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Februar | Unterrepräsentiert

02_Kalenderblatt_Februar-2020In den USA, einer der weltweit bedeutendsten Demokratien, ist der Frauenanteil im Parlament erschreckend gering. Nach der Präsidentenwahl 2016 rangierten die USA laut Internationaler Parlamentsvereinigung (IPU) auf Platz 104 von 194 gelisteten Ländern. Im Repräsentantenhaus lag der Frauenanteil bei 19,3 Prozent. Nach 2016 kam es aber wegen der frauenfeindlichen Politik des Präsidenten zu leidenschaftlichen öffentlichen Protestaktionen amerikanischer Frauen.

Viele Demokratinnen beschlossen, sich um ein Mandat im Repräsentantenhaus zu bewerben. Sie stellten Wahlkampfteams zusammen, sammelten Spenden und warben bei unzähligen Veranstaltungen um die Stimmen der Frauen. Im November 2018 fanden die "Midterms" statt - die Wahlen zwischen den Präsidentschaftswahlen, bei denen alle 435 Sitze in der großen Kammer des Kongresses neu vergeben werden. Das Ergebnis war positiv. Die Wahlbeteiligung erhöhte sich gegenüber 2016 deutlich und die Demokraten errangen die Mehrheit im Repräsentantenhaus.

Das ist dem Engagement der Frauen zu verdanken. Von den 26 Sitzen, die die Republikaner an die Demokraten verloren, wurden 16 von demokratischen Kandidatinnen erobert. Mehr Frauen als je zuvor, nämlich 118 zogen in das Repräsentantenhaus ein. Darunter erstmalig einige aus Minderheiten. Der Frauenanteil stieg auf 23 Prozent. Damit befinden sich die USA auf Rang 80 der IPU. Für die USA genauso wie für Deutschland ist zu resümieren: Der Frauenanteil in den Parlamenten steigt nur sehr langsam und erfordert zähes Ringen.

Weitere Informationen

Quellen:

  • Die Wut auf Trump treibt Frauen in die Politik, Jana Anzlinger; Süddeutsche Zeitung 27.08.2017
  • Das Repräsentantenhaus wird weiblicher - Ein Vorbild sind die USA trotzdem nicht, Alexandra Kohler; Neue Züricher Zeitung 08.11.2018
  • Frauen im Parlament: Ruanda überholt Schweden, Vera Kern; Deutsche Welle 08.03.2017

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Website zum Bundesförderprogramm 'Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen' geht online!

Bundesfoerderprogramm_GemeinsamGegenGewaltAnFrauen
Das Bundesförderprogramm "Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist Teil des Gesamtprogramms der Bundesregierung zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Ab sofort können sich Interessierte und potenzielle Antragsstellerinnen und Antragsteller auf der neuen Website www.gemeinsam-gegen-gewalt-an-frauen.de rund um das Förderprogramm informieren. Neben zahlreichen Informationen, finden sich hier nun auch sämtliche Dokumente zum Zuwendungsverfahren.

Neu vorgestellt

Auf-den-Spuren-bedeutender-Frauen
Auf den Spuren bedeutender Frauen - mit dem Rad Niedersachsens Frauengeschichte erkunden: Im Rahmen der Initiative frauenORTE Niedersachsen hat der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. eine neue Broschüre herausgegeben. Sie bietet Einblicke in die Vielfalt niedersächsischer Frauengeschichte. Neben Texten zu 42 Frauenpersönlichkeiten gibt es Hinweise zu frauenORTE-Stadtführungen und -Ausstellungen sowie Tipps zu weiteren touristischen Zielen. Die Broschüre möchte außerdem dazu anregen, auf niedersächsischen Fernradwegen von frauenORT zu frauenORT zu radeln. weiterlesen >>>

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September 2020

1.9.2020 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Handlungssicherheit in Beratung, Begleitung und Prävention | Ausgebucht, Hannover

17.9.2020 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen | Ausgebucht, Hannover

22.9.–23.9.2020 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit - Ausgebucht!, Hannover

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Oktober 2020

5.10.–6.10.2020 | Fachkraft der Antidiskriminierungsberatung, Lüneburg

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung