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Frauenhaus24 geht in Hannover an den Start

Das Frauenhaus24 hat seinen Betrieb aufgenommen. Seit Januar 2020 bietet die Sofortaufnahme für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder 15 Plätze zur sofortigen Unterbringung an. Die Schutzeinrichtung ist rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche telefonisch erreichbar und ab sofort erste Anlaufstelle für gewaltbetroffene Frauen und ihren Kindern. Bis maximal vier Werktage sollen sich die Schutzsuchenden in dieser Einrichtung aufhalten, um anschließend – nach intensiver Klärung ihrer Situation – an passgenaue Hilfen weitervermittelt zu werden. Die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover haben das Frauenhaus24 gemeinsam auf dem Weg gebracht, Träger ist der Verein "Frauenhaus Hannover – Frauen helfen Frauen e.V." Rund 800.000 Euro jährlich sind für die Finanzierung der Einrichtung eingeplant, die Kosten teilen sich die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover mit jeweils 400.000 Euro.

Das Frauenhaus24 ist eine 24-Stunden-Einrichtung und für Frauen in akuten Notsituationen lückenlos erreichbar. Am Telefon vereinbaren die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses24 einen öffentlichen Treffpunkt mit den schutzsuchenden Frauen, von dem sie abgeholt und zum Frauenhaus gebracht werden. "Das Frauenhaus24 hat wie die anderen Frauenhäuser eine Schutzanschrift, damit die Frauen und Kinder, die zu uns kommen, nicht weiter bedroht und verfolgt werden", so Silke Dietrich von dem Trägerverein "Frauenhaus Hannover – Frauen helfen Frauen e.V.". In den vier Werktagen Aufenthalt im Frauenhaus24 werden die Frauen beraten und gemeinsam geklärt, welche Hilfe und Unterstützung die Betroffenen brauchen. "Wir gehen davon aus, dass dies ausreichend Zeit ist, um Beratung zu erfahren und die nächsten Schritte zu planen. Es geht hier um wirklich passgenaue Hilfen und die richtige Begleitung", erklärt ihre Kollegin Ute Schimpf.

Das Frauenhaus24 hat im Januar seinen Betrieb aufgenommen, am heutigen Donnerstag (13. Februar) ist der offizielle Start und die kostenlose Telefonnummer 0800-7708077 ab 15 Uhr freigeschaltet. Das Frauenhaus24 ist derzeit noch als Übergangslösung in einer von der Landeshauptstadt Hannover zur Verfügung gestellten Mietimmobilie untergebracht. Ende 2020 bis Anfang 2021 soll das Frauenhaus24 dann in den barrierearmen Neubau umziehen, der sich derzeit noch im Bau befindet.

Das Frauenhaus24 ist ein Baustein in dem von der Regionsversammlung im Dezember 2018 beschlossenen "Konzept zur Weiterentwicklung von Beratung, Schutz und Hilfen für gewaltbetroffene Frauen in der Region Hannover". Die nächsten Schritte der Region sind die Umsetzung eines gesicherten Frauenhauses mit rund 20 Familienplätzen im Umland sowie die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle Wohnraum, die auch gezielt Frauen und ihre Kinder nach ihrem Aufenthalt im Frauenhaus bei der Wohnungssuche unterstützt. In der Landeshauptstadt Hannover ist die Einrichtung des Frauenhaus24 Teil des Ausbaus der Frauenhauslandschaft, den der Rat im Dezember 2018 beschlossen hat. Ein nächster Schritt ist die Erarbeitung eines Konzepts für eine Schutzeinrichtung für 18 bis 25-jährige Frauen.

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Website zum Bundesförderprogramm 'Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen' geht online!

Bundesfoerderprogramm_GemeinsamGegenGewaltAnFrauen
Das Bundesförderprogramm "Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist Teil des Gesamtprogramms der Bundesregierung zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Ab sofort können sich Interessierte und potenzielle Antragsstellerinnen und Antragsteller auf der neuen Website www.gemeinsam-gegen-gewalt-an-frauen.de rund um das Förderprogramm informieren. Neben zahlreichen Informationen, finden sich hier nun auch sämtliche Dokumente zum Zuwendungsverfahren.

Neu vorgestellt

Auf-den-Spuren-bedeutender-Frauen
Auf den Spuren bedeutender Frauen - mit dem Rad Niedersachsens Frauengeschichte erkunden: Im Rahmen der Initiative frauenORTE Niedersachsen hat der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. eine neue Broschüre herausgegeben. Sie bietet Einblicke in die Vielfalt niedersächsischer Frauengeschichte. Neben Texten zu 42 Frauenpersönlichkeiten gibt es Hinweise zu frauenORTE-Stadtführungen und -Ausstellungen sowie Tipps zu weiteren touristischen Zielen. Die Broschüre möchte außerdem dazu anregen, auf niedersächsischen Fernradwegen von frauenORT zu frauenORT zu radeln. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

September 2020

1.9.2020 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Handlungssicherheit in Beratung, Begleitung und Prävention | Ausgebucht, Hannover

17.9.2020 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen | Ausgebucht, Hannover

22.9.–23.9.2020 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit - Ausgebucht!, Hannover

28.9.–29.9.2020 | Deutscher Präventionstag, online

Oktober 2020

5.10.–6.10.2020 | Fachkraft der Antidiskriminierungsberatung, Lüneburg

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung