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Juli | Europa-Pessimismus

07_Kalender-VNST_JuliViele junge Menschen schätzen Europa. Sie profitieren von Frieden, Reisefreiheit und Völkerverständigung. Gleichberechtigung halten sie oft für verwirklicht. Sie beherrschen andere Sprachen und leben im europäischen Ausland. Supranationale Freundschaften und das Verstehen anderer Kulturen gehören zu ihrem Leben. So sind es auch die jungen Britinnen und Briten, die den Brexit am meisten ablehnen.

Dennoch: Rechtspopulismus befindet sich europaweit im Aufwind und wird gewählt. Dabei schürt er vor allem diffuse Ängste, z.B. um Arbeitsplätze durch Konkurrenz aus europäischen Billiglohnländern. Skeptikerinnen und Skeptiker lehnen die EU ab. Sie halten die nationale Unabhängigkeit für gefährdet. Sie wollen weder supranationale Gesetze noch eine europäische Einheitswährung akzeptieren. Sie lehnen offene Grenzen als Schlupflöcher für Kriminelle und Einfallstore für Menschen auf der Flucht ab. Sie befürchten einen europäischen Einheitsstaat, der eigene Lebensart und Identität gefährdet.

Aber: Die globalisierte Welt braucht eine starke EU, weil ein Staat alleine kaum etwas ausrichten kann. Eine florierende Wirtschaft benötigt offene Grenzen und diese garantieren für alle Bürgerinnen und Bürger individuelle Freiheiten. Die EU ist eine Wertegemeinschaft. Ihre Gesetzgebung machen direkt gewählte Politikerinnen und Politiker. Diese Richtlinien sind in nationales Recht umzusetzen. Flucht entsteht seit Jahrtausenden durch menschliche Notlagen und ließ sich nie durch Grenzen aufhalten. Lösungen sind auf europäischer Ebene zu entwickeln.

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50 Jahre Schweizer Frauenstimmrecht

50-Jahre-Frauenstimmrecht
Am 7. Februar 2021 wird in der Schweiz das Jubiläum "50 Jahre Schweizer Frauenstimmrecht" begangen. Aus diesem Anlass wurde ein Sammelband mit dem Titel "50 Jahre Frauenstimmrecht. 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung" herausgegeben. Isabel Rohner und Irène Schäppi zeigen darin - unterstützt von namhaften Schweizer Frauen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur - wie umkämpft die Frauenrechte in der Schweiz waren und immer noch sind, was bereits getan wurde und wo noch Handlungsbedarf besteht. Zum Buch | Mehr zum Schweizer Frauenstimmrecht

Neu vorgestellt

Vierter-Atlas-Gleichstellung-Niedersachsen
Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hat den 4. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen veröffentlicht. Ein erfreuliches Ergebnis: Der Anteil der Väterbeteiligung am Elterngeld stieg 2020 auf 38,4 Prozent. Der Bericht zeigt aber auch, dass nach wie vor statistisch nachweisbare Unterschiede in der Lebensrealität von Frauen und Männern bestehen. Die COVID-19-Pandemie des Jahres 2020 hat den Handlungsbedarf deutlich sichtbar werden lassen. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

Januar 2021

21.1.2021 | Dialogforen gegen Sexismus | Fachkonferenz, online

26.1.2021 | Das Ziel bleibt Parität! mehrfrauenindieparlamente | Neujahrsempfang, online

26.1.2021 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Handlungssicherheit in Beratung, Begleitung und Prävention, online

Februar 2021

3.2.2021 | Digitalisierung und Gleichstellung. Neue Chancen - alte Probleme, online

März 2021

12.3.2021 | Eröffnung frauenORT Marianne Fritzen, Lüchow

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Kalender 2021 | Zwölf von uns - Anne Jakob: Spitzensport

01_Kalenderblatt-Januar_2021
Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2021 stellt zwölf Frauen vor, die sich besonders einsetzen, um unsere Welt gerechter zu machen. Hier unser Beitrag für den Monat Januar: Anne Jakob war selbst Leichtathletin. Sie wuchs in der DDR auf und absolvierte ein Jurastudium. Danach arbeitete die Juristin als Assistentin des Generalsekretärs des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) in Lausanne. Sie engagierte sich für die Anerkennung der Fachanwaltschaft im Sportrecht. weiterlesen >>>