen Angeboten. Die Hebammen sind komplett überlastet, sodass sich viele von ihnen in Teilzeit verabschieden, um überhaupt einigermaßen geregelte Arbeitszeiten zu haben.

Außerdem werden heute vielfältige Anforderungen an die Geburtshilfe gestellt, was medizinische und Verwaltungserfordernisse angeht, aber auch durch die größere Vielfalt bei den Schwangeren. Mehr ältere Gebärende, Sprach- und Kulturvielfalt, Schwangerschaft, die heute auch bei Krankheitsbildern möglich ist, bei denen früher eine Schwangerschaft eher ausgeschlossen war.

Wichtig ist, um junge Familien, um Frauen und Kinder besser zu versorgen, eine Anstrengung auf mehreren Ebenen. Hebammenzentralen können Aufgaben bündeln und Anlaufstellen vor Ort bieten. Die Umsetzung der EU Richtlinie zur Akademisierung des Hebammenberufes hilft, neue Fachkräfte zu finden. Geburtshilfe in den verschiedenen Leveln muss auch auf dem Land verfügbar sein. Hier braucht es auch eine angemessene Ausstattung der Krankenhäuser. Oder einfach nur das vom Bund unterstützte Gesundheitsziel "Gesundheit rund um die Geburt" mit seinen fünf definierten Unterzielen umsetzen!

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'Zuhause nicht sicher?' - Poster-Aktion gegen Häusliche Gewalt

Zuhause-nicht-sicher_Poster-Aktion
In der Corona-Krise können Konflikte und häusliche Gewalt zunehmen. Hilfe zu finden, ist gerade jetzt für viele schwer. Die Poster-Aktion des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend "Zuhause nicht sicher?" informiert zu Hilfeangeboten - im Supermarkt oder im eigenen Hausflur. Alle interessierten Unternehmen, Verwaltungen, Vereine oder Privatpersonen, die die Aktion unterstützen wollen, finden die Postervorlage in verschiedenen Formaten zum Download unter staerker-als-gewalt.de.

Aktuelle Infos | Coronavirus

Corona-Spezial
Wir sammeln aktuelle Informationen und Hinweise zur Corona-Pandemie für Gleichstellungsbeauftragte. In erster Linie geht es dabei um Hilfen bei Häuslicher Gewalt, Angebote von Frauenhäusern und Beratungsstellen. Aber auch Fragen zur finanziellen Situation von Frauen, insbesondere Alleinerziehende. Die derzeit besonders sichtbare Systemrelevanz der Care-Berufe versuchen wir hier für Sie darzustellen. Zur Themenseite.

Termine Alle Termine >>>

Juni 2020

2.6.2020 | Töchter des Aufbruchs | Film und Diskussion, online

8.6.2020 | Care Arbeit: Wer kümmert sich? Und wenn kümmert's?, online

September 2020

1.9.2020 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Handlungssicherheit in Beratung, Begleitung und Prävention | Ausgebucht, Hannover

17.9.2020 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen | Ausgebucht, Hannover

22.9.–23.9.2020 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit, Hannover

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung