Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Oktober | Gender Pay Gap? Gender Pay Act!

10_Kalender-VNST_OktoberDie Ursprünge der europäischen Gleichstellungspolitik finden sich bereits im Jahr 1957. Die sechs Gründerstaaten unterzeichneten in Rom den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und legten in Art. 157 Abs. 1 fest, dass unabhängig vom biologischen Geschlecht bei gleicher Arbeit auch die gleiche Bezahlung erfolgen soll. Dieser Grundsatz der Entgeltgleichheit blieb jedoch lange Zeit weitestgehend unbeachtet.

Am 10. Februar 1975 kam es zu einer EU-Richtlinie, die in Art. 8 explizit die Umsetzung der Lohngleichheit in der nationalen Gesetzgebung der Mitgliedstaaten forderte. Bis heute wurden 13 Richtlinien zur Chancengleichheit erlassen. Sie sind für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union rechtsverbindlich.

Lohngleichheit sollte also schon längst umgesetzt sein. Das Beschwerderecht liegt bei der einzelnen Person. Eine Klage kann sich über einen langen Zeitraum hinziehen und beeinflusst wohl in den meisten Fällen auch das Arbeitsklima. Wie gut oder schlecht die Lohngleichheit umgesetzt wird, erleben wir jährlich im März beim Equal Pay Day.

Island hat als erstes Land weltweit das Prinzip nun umgekehrt. Zum 1. Januar 2018 trat der "Equal Pay Act" in Kraft: Betriebe mit mehr als 25 Berufstätigen müssen eine gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit nachweisen. Unterschiedliche Löhne dürfen nicht durch Kategorien wie beispielsweise Geschlecht oder Ethnizität beeinflusst werden. Wer "besteht", bekommt ein Lohngleichheits-Zertifikat verliehen, das sogenannte "Jafnlaunavottun".

Die Frauenstreiks in Island sind legendär: Schon 1975 streikten 90 Prozent der arbeitenden Frauen für Entgeltgleichheit und legten so die gesamte Wirtschaft lahm.

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Website zum Bundesförderprogramm 'Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen' geht online!

Bundesfoerderprogramm_GemeinsamGegenGewaltAnFrauen
Das Bundesförderprogramm "Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist Teil des Gesamtprogramms der Bundesregierung zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Ab sofort können sich Interessierte und potenzielle Antragsstellerinnen und Antragsteller auf der neuen Website www.gemeinsam-gegen-gewalt-an-frauen.de rund um das Förderprogramm informieren. Neben zahlreichen Informationen, finden sich hier nun auch sämtliche Dokumente zum Zuwendungsverfahren.

Neu vorgestellt

Auf-den-Spuren-bedeutender-Frauen
Auf den Spuren bedeutender Frauen - mit dem Rad Niedersachsens Frauengeschichte erkunden: Im Rahmen der Initiative frauenORTE Niedersachsen hat der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. eine neue Broschüre herausgegeben. Sie bietet Einblicke in die Vielfalt niedersächsischer Frauengeschichte. Neben Texten zu 42 Frauenpersönlichkeiten gibt es Hinweise zu frauenORTE-Stadtführungen und -Ausstellungen sowie Tipps zu weiteren touristischen Zielen. Die Broschüre möchte außerdem dazu anregen, auf niedersächsischen Fernradwegen von frauenORT zu frauenORT zu radeln. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

September 2020

1.9.2020 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Handlungssicherheit in Beratung, Begleitung und Prävention | Ausgebucht, Hannover

17.9.2020 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen | Ausgebucht, Hannover

22.9.–23.9.2020 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit - Ausgebucht!, Hannover

28.9.–29.9.2020 | Deutscher Präventionstag, online

Oktober 2020

5.10.–6.10.2020 | Fachkraft der Antidiskriminierungsberatung, Lüneburg

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung