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Qualifizierungsprojekte für geflüchtete Frauen

Die Niedersächsische Landesregierung fördert acht Qualifizierungsprojekte für geflüchtete Frauen mit dem Programm "Förderung der Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt" (FIFA). Denn bislang haben in Deutschland geflüchtete Frauen und auch viele andere Migrantinnen deutlich seltener eine Erwerbstätigkeit als geflüchtete bzw. zugewanderte Männer.

Über einen Förderaufruf zum Schwerpunkt "Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Frauen" haben Bildungsträger Projekte initiiert, die zugewanderte Frauen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus für den Arbeitsmarkt qualifizieren bzw. sie an diesen heranführen. Landesweit wurden acht Qualifizierungsprojekte ausgewählt.

Die Projekte reichen von der Berufszielfindung und der Heranführung an den niedersächsischen Arbeitsmarkt bis hin zum IHK-Abschluss. Eingesetzt werden hierfür ca. 1,3 Mio. Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und 150.000 Euro vom Land. Aufgrund der Bedeutung des Themas und der hohen Nachfrage wird es 2018 eine Neuauflage des Förderaufrufs geben, so dass weitere Projekte beantragt werden können.

Bereits seit Januar 2017 kümmern sich außerdem acht der 25 niedersächsischen Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft mit zusätzlichen Fördermitteln um die besondere Situation der geflüchteten Frauen.

Im Einzelnen wurden folgende Projekte für eine Förderung ausgewählt:

  • VHS Göttingen - Projekt "Fachfrau InsA": Qualifizierung von geflüchteten Frauen und Migrantinnen zur Fachfrau für Interkulturelle soziale Arbeit bis zum IHK Abschluss
  • SOS Mütterzentrum Salzgitter: Qualifizierung von geflüchteten Frauen und Migrantinnen zur persönlichen Stabilisierung, Verbesserung der Sprachkompetenzen und zur Heranführung an den Arbeitsmarkt.
  • Grone Uelzen: Teilzeitqualifizierung. Beratung, Sprachunterricht, Berufszielfindung, Orientierung und Arbeitsmarktintegration.
  • Vita Akademie Rotenburg/Wümme - Miteinander-Füreinander: Entwicklung einer tragfähigen berufliche Integrationsstrategie und Heranführung an den Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung individueller Ressourcen.
  • GGBH Hildesheim - AnTeil: fachliche Qualifizierung für verschiedene Dienstleistungsberufe. Unterricht und betriebliche Erprobung wechseln sich ab.
  • Exil - Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge e.V. - QUFA: Qualifizierung geflüchteter Frauen in den Arbeitsmarkt. Theoretische Grundqualifikation, berufliche Orientierung, praktische Erprobung und Begleitung. Bereiche Gastronomie, Hauswirtschaft und Gesundheitsberufe.
  • DRK Oldenburg - MaHIP: Migrantinnen als Helferinnen in der Pflege. Qualifizierungsmaßnahme zur Pflegehelferin. Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt auch ohne Schulabschluss
  • Neue Arbeit Leer- FiT: Frauen im Trend. Grundqualifizierung und Bausteine beruflicher Qualifizierung im Bereich Dienstleistungen (Hotel- und Gaststätten, Pflege etc.)

Weitere Informationen

Quelle: Pressemitteilung des Niedersächsischen Sozialministeriums vom 15. November 2017 unter www.ms.niedersachsen.de

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