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Volkes Stimme? Zur Sprache des Rechtspopulismus

Volkes-StimmeWelche Sprachbilder und Argumentationsstrategien nutzt die rechtspopulistische Rhetorik? Thomas Niehr und Jana Reissen-Kosch gehen dieser Frage nach und analysieren gängige Muster rechtspopulistischen Sprachgebrauchs. Sie wollen damit für einen angemessenen Sprachgebrauch im politischen Diskurs sensibilisieren und zur Skepsis gegenüber scheinbar einfachen politischen Lösungen aufrufen.

Das Buch vollzieht die Argumentationen eines rechten Weltbildes nach, das sich unter anderem im Parteiprogramm der AfD und in Äußerungen von Vertreterinnen und Vertretern der Partei und ihr nahestehender Bewegungen spiegelt. Dabei spielen vor allem Solidarität nach innen und die Abgrenzung nach außen eine wichtige Rolle: Die ständige Wiederholung des "Wir" gegen die "die da oben", "die Fremden", "die etablierten Medien" bereitet den Boden für Grenzüberschreitungen und dubiose Verschwörungstheorien.

In der Publikation wird ausführlich aus journalistischen und Social Media-Quellen zitiert. Die sprachliche Analyse wird dadurch teilweise von politischer oder moralischer Argumentation überlagert. Leider haben sich der Autor und die Autorin auch explizit gegen eine gendersensible Sprache entschieden. Dabei formulieren sie zunächst selbst den Einwand, das generische Maskulinum sei "ganz im Sinne" rechtspopulistischer Stimmungsmache gegen das Gender Mainstreaming. So führt das Buch (wieder einmal) einen männlichen Politikdiskurs, obwohl die Instrumentalisierung von Gewalt gegen Frauen für rechte Argumentationen sogar beschrieben und das "islamische Frauenbild" thematisiert wird.

Thomas Niehr/ Jana Reissen-Kosch: Volkes Stimme? Zur Sprache des Rechtspopulismus, Duden Verlag 2018

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Im Rahmen der Fairen Woche 2019 veranstaltet die Steuerungsgruppe "Fairtrade-Town Hildesheim" in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Hildesheim, dem Frauennetzwerk Antonia e.V. und dem Weltladen/El Puente in Hildesheim am Mittwoch, den 25. September, einen Fairen Brunch. www.hildesheim.de

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Im Mai 2016 hat die Stadt München die Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene unterzeichnet. Für den Zeitraum 2019 bis 2021 Maßnahmen wurde eine Vielzahl von Handlungsfeldern beschlossen. Der Aktionsplan liegt nun in Broschürenform vor. weiterlesen >>>

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