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Erwerbsarbeit in Zeiten von Corona

Ein Forschungsteam des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) hat im März die Online-Umfrage corona-alltag.de gestartet um herauszufinden, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf den Alltag der Menschen in Deutschland, auf ihre Erwerbsarbeit, ihr Familienleben und ihr subjektives Wohlbefinden hat. In die Analyse gingen die Aussagen von rund 6.200 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren ein, die bis zum 5. April 2020 den Fragebogen der Online-Umfrage ausgefüllt haben. Erste Ergebnisse zu Veränderungen im Arbeitsleben und zu den Auswirkungen auf Familien liegen nun vor.

Die Corona-Pandemie hat demnach das Arbeitsleben der Menschen in Deutschland sehr verändert. Viele Eltern mussten ihre Arbeitszeiten wegen der Betreuung der Kinder reduzieren, Mütter sind davon stärker betroffen und daher mit ihrer Arbeitssituation unzufriedener als Väter. Die Krise verstärkt zudem soziale Ungleichheiten, denn Selbstständige und Geringverdienende trifft die Pandemie besonders hart.

Im Vergleich zu kinderlosen Personen haben Eltern wegen der Doppelbelastung durch Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, mit reduziertem Stundenumfang zu arbeiten. Mütter sind stärker betroffen als Väter.

Bei Frauen stiegen die Sorgen um den Verlust ihres Arbeitsplatzes etwas stärker als bei Männern; bei Müttern mehr als bei Vätern.

Die Arbeitszufriedenheit bei den teilnehmenden Müttern hat im Vergleich zu Kinderlosen stärker abgenommen, was daran liegen könne, dass sie oft die Hauptlast der Kinderbetreuung tragen müssen und sie ihre Arbeitszeiten im Beruf reduzieren mussten

Akademikerinnen und Akademiker sind häufiger ins Homeoffice gewechselt.

Personen mit gutem Einkommen haben mit höherer Wahrscheinlichkeit ihren Arbeitsplatz nach Hause verlagert als Personen, die ihr aktuelles Einkommen als ausreichend oder als (zu) gering einschätzen

Bei Selbstständigen haben finanzielle Sorgen und die Angst vor Arbeitsplatzverlust besonders stark zugenommen.

Menschen mit knappem Einkommen fühlen sich weniger durch ihre Arbeitgeberin oder ihren Arbeitgeber unterstützt als Personen, die von ihrem Einkommen gut leben können. Die geringste Unterstützung nehmen Angestellte in der Produktion, der öffentlichen Verwaltung und im Bereich Erziehung und Unterricht, Gesundheit und Soziales wahr.

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