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November | Frauen in Eritrea

11_Kalender-2017_NovemberDas schöne Kalenderbild der Braut aus Eritrea täuscht uns nicht darüber hinweg: Das heutige Eritrea ist kein gutes Land für Frauen - und auch nicht für Männer. Eine Million Menschen sind aus der nur sechs Millionen zählenden Bevölkerung geflohen, die meisten in andere afrikanische Staaten.

Seit 2014 sind jährlich über 10.000 Menschen aus Eritrea nach Deutschland geflohen.1 Ein Grund auch für Frauen ihr Land zu verlassen, ist der Wehrdienst. Frauen wie Männer sind in Eritrea verpflichtet, Wehrdienst zu leisten. Dieser ist unbefristet und soll brutaler Zwangsarbeit gleich kommen. Es wird über Vergewaltigung bis hin zu sexueller Sklaverei gegen weibliche Einberufene berichtet.2

Ein anderer Grund liegt für Frauen in der weiblichen Genitalverstümmelung, die in Eritrea stark verbreitet ist. 88,7 Prozent der Frauen sind betroffen, die meisten von ihnen erleiden die Beschneidung vor ihrem 5. Lebensjahr. Soziale Akzeptanz ist für Frauen in der Regel mit der Beschneidung verbunden.

10 Prozent der beschnittenen Frauen sterben an den direkten Folgen der Beschneidung, weitere 15 Prozent sterben an den langfristigen Folgen, z.B. bei einer Entbindung. In Deutschland leben ca. 50.000 Opfer von Genitalverstümmelung. Das "Desert Flower Center" im Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf gibt Frauen hierzu medizinische und psychosoziale Unterstützung. krankenhaus-Waldfriede.de

Das gesamte Kalendermonatsblatt November finden Sie hier zum Download als pdf-Datei.

1 Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Asylgeschäftsstatistik, Stand August 2016
2 Rico Tuor, Themenpapier Eritrea: Wehrdienst und Desertion, Bern 2009, fluechtlingshilfe.ch

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'Zuhause nicht sicher?' - Poster-Aktion gegen Häusliche Gewalt

Zuhause-nicht-sicher_Poster-Aktion
In der Corona-Krise können Konflikte und häusliche Gewalt zunehmen. Hilfe zu finden, ist gerade jetzt für viele schwer. Die Poster-Aktion des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend "Zuhause nicht sicher?" informiert zu Hilfeangeboten - im Supermarkt oder im eigenen Hausflur. Alle interessierten Unternehmen, Verwaltungen, Vereine oder Privatpersonen, die die Aktion unterstützen wollen, finden die Postervorlage in verschiedenen Formaten zum Download unter staerker-als-gewalt.de.

Aktuelle Infos | Coronavirus

Corona-Spezial
Wir sammeln aktuelle Informationen und Hinweise zur Corona-Pandemie für Gleichstellungsbeauftragte. In erster Linie geht es dabei um Hilfen bei Häuslicher Gewalt, Angebote von Frauenhäusern und Beratungsstellen. Aber auch Fragen zur finanziellen Situation von Frauen, insbesondere Alleinerziehende. Die derzeit besonders sichtbare Systemrelevanz der Care-Berufe versuchen wir hier für Sie darzustellen. Zur Themenseite.

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung