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Bremen | 'Hilfe bei Gewalt' - Broschüre in einfacher Sprache erklärt Hilfesystem

Hilfe-bei-Gewalt_Bremen"Hilfe bei Gewalt - an wen kann ich mich wenden?" - so heißt eine Broschüre, die in leicht verständlicher Sprache verfasst ist und sich an alle Frauen und Mädchen im Land Bremen richtet. Auf 55 Seiten wird übersichtlich, klar gegliedert und in einfachen Sätzen dargelegt, welche Hilfsangebote es für Frauen und Mädchen gibt, wie die Verfahren bei der Polizei und bei Gericht ablaufen, was Beratung ist und welche Beratungsstellen es gibt. Verschiedene Formen von Gewalt werden erklärt und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, aber auch mögliche Sorgen und Ängste benannt und wie in Beratungsstellen damit umgegangen wird.

Die Broschüre wird von der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis "Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen" herausgegeben. Der Text ist in einer leicht verständlichen Sprache verfasst, die der Martinsclub entwickelt hat.

"Wir verfolgen mit diesem Heft einen inklusiven Ansatz", so Landesfrauenbeauftragte Bettina Wilhelm, "sie soll für alle Frauen und Mädchen nützlich sein: für die, die schnelle und klare Information zu Hilfen bei Gewalt suchen genauso wie für diejenigen, die im Lesen weniger geübt sind, nicht gut Deutsch sprechen oder mit einer Behinderung oder Beeinträchtigung leben. Beim Entstehen der Broschüre haben viele Einrichtungen ihr Fachwissen eingebracht und sich damit noch einmal mehr mit den Belangen und Bedarfen dieser besonderen Zielgruppen auseinander gesetzt. Das hat allen genutzt und ein wirklich gutes Ergebnis hervorgebracht."

Ramona Bauermann-Meyer, Frauenbeauftragte der Beschäftigten bei Werkstatt Bremen, die an der Broschüre mitgewirkt hat, erklärt: "Ich freue mich über die gute Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis ‚Gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Land Bremen´. Diese Broschüre kann ich für meine Arbeit als Frauenbeauftragte sehr gut gebrauchen."

Besonders Frauen und Mädchen mit Behinderung erleben in hohem Maße geschlechtsspezifische Gewalt, das haben Studien klar erwiesen. Aufgrund ihrer Beeinträchtigung und der damit verbundenen Lebensbedingungen sind sie zudem besonders verletzbar. Der Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fordert explizit Maßnahmen im Bereich Gewaltschutz. Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport hat die Erstellung der Broschüre finanziell unterstützt. Auch die Istanbul-Konvention besagt, dass Frauen mit Behinderung besser vor Gewalt geschützt werden müssen.

Weitere Informationen

Die Broschüre steht auf der Website der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) als pdf-Datei zur Verfügung.

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Hilfe gegen Gewalt | Angebote des BMFSFJ

Das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" unter der kostenfreien Nummer 08000 116 016 leistet Erst- und Krisenunterstützung, bei Gewalt gegen Frauen gibt es Rat und Hilfe rund um die Uhr, anonym, in insgesamt 18 Sprachen, barrierefrei. Das Hilfetelefon ist online zu erreichen unter www.hilfetelefon.de. Angesichts der Corona-Krise könnten Druck und Konflikte in Familien auch in Gewalt gegen Kinder und Jugendliche münden. Das Bundesfamilienministerium stärkt daher die telefonischen Beratungsangebote. Dazu gehören die "Nummer gegen Kummer" (116 111) für Kinder und Jugendliche oder das Elterntelefon (0800 111 0550). Zudem werden im Netz niedrigschwellige Hilfsangebote für Kinder, Jugendliche und Eltern ausgebaut.

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April 2020

21.4.2020 | Der Gleichstellungsplan nach dem Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetz - VERSCHOBEN!, Varel

Mai 2020

7.5.–8.5.2020 | Global Forum for Gender Equality, Mexico City

Juli 2020

7.7.–10.7.2020 | Generation Equality Forum / Weltfrauenkonferenz, Paris

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Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung