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Niedersachsen | Aktionsplan für mehr Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Dienst

In Niedersachsen liegt der Frauenanteil in der Besoldungsgruppe A 16 - dies sind Referatsleitungen in einem Ministerium oder Behördenleitungen kleiner Behörden - derzeit nur knapp über 25 Prozent. Ihr Anteil ist seit Inkrafttreten des ersten Gleichstellungsgesetzes vor 20 Jahren um nur jeweils 1,1 Prozentpunkte jährlich gestiegen. Deshalb wurde der Aktionsplan "Frauen in Führung" beschlossen. Mit Hilfe des Aktionsplans soll möglichst schnell die Hälfte der Führungspositionen in der niedersächsischen Landesverwaltung mit Frauen besetzt werden.

Zu den im Aktionsplan zusammengefassten Maßnahmen zählen:

  • Das niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz (NGG) wird novelliert, es ist derzeit in der interministeriellen Abstimmung. Bei gleicher Eignung sind Frauen künftig gegenüber Mitbewerbern für ein Führungsamt zu bevorzugen, sofern der Frauenanteil in der entsprechenden Hierarchiestufe unter 50 Prozent liegt. Teilzeitbeschäftigung, die es bisher nur vereinzelt in Führungspositionen gibt, soll künftig wesentlich leichter realisiert werden können.

  • Die Mentoring-Programme für Frauen, also die Vorbereitung auf Führungsaufgaben, die es im Land seit rund 15 Jahren gibt, werden verbessert.

  • Bei der Beurteilung von Beschäftigten wird stärker darauf geachtet, dass Frauen gegenüber Männern und Teilzeitarbeitende gegenüber Vollzeitarbeitenden nicht benachteiligt werden. So soll jede Beurteilungsrunde bezüglich der Frage evaluiert werden, ob es Verzerrungen zu Lasten von Frauen bzw. Teilzeitbeschäftigten gibt. Zudem entwickeln Innenministerium und Sozialministerium eine entsprechende Schulung der Beurteilenden.

  • Ein neues "Karrierenetzwerk" soll Frauen, die sich bereits in Führungspositionen befinden, den Austausch über ihre Führungserfahrungen ermöglichen. Künftig sollen beispielsweise über örtliche Veranstaltungen auch Frauen in nachgeordneten Landesbehörden für entsprechende Gesprächskreise gewonnen werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der Niedersächsischen Staatskanzlei vom 21.4.2015.

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