Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Darmstädterinnen im Aufbruch

Darmstaedterinnen-im-AufbruchDrei Frauen aus Darmstadt haben gründlich recherchiert und aufgeschrieben, wie die Frauenbewegung der 1970er Jahre vor Ort mit kreativen Projekten, Protesten und politischer Arbeit aufbegehrte und eine feministische Gegenkultur aufbaute. Unter dem Titel "Darmstädterinnen im Aufbruch" beschreiben sie den steinigen Weg dorthin, denn oftmals waren Veränderungen und Neuerungen zugunsten von Frauen unerwünscht. Doch die Darmstädter Frauen solidarisierten sich: in der Frauenhausbewegung, in der Frauenfriedensbewegung, in der Geschichts- und Stadtschreibung, in Kultur, Bildung, Medien, Politik und Stadtplanung.

Viele der Errungenschaften, die heute als selbstverständlich erscheinen, wurden in einer wirkungsvollen demokratischen Bewegung für mehr Frauenrechte nach dem Zweiten Weltkrieg mühsam durchgesetzt. Diese Bemühungen, Anstrengungen und die großartige Arbeit vieler Darmstädter Frauen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, ist das Anliegen der Herausgeberinnen.

Denn die Gleichberechtigung von Männern und Frauen war zwar im Grundgesetz festgeschrieben, doch Benachteiligungen waren damit noch lange nicht abgeschafft: Bis 1962 durften Frauen in Deutschland kein eigenes Bankkonto eröffnen, erst 1969 wurden eine Frau als geschäftsfähig angesehen. Berufstätig durfte eine Frau nur mit Zustimmung ihres Ehemannes sein, erst 1977 wurde das entsprechende Gesetz geändert.

Das Buch beschreibt die Vielfalt der Initiativen von und für Frauen in Darmstadt. Es lässt staunen über die Energie, Fantasie, Überzeugung und Beharrlichkeit, mit der Frauen in Darmstadt für ihre Rechte und ihren Platz in der (Stadt-)Gesellschaft gekämpft haben und immer wieder kämpfen, um das Erreichte zu erhalten.

Das Buch ist anschaulich geschrieben und illustriert - eine lesenswerte Anregung für weitere lokale Recherchen zur Frauenbewegung der 1970er Jahre.

Ruth Häntschke, Kirsten Koch-Schäfer, Barbara Obermüller (Hrsg.): Darmstädterinnen im Aufbruch, Autonome Frauenprojekte der letzten Jahrzehnte, Justus von Liebig Verlag, Darmstadt 2018

<<< Zur Beitragsübersicht

'Zuhause nicht sicher?' - Poster-Aktion gegen Häusliche Gewalt

Zuhause-nicht-sicher_Poster-Aktion
In der Corona-Krise können Konflikte und häusliche Gewalt zunehmen. Hilfe zu finden, ist gerade jetzt für viele schwer. Die Poster-Aktion des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend "Zuhause nicht sicher?" informiert zu Hilfeangeboten - im Supermarkt oder im eigenen Hausflur. Alle interessierten Unternehmen, Verwaltungen, Vereine oder Privatpersonen, die die Aktion unterstützen wollen, finden die Postervorlage in verschiedenen Formaten zum Download unter staerker-als-gewalt.de.

Aktuelle Infos | Coronavirus

Corona-Spezial
Wir sammeln aktuelle Informationen und Hinweise zur Corona-Pandemie für Gleichstellungsbeauftragte. In erster Linie geht es dabei um Hilfen bei Häuslicher Gewalt, Angebote von Frauenhäusern und Beratungsstellen. Aber auch Fragen zur finanziellen Situation von Frauen, insbesondere Alleinerziehende. Die derzeit besonders sichtbare Systemrelevanz der Care-Berufe versuchen wir hier für Sie darzustellen. Zur Themenseite.

Termine Alle Termine >>>

Mai 2020

25.5.2020 | Webinar: Follow me - Influencer*innen & Gender, online

Juni 2020

2.6.2020 | Töchter des Aufbruchs | Film und Diskussion, online

8.6.2020 | Care Arbeit: Wer kümmert sich? Und wenn kümmert's?, online

September 2020

1.9.2020 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Handlungssicherheit in Beratung, Begleitung und Prävention | Ausgebucht, Hannover

17.9.2020 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen | Ausgebucht, Hannover

Newsletter

Monatlich erscheint unser Newsletter mit aktuellen Nachrichten, Aktionen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen. Sie können den Newsletter kostenlos abonnieren. Hier geht es zur Anmeldung. Die letzten Ausgaben finden Sie hier als pdf-Datei zum Download.

Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung