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Das übertherapierte Geschlecht. Ein kritischer Leitfaden für die Frauenmedizin

Das-uebertherapierte-GeschlechtDas Buch beschäftigt sich mit dem Thema der gendersensiblen Medizin und geht auf die Frage ein, ob Frauen in der Medizin möglicherweise unnötig behandelt werden, und es will über irreführende Praxen der Gesundheitsindustrie aufklären.

Einleitend erfahren die Lesenden, dass in der Medizin noch heute von einem Androzentrismus auszugehen ist. Es werden Beispiele vorgestellt, die untermauern, dass Frauen aus diesem Grund falsche Medikamente erhalten oder falsch diagnostiziert werden. Das zweite Kapitel widmet sich dem Thema Schwangerschaft und beschreibt, wie viele Frauen zur Pränataldiagnostik angeregt würden. Im Kapitel zu den "Individuellen Gesundheitsleistungen" (IGeL) wird aufgezeigt, wie irreführend argumentiert wird und Frauen verunsichert werden.

Ein weiteres Kapitel widmet sich dem Thema Schönheitsmedizin und setzt sich kritisch mit den Anforderungen an den Körper auseinander. Auch die verwandten Themen Hormone und Wechseljahre werden tiefgehender analysiert und durch neue Forschungen kritisch hinterfragt. Darüber hinaus geht es im Buch um Gebärmutterentfernung, das Mammografie-Screening und zu guter Letzt um Depressionen und Geschlechterstereotype bei diesem Krankheitsbild.

Die Autorinnen vertreten einen sehr kritischen Standpunkt gegenüber Medizin und Pharmakologie. Sie präsentieren viele Fakten und Statistiken sowie neuere Forschungsergebnisse. Die Intention einer Aufklärung über irreführende Praxen der Gesundheitsindustrie ist durchaus gelungen. Das Buch kann somit helfen, Patientinnen in die Lage zu versetzen, medizinische Leistungen zu hinterfragen.

Christine Wolfrum/ Luitgard Marschall: Das übertherapierte Geschlecht. Ein kritischer Leitfaden für die Frauenmedizin, Albrecht Knaus Verlag, München 2017

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Stader Erklärung

Stader-Erklaerung
Die internationale Konferenz "Fair Pay – Wie geht es besser in Skandinavien" widmete sich Fragen der Entgeltgleichheit und Arbeitsmarktpolitik in Deutschland und Skandinavien. Im Nachgang der Veranstaltung wurde die Stader Erklärung erarbeitet.
Die Dokumentation der Veranstaltung und die Stader Erklärung finden Sie unter www.cedaw-stade.de

Kalender 2022 'Kunst und Kultur'

Kalender-GuV-2022
Der Kalender 2022 von Gleichberechtigung und Vernetzung hat das Thema "Frauen in Kunst und Kultur": Ein weiblicher Bereich? Mitnichten. Wer verdient hier das große Geld? Wer entscheidet? Kunst und Kultur wirkt auf Rollenbilder; durch die Inhalte und durch die Darstellung, aber auch durch Protagonistinnen und Protagonisten: Wer steht hinter der Kamera, vor dem Orchester? Aber die gute Nachricht ist: Frauen holen auf! Alle Informationen zum Kalender und zur Bestellung finden Sie hier: weiterlesen >>>

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September 2021

16.9.–18.9.2021 | 44. djb-Bundeskongress: Gleichstellung & Demokratie, online

18.9.2021 | Aktionstag der DGB-Frauen zur Bundestagswahl 2021, bundesweit

Oktober 2021

4.10.2021 | Forderungen an die Gleichstellungspolitik nach Corona, Berlin / online

5.10.2021 | Vorbereitung der 66. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission, online

6.10.2021 | Der Gleichstellungsplan nach dem Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetz, Hannover

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Kalender 2021 | Zwölf von uns - Kristina Hänel

09_Kalenderblatt-September_2021
Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2021 stellt zwölf Frauen vor, die sich besonders einsetzen, um unsere Welt gerechter zu machen. Hier unser Beitrag für den Monat September: Kristina Hänel ist Allgemeinmedizinerin und Notärztin. Sie engagiert sich seit 1981 für Frauengesundheit, arbeitete lange für Pro Familia und gründete Wildwasser Gießen mit. Außerdem bietet sie bis heute Therapeutisches Reiten für traumatisierte Kinder an. weiterlesen >>>