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Sternstunde ihres Lebens

Sternstunde-ihres-LebensDer Film spielt sich in Bonn, im Jahre 1948, ab. Die Abgeordnete Elisabeth Selbert befindet sich im Kampf um die rechtliche Gleichberechtigung der Geschlechter. Zu Anfang erfährt sie seitens ihrer Kolleginnen aus dem Parlament starke Widerstände, sodass sie mit ihren Forderungen ganz alleine da steht. Erst durch eine gescheiterte Affäre mit einem Abgeordneten, schließt sich auch ihre Sekretärin Irma den Forderungen Elisabeths an. Zusammen starten sie eine landesweite Kampagne für den Gleichberechtigungssatz, durch welche tausend andere Frauen motiviert werden, sich dem Kampf um die Gleichberechtigung der Geschlechter anzuschließen. Selbert und ihre Anhängerinnen erleben einen immensen Erfolg als der Satz "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" im neuen Grundgesetz unter Artikel 3, Absatz 2 aufgenommen wird.

Die in dem Film illustrierte Nachkriegsgeschichte beruht auf wahren Begebenheiten und demonstriert den unerbittlichen Kampf der Politikerin Elisabeth Selbert. Verpackt im historischen Gewand wird ein Thema angesprochen, was auch bis heute noch nicht an Aktualität verloren hat: die politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Gleichberechtigung der Geschlechter.

Die enthaltenen historischen Fehler, die sich auf die Darstellung/ Nennung der Bundesländer beziehen (Flaggen, Karten) sind im Hinblick auf das Thema des Filmes vielleicht zu vernachlässigen. Allerdings bietet ein Fehler Anlass zur Kritik und zur Diskussion: Der erhebende Moment der Verabschiedung des Grundgesetzes wird im Film dargestellt, indem der Bundespräsident Heuss die ersten Artikel verliest. Er liest nicht den 1949 verabschiedeten Text ("Männer und Frauen sind gleichberechtigt."), sondern den erst 1994 nach der Wiedervereinigung nach langen Kämpfen um die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung in der Verfassungsreform veränderten Artikel ("Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.") vor.

Deutschland, 2014, 89 Minuten
Ein Film von Erica von Moeller
Produktion: Thevissen Filmproduktion
Sprache: Deutsch
FSK: ohne Altersbeschränkung

Weitere Informationen

Verleih | Kosten
Der Film kann als DVD für eine nicht-kommerzielle Nutzung entliehen werden. Bearbeitungsgebühr: 40,- Euro/ 30,- Euro für Dauernutzerinnen (zzgl. Versand und MwSt.)

Kontakt
Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
Telefon (0511) 33 65 06 20
peters@guv-ev.de

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Stader Erklärung

Stader-Erklaerung
Die internationale Konferenz "Fair Pay – Wie geht es besser in Skandinavien" widmete sich Fragen der Entgeltgleichheit und Arbeitsmarktpolitik in Deutschland und Skandinavien. Im Nachgang der Veranstaltung wurde die Stader Erklärung erarbeitet.
Die Dokumentation der Veranstaltung und die Stader Erklärung finden Sie unter www.cedaw-stade.de

Kalender 2022 'Kunst und Kultur'

Kalender-GuV-2022
Der Kalender 2022 von Gleichberechtigung und Vernetzung hat das Thema "Frauen in Kunst und Kultur": Ein weiblicher Bereich? Mitnichten. Wer verdient hier das große Geld? Wer entscheidet? Kunst und Kultur wirkt auf Rollenbilder; durch die Inhalte und durch die Darstellung, aber auch durch Protagonistinnen und Protagonisten: Wer steht hinter der Kamera, vor dem Orchester? Aber die gute Nachricht ist: Frauen holen auf! Alle Informationen zum Kalender und zur Bestellung finden Sie hier: weiterlesen >>>

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September 2021

16.9.–18.9.2021 | 44. djb-Bundeskongress: Gleichstellung & Demokratie, online

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5.10.2021 | Vorbereitung der 66. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission, online

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