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Kollektive Rechsmobilisierung gegen digitale Gewalt

Kollektive-Rechsmobilisierung-gegen-digitale-Gewalt_BoellDigitale Gewalt ist ein weit verbreitetes Phänomen, das in verschiedenen Formen auftritt: Zum Beispiel als eine spezifische Form der (Ex-)Partnergewalt. Am weitesten verbreitet ist allerdings die Diskriminierung im Internet und sozialen Medien mit Mitteln wie Hate speech (Hassrede) und Cyber Harassment (beharrliche diskriminierende Belästigung). Die Betroffenen sind oftmals nicht zufällig ausgewählt, die Gewalt beinhaltet sexistische, antifeministische, rassistische, trans- und homophobe Elemente. Wie geht nun das deutsche Recht mit diesen Erscheinungsformen um, welche Möglichkeiten haben Betroffene? Mit diesen Fragen hat sich die Autorin Ulrike Lembke auseinandergesetzt. Sie ist Professorin für Gender im Recht an der FernUniversität in Hagen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind rechtliche Geschlechterstudien, insbesondere Antidiskriminierungsrecht, Gewalt im Geschlechterverhältnis, Intimität/Öffentlichkeit, reproduktive Rechte und transdisziplinäre Geschlechterstudien.

Das deutsche Rechtssystem basiert grundsätzlich auf individuellem Rechtsschutz. Nur die bzw. der Einzelne kann also eigene Rechte einklagen. Doch gerade wenn es um strukturelle Rechtsverletzungen geht, wie es zum Beispiel bei digitaler Gewalt meist der Fall ist, wäre eine kollektive Rechtsmobilisierung hilfreich. Betroffene müssten dann nicht allein klagen, sondern können sich zusammenschließen oder mit Unterstützung eines Beistands klagen, oder ein Verband könnte an ihrer Stelle den Rechtsstreit führen. Die Autorin stellt daher die Möglichkeiten kollektiver Rechtsmobilisierung dar. Dafür werden zentrale Begriffe wie Streitgenossenschaft, Prozessstandschaft, Sammel- und Musterklage sowie Verbandsklage kurz erläutert. Eines der wesentlichen Probleme kollektiver Rechtsmobilisierung gegen digitale Gewalt ist, dass es an einschlägigem Recht fehlt, welches mobilisiert werden könnte.

Weitere Informationen

Kollektive Rechtsmobilisierung gegen digitale Gewalt, Ulrike Lembke, Heinrich-Böll-Stiftung e.V. (Hrsg.), Berlin, 2017
Die Broschüre steht unter www.gwi-boell.de/de/2018/01/09/kollektive-rechtsmobilisierung-gegen-digitale-gewalt als pdf-Datei zur Verfügung.

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Orange the World - Gewalt an Frauen sichtbar machen

Orange-the-World
Die UN-Kampagne "Orange The World" findet jährlich zwischen dem 25. November, dem "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen", und dem 10. Dezember, dem "Internationalen Tag der Menschenrechte", statt. Bekannt ist sie inzwischen auch als 16-Tage-Kampagne. Weltweit erstrahlen Gebäude in oranger Farbe, um ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. www.unwomen.org

Neu vorgestellt

Cedaw-Faecher_beide
Der doppelseitige Infofächer aus dem Projekt "Gleichstellung sichtbar machen - CEDAW in Niedersachsen" ist gedacht als praktische Beratungsgrundlage für Gleichstellungsbeauftragte und Personalverantwortliche rund um die Themen Schwangerschaft und Elternzeit, Wiedereinstieg, Familie und Finanzen, Kinderbetreuung, Pflege und Beruf, Arbeitszeitgestaltung sowie Netzwerke und Beratungsangebote. Er gibt Auskunft über die wichtigsten Gesetze, Hinweise zur Umsetzung sowie Tipps und Beispiele aus der Praxis. Es finden sich zudem Hinweise zu weiterführenden Informationen oder nützlichen Online-Tools. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

Dezember 2020

4.12.2020 | Trans*, Inter*, Divers - Fußball ist für ALLE da! | 10. Fachtag für den Fußball, online

8.12.–9.12.2020 | Das Niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz und der Gleichstellungsplan - Ausgebucht!, Hannover

11.12.2020 | Sexualisierte Gewalt im Fußball, online

14.12.2020 | Gleichstellung sichtbar machen - Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf, online

16.12.–17.12.2020 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit - Ausgebucht!, Hannover

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Fahne und Roll-up Banner zum 'Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen'

Fahne-gegen-Gewalt
Gemeinsam mit UN-Women hat Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. eine Fahne konzipiert, mit der Kommunen und Organisationen auf den Anti-Gewalt-Tag und die weltweiten und lokalen Aktivitäten an diesem Tag und innerhalb der 16-Tage-Kampagne aufmerksam machen können. Neben der Fahne steht auch ein Roll-Up-Banner zur Verfügung, das bei Veranstaltungen eingesetzt werden kann. Sowohl in die Fahne als auch in das Banner kann auf Wunsch das eigene Logo eingedruckt werden. weiterlesen >>>