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August | Ausgegrenzt

08_Kalenderblatt_August-2020Schon lange kämpfen Frauen in der Katholischen Kirche um Gleichberechtigung. 2019 regte die Initiative Maria 2.0 eine Diskussion um Gleichstellung von Männern und Frauen in der katholischen Kirche öffentlichkeitswirksam neu an. Katholikinnen wollen mitgestalten, mitbestimmen und endlich auch als Pfarrerinnen und weibliche Dekane ihren Glauben ausüben können!

Bereits seit 1997 fordern besonders Frauen der Gruppe "Lila Stola" ("Wir sind Kirche") den Zugang von Frauen zum Priesteramt und zum sakramentalen Diakonat. Bis heute sind diese Ämter Männern vorbehalten. Papst und Kirche berufen sich dabei auf die kirchliche Tradition. Danach repräsentiert Jesus das Priestertum und wählte alle 12 männlichen Apostel als Stellvertreter auf Erden aus. Position der Kirche ist es, dass die Empfängnis der Priesterweihe deswegen eine Vorschrift Göttlichen Rechts ist und weder vom Papst noch von einem Konzil außer Kraft gesetzt werden darf.

Namhafte katholische Theologinnen und Theologen legen die Bibel anders aus. Nach ihrer Auffassung bestand die Urchristengemeinde auch aus bedeutenden Frauen, die Jesus begleitet und beraten haben. Viele gehen davon aus, dass es sogar weibliche Apostel gab. Das Kirchendogma lässt diese Interpretationen jedoch nicht zu.

Insbesondere die Skandale um sexuellen Missbrauch führten dazu, dass u.a. Maria 2.0 und andere Frauengruppen die katholische Kirche grundlegend reformieren wollen. Sie kämpfen gegen Machtmissbrauch, verkrustete Strukturen und dafür, dass Frauen auf Augenhöhe Verantwortung in der Kirche übernehmen können.

Ein Schritt in diese Richtung: Die Deutsche Bischofskonferenz beschloss im März 2019 eine Frauenquote. In allen deutschen Bistümern soll sich der Frauenanteil in Führungspositionen bis 2023 auf 30 Prozent erhöhen. Bisher liegt er bei knapp 20 Prozent. Von bundesweit 213 Führungspositionen sind 39 mit Frauen besetzt. Alle klerikalen Ämter bleiben jedoch auch zukünftig in Männerhand. Die meisten Frauen mit Leitungsaufgaben arbeiten in den Bereichen Bildung, Schule, Hochschule und Caritas. Ein kircheninternes Mentoring-Programm soll dazu beitragen, die geplante Frauenquote von 30 Prozent bis 2023 zu erreichen.

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Equal Care Day

Equal-Care-Day
29.02.2020: Equal Care Day
Care-Arbeit ist zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt und erfährt geringe Wertschätzung. Um auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen, ruft die Initiative Equal Care Day dazu auf, am 29. Februar 2020 einen Aktionstag zu feiern. Die Initiative wird getragen vom Verein klische*esc, der die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit koordiniert und für die Vernetzung der Beteiligten sorgt. In Bonn wird es zum Anlass des Equal Care Days am 28. und 29. Februar eine Konferenz geben. Informationen zur Anmeldung, weitere geplante Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten finden sich unter equalcareday.de.

Frauen haben die Wahl

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Neu erschienen: Broschüre der Gleichstellungsstelle der Landeshauptstadt München für Frauen zur Kommunalwahl am 15. März 2020. weiterlesen>>>

Termine Alle Termine >>>

Februar 2020

25.2.–20.3.2020 | Auricher Frauenwochen, Aurich

29.2.2020 | Equal Care Day, bundesweit

März 2020

7.3.2020 | Gerechte Teilhabe - Zweiter Frauenkongress der SPD in Niedersachsen, Hannover

8.3.2020 | Internationaler Frauentag, weltweit

8.3.–10.3.2020 | Kongress Armut und Gesundheit, Berlin

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Materialien zum Internationalen Frauentag

Materialien-Frauentag
Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. bietet verschiedene Materialien zum Internationalen Frauentag an. Eine Fahne kann vor Rathäusern, Kreishäusern oder an anderen Stellen gehisst werden, um die Bedeutung dieses Tages zu betonen und auch, um zum Ausdruck zu bringen, dass von der Kommune Impulse ausgehen, um die Gleichberechtigung voran zu bringen. Ein passendes Roll-up Banner kann alternativ oder ergänzend aufgestellt werden. Für Aktionen und um den Anliegen der Frauen mehr Gehör zu verschaffen, sind Aktionsklatschen erhältlich. weiterlesen >>>