Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Arbeitsmarkt - Chancen für Alle

Bildung - Lebenslanges Lernen - Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Arbeitsmarkt_Chancen-fuer-Alle_Text-GrafikbannerDie Bevölkerungsentwicklung führt zu Veränderungen in der Arbeitswelt. Die erwerbsfähige Bevölkerung wird weniger und älter. In Niedersachsen geht die Zahl der Erwerbspersonen bis 2030 um über 150.000 zurück.

Weniger Erwerbspersonen
Für Frauen, für ältere Arbeitskräfte wie auch für Zugewanderte erhöhen sich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Der Bedarf an Bildung und Weiterbildung, um das Potenzial der
erwerbsfähigen Bevölkerung auszuschöpfen, steigt.
>>"Arbeitsmärkte im Wandel" - die Broschüre steht auf der Website des Statistischen Bundesamtes zum Download bereit.

Vereinbarkeit
Immer wichtiger wird es damit auch, Beruf und Arbeit in Einklang bringen zu können. Hier geht es zum einen um verlässliche Angebote zur Betreuung von Kindern, aber auch um Möglichkeiten zur Betreuung Pflegebedürfiger. Der Anteil dieser Personen steigt mit dem Lebensalter stark an. Bei den 70- bis unter 75- Jährigen sind knapp 5% pflegebedürftig, bei den ab 90-Jährigen 59%. Die Zahl der Pflegebedürftigen ist in Niedersachsen von 1999 bis 2009 um 22,4% gestiegen. Mehr als zwei Drittel aller Pflegebedürftigen wurden zu Hause versorgt.
>>"Kindertagesbetreuung regional" - die Broschüre steht auf der Website des Statistischen Bundesamtes zur Verfügung.

Arbeitsbedingungen
Alters- und familiengerechte Arbeits- und Personalpolitik wird immer wichtiger. Neben der verstärkten Rekrutierung von Beschäftigtengruppen wie

  • Frauen
  • älteren Beschäftigten
  • Migrantinnen und Migranten
    rückt die
  • Förderung der Beschäftigungs- und Leistungsfähigkeit

in den Mittelpunkt. Weiterbildung, Arbeitszeitgestaltung, Gesundheitsförderung und eine Unternehmenskultur, in der die Übernahme von familiärer Verantwortung für Beschäftigte akzeptiert und gefördert wird, sind weitere Faktoren, die wichtiger werden, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.
>>"Qualität der Arbeit" - die Broschüre steht auf der Website des Statistischen Bundesamtes zum Download bereit.

Mobilität
Ein ausreichendes Angebot im Nahverkehr ist eine Voraussetzung, um die Vereinbarkeit zu verbessern. Gerade im ländlichen Raum kann fehlende Mobilität für eine Arbeitsaufnahme, insbesondere auch von Frauen, ein Hinderungsgrund sein. Eine Anpassung der Verkehrsplanung auf die Erfordernisse der Arbeitswelt und der Versorgungsangebote (Fahrzeiten, Öffnungszeiten, Sprechzeiten) ist erforderlich.

Arbeitsmarkt_Chancen-fuer-Alle_TextbannerFortschritt
Technischer und naturwissenschaftlicher Fortschritt lässt neue Arbeitsfelder und Berufsbilder entstehen. Die Kenntnisse der ersten Berufsausbildung reichen schon lange nicht mehr für ein ganzes Arbeitsleben aus. Wir arbeiten heute flexibler, mobiler, internationaler als noch vor 20 Jahren. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen sich auf lebenslanges Lernen einstellen.

Berufsorientierung
Die Stärkung der Ausbildungsfähigkeit und der Berufswahlkompetenz von Schülerinnen und Schülern steht hier im Mittelpunkt. Junge Männer und Frauen schöpfen im Hinblick auf ihre Berufswahl häufig nicht ihr Potenzial aus.

Lebenslanges Lernen
Brüche in der Erwerbsbiografie durch Familienphasen oder Arbeitslosigkeit erfordern neue Weichenstellungen für die Arbeitskräfte. Der Zugang zu Bildungsangeboten auch für Ältere – berufsbegleitend oder in Vollzeit – wird zunehmend bedeutsam. Auch in Unterbrechungsphasen, wie z.B. in der Elternzeit, hilft der Kontakt zum Arbeitsfeld beim Wiedereinstieg. Kooperationen zwischen Erwachsenen- und Weiterbildungseinrichtungen und der Wirtschaft können dies fördern. Sowohl formale Qualifikationen sind erforderlich als auch informell Gelerntes ist verwertbar.

Potenziale nutzen
Die Teilhabe von Migrantinnen und Migranten in der Arbeitswelt erfordert gute Sprachkenntnisse und erfolgreiche Schulabschlüsse. Eine frühe Förderung für Kinder, Unterstützung bei der Wahl des passenden Schulangebotes und Integrationskurse für Erwachsene fördern dies. Berufs- und Studienabschlüsse aus dem Ausland müssen leichter verwertbar sein.

Immer wichtiger: Bildung
Einerseits geht die Anzahl der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte zurück. Andererseits steigen die Anforderungen an die Qualifikation. Moderne Gesellschaften sind Wissensgesellschaften.

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Aktuelle Aktion

Wir-haben-gewaehlt_EIZ
Im neuen Europaparlament werden in der Mehrheit Männer Politik gestalten - auch wenn in diesem Parlament mehr Frauen sitzen als vorher! Aber es gibt keine Quote auf EU-Ebene, es gibt kein Parité-Gesetz, wie z.B. in Frankreich. Eine quotierte Kommission macht noch keinen frauenpolitischen Sommer - aber es lässt hoffen! Das EIZ Niedersachsen lädt in Kooperation mit dem Landesfrauenrat Niedersachsen und der Region Hannover am 18. Oktober 2019 zur Diskussion ein: "Wir haben gewählt! Was wir Frauen von Europa erwarten". www.eiz-niedersachsen.de

Broschüre der Woche

Unternehmensmonitor-Familienfreundlichkeit-2019
Zum sechsten Mal hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) den "Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit" vorgelegt. Die aktuellen Ergebnisse zeigen deutliche Fortschritte, aber auch weiteren Handlungsbedarf. Der Monitor wird vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) gefördert. Er besteht aus einer repräsentativen Unternehmensbefragung und einer repräsentativen Beschäftigtenbefragung. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

Oktober 2019

18.10.2019 | Wir haben gewählt! Was wir Frauen von Europa erwarten, Hannover

22.10.2019 | NeMiA Netzwerk-Kongress | Die Zukunft der Arbeitswelt - Kompetenzen und Potentiale von Frauen mit Migrationsbiografie, Hannover

25.10.2019 | Strategien im Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz, Berlin

26.10.2019 | Geschlechtervielfalt, Springe

29.10.2019 | Nach der Wahl ist vor der Wahl. Europäische Frauen- und Gleichstellungspolitik, Regensburg

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Kalendermonatsblatt

10_Kalender-VNST_Oktober
Der Frauenkalender der Vernetzungsstelle 2019 widmet sich dem Thema "Europa". Lesen Sie hier unseren Beitrag für den Monat Oktober: "Gender Pay Gap? Gender Pay Act!"