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Familienfreundlichkeit stärkt Arbeitgeberattraktivität

Unternehmensmonitor-Familienfreundlichkeit-2019Zum sechsten Mal hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) den "Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit" vorgelegt. Die aktuellen Ergebnisse zeigen deutliche Fortschritte, aber auch weiteren Handlungsbedarf. Der Monitor wird vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) gefördert. Er besteht aus einer repräsentativen Unternehmensbefragung und einer repräsentativen Beschäftigtenbefragung.



Die zentralen Ergebnisse des Unternehmensmonitors 2019 sind:

  • Der Anteil der Geschäftsleitungen und Personalverantwortlichen, für die familienfreundliche Maßnahmen wichtig sind, ist seit der letzten Befragung (2015) um knapp 6 Prozentpunkte auf 83 Prozent gestiegen.
  • Der Anteil von Unternehmen mit einer ausgeprägt familienfreundlichen Unternehmenskultur hat seit 2015 zugenommen - sowohl aus Sicht der Unternehmen (von 41 auf 46 Prozent), als auch aus Sicht der Beschäftigten (von 36 auf 39 Prozent). Die Lücke zwischen Unternehmens- und Beschäftigtensicht bleibt allerdings bestehen.
  • Der Anteil an Unternehmen, die Maßnahmen zur Förderung von Vätern anbieten, ist seit der letzten Befragung im Jahr 2015 stark angestiegen (von 35 auf rund 53 Prozent).
  • Die Verbreitung von individuell vereinbarten Arbeitszeiten hat deutlich zugenommen: Rund acht von zehn Unternehmen bieten diese mittlerweile an.
  • Mobiles und flexibles Arbeiten ist ein Top-Zukunftsthema: Seine Bedeutung wird aus Sicht von 44 Prozent der Beschäftigten und 59 Prozent der Unternehmen in den nächsten fünf Jahren noch weiter zunehmen.
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey wies darauf hin, dass Familienfreundlichkeit ein wichtiges Kriterium für die Attraktivität von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern ist. In Zeiten des Fachkräftemangels sei sie kein "Nice to have", sondern ein besonderer Wettbewerbsvorteil.

Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des IW Köln, betonte, dass Unternehmen sich der Bedeutung einer familienfreundlichen Personalpolitik für ihre Arbeitgeberattraktivität bewusst seien. Ein besonderes Merkmal des insgesamt hohen personalpolitischen Engagements in der Wirtschaft sei, dass zunehmend die Väter in den Blick geraten: "Die Unternehmen erweitern damit die Optionen, unterschiedliche Rollenbilder zu leben und Lebensmodelle zu wählen."

Weitere Informationen

Quelle: Pressemitteilung BMFSFJ, 17.09.2019
www.bmfsfj.de

Download unter www.bmfsfj.de/unternehmensmonitor

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