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AllerHoheit - Mit dem Fahrrad auf den Spuren der Welfenherzogin Clara

AllerHoheit_Mit-dem-Fahrrad-auf-den-Spuren-der-Welfenherzogin-ClaraDie Welfenherzogin Clara von Braunschweig-Lüneburg hat als Landesherrin, Ehefrau, Mutter, Verwalterin ihres Witwensitzes und Protestantin die Entwicklung der Region bis heute spürbar geprägt. Mit dem Rad kann man sich nun auf ihre Spuren begeben. Auf einem Teilstück des Fernradwanderwegs AllerRadweg sind an 16 Stationen Episoden, Zeugnisse und Zeitgeist dargestellt. Beleuchtet werden dabei sowohl kultur- als auch naturhistorische Aspekte. Die Themenroute AllerHoheit führt durch Orte wie Gifhorn und Fallersleben aber auch durch reizvolle Natur und Landschaft. Zur Information auf der Route sind verschiedene Materialien erstellt worden, u.a. eine Broschüre, Flyer und Website.

In der Broschüre werden die kulturhistorischen Aspekte vertieft: Herzogin Clara wurde im Stift Steterburg erzogen und lernte dort den Umgang mit Heilkräutern. Gifhorn war nach der Heirat mit Herzog Franz von Braunschweig-Lüneburg ihr erster Wirkungskreisin der Region Gifhorn-Wolfsburg. Hier braute sie ein gesundheitsförderndes Kräuterbier. Diesem Thema sind sowohl in Fallersleben als auch in Gifhorn Stationen zugeordnet. Nach dem frühen Tod ihres Mannes verwaltete sie nicht nur ihren Witwensitz Fallersleben, ihr Wirken war auch für die Entwicklung der Region von großer Wichtigkeit. So schuf sie eine Marktordnung und war an der Erstellung einer Münzordnung beteiligt. Als Protestantin setzte sie sich auch persönlich sehr für die Reformation ein.

Zum Projektteam gehören unter anderem die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Wolfsburg und dem Landkreis Gifhorn, Beate Ebeling und Christine Gehrmann. "Herzogin Clara von Braunschweig-Lüneburg war eine faszinierende Frau. Hätte sie in unserer Zeit gelebt, würden wir sie heute als Managerin bezeichnen. Und deshalb kann man mit Fug und Recht sagen, Herzogin Clara war eine Frau, die uns auch heute noch gut als Vorbild dienen kann", erklärte Beate Ebeling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg. "Mit dem Radweg haben wir gleich mehrere Fliegen mit der gleichen Klappe geschlagen: Erstens haben wir die interkommunale Zusammenarbeit weiter verbessert. Zweitens haben wir ein touristisches Highlight für die Region geschaffen. Und drittens, und das ist für mich das Wichtigste, haben wir mit Herzogin Clara eine Frau in den Mittelpunkt der Geschichte gestellt, in der normalerweise fast nur Männer eine wichtige Rolle spielen", hebt Christine Gehrmann, Beauftragte für Gleichstellung und Demografie des Landkreises Gifhorn hervor.

Weitere Informationen

Die Broschüre ist kostenlos erhältlich im
Gleichstellungsreferat der Stadt Wolfsburg
Telefon (05361) 28 28 42
gleichstellung@stadt.wolfsburg.de

sowie im
Gleichstellungsreferat des Landkreises Gifhorn
Telefon (05371) 82 386
gleichstellungsbeauftragte@gifhorn.de

www.allerhoheit.de

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Stell Dir vor, es ist Wahl und keine geht hin!

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Die "Handreichung gendersensible Sprache in der Bremer Verwaltung" liefert eine Vielfalt von Erklärungen, Hinweisen und Vorschlägen, wie Amtssprache nicht nur Männer, sondern Frauen, Trans- und Interpersonen gleichermaßen anspricht. Das im Aus- und Fortbildungszentrum angedockte Kompetenzteam Bürger:innenservice und Kommunikation hat auf 20 Seiten eine umfangreiche Sammlung vorgelegt, wie gendersensibel formuliert werden kann. weiterlesen >>>

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1.3.2021 | Equal Care Day, weltweit

2.3.2021 | FAIR SHARE Monitor 2021 - Gemeinsam für mehr Frauen in Führung in der Zivilgesellschaft, online

2.3.–3.3.2021 | Das Niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz und der Gleichstellungsplan, online

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8.3.2021 | Internationaler Frauentag, weltweit

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Kalender 2021 | Zwölf von uns - Monika Hauser

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Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2021 stellt zwölf Frauen vor, die sich besonders einsetzen, um unsere Welt gerechter zu machen. Hier unser Beitrag für den Monat März: Monika Hauser studierte Medizin, weil sie Menschen helfen und ganzheitlich unterstützen wollte. Der jungen Gynäkologin vertrauten Frauen oft Geschichten über erlittene Misshandlungen und Vergewaltigungen an. Um Patientinnen zu stärken, gründete sie u.a. Gesprächsgruppen und eröffnete eine Beratungsstelle für Schwangerschaftsabbrüche.
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