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Dezember | Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte und Istanbul-Konvention

12_Kalender-VNST_DezemberDer Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), 1959 auf Beschluss des Europarats mit Sitz in Straßburg gegründet, ist seit 1. November 1998 ständiges Organ des Europarats.

Der EGMR überprüft mögliche Verletzungen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). Die Richterinnen und Richter aus den 47 Mitgliedstaaten des Europarats werden von der parlamentarischen Versammlung gewählt. Die "Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten" gilt weit über die Grenzen der Europäischen Union und über den geografischen Kontinent Europa hinaus: Mitglieder sind beispielsweise auch die Türkei, Russland, Armenien, Aserbaidschan und Georgien.

Einzelpersonen oder Personengruppen können gegen einen Vertragsstaat Beschwerde führen, wenn zuvor alle nationalen Rechtsmittel ausgeschöpft wurden. Stellt der Gerichtshof einen Verstoß gegen die Menschenrechtskonvention fest, so kann er der verletzten Partei eine Entschädigung zusprechen. Besondere Schutzrechte für Frauen sieht die EMRK bis auf das Diskriminierungsverbot in Artikel 14 nicht vor. Hohe Hürden hinsichtlich der Beweislage und der Schwere der Diskriminierung machten es bisher schwierig, beim EGMR erfolgreich Beschwerde wegen Genderdiskriminierung einzulegen.

Das "Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt", das am 11. Mai 2011 in Istanbul beschlossen wurde, stärkt die Rechte der Frauen dagegen explizit. Es verpflichtet die Vertragsstaaten, umfassende Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu ergreifen.

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50 Jahre Schweizer Frauenstimmrecht

50-Jahre-Frauenstimmrecht
Am 7. Februar 2021 wird in der Schweiz das Jubiläum "50 Jahre Schweizer Frauenstimmrecht" begangen. Aus diesem Anlass wurde ein Sammelband mit dem Titel "50 Jahre Frauenstimmrecht. 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung" herausgegeben. Isabel Rohner und Irène Schäppi zeigen darin - unterstützt von namhaften Schweizer Frauen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur - wie umkämpft die Frauenrechte in der Schweiz waren und immer noch sind, was bereits getan wurde und wo noch Handlungsbedarf besteht. Zum Buch | Mehr zum Schweizer Frauenstimmrecht

Neu vorgestellt

Vierter-Atlas-Gleichstellung-Niedersachsen
Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hat den 4. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen veröffentlicht. Ein erfreuliches Ergebnis: Der Anteil der Väterbeteiligung am Elterngeld stieg 2020 auf 38,4 Prozent. Der Bericht zeigt aber auch, dass nach wie vor statistisch nachweisbare Unterschiede in der Lebensrealität von Frauen und Männern bestehen. Die COVID-19-Pandemie des Jahres 2020 hat den Handlungsbedarf deutlich sichtbar werden lassen. weiterlesen >>>

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Februar 2021

3.2.2021 | Digitalisierung und Gleichstellung. Neue Chancen - alte Probleme, online

März 2021

12.3.2021 | Eröffnung frauenORT Marianne Fritzen, Lüchow

26.3.2021 | Eröffnung frauenORT Paula Modersohn-Becker, Worpswede

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Kalender 2021 | Zwölf von uns - Anne Jakob: Spitzensport

01_Kalenderblatt-Januar_2021
Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2021 stellt zwölf Frauen vor, die sich besonders einsetzen, um unsere Welt gerechter zu machen. Hier unser Beitrag für den Monat Januar: Anne Jakob war selbst Leichtathletin. Sie wuchs in der DDR auf und absolvierte ein Jurastudium. Danach arbeitete die Juristin als Assistentin des Generalsekretärs des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) in Lausanne. Sie engagierte sich für die Anerkennung der Fachanwaltschaft im Sportrecht. weiterlesen >>>