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Sachsen | Frauenförderbericht für den Öffentlichen Dienst vorgestellt

Am 15.1.2019 wurde der 5. Frauenförderbericht im Kabinett vorgestellt. Damit wird ein Bericht vorgelegt, der die vollzogene Entwicklung der Gleichstellung von Frauen und Männern im Öffentlichen Dienst darstellt, aber auch eine Grundlage bildet, künftige Entwicklungen vergleichbar zu machen. Aufgrund der erhobenen Datenstatistik ist zu erkennen, dass von rund 210.000 Beschäftigten 140.000 Frauen und 70.000 Männer beim Freistaat Sachsen tätig waren. Im öffentlichen Dienst sind somit überproportional (65,9 Prozent) viele Frauen beschäftigt. Der Frauenanteil in leitenden Funktionen (Referatsleitung, Referent/innen mit Leitungsfunktion sowie Sachgebietsleitung) ist vergleichsweise hoch und liegt mit 66,1 leicht über der Gesamtbeschäftigungsquote. Weiterhin ist dennoch festzustellen: "Teilzeit ist weiblich": die Teilzeitbeschäftigung liegt bei Frauen bei 85 Prozent, bei Männern sind es knapp 15 Prozent.

Gleichstellungsministerin Köpping: "Der Frauenförderbericht zeigt, dass die bereits im vorigen Bericht festgestellten geschlechtsspezifischen Ungleichheiten nach wie vor vorhanden sind. Besonders auffällig ist, dass weibliche Beschäftigte in den höchsten Führungspositionen, Laufbahn- sowie Entgeltgruppen unterrepräsentiert sind. Karrierewege für Frauen stehen im öffentlichen Dienst in Sachsen nicht ausreichend offen. Der Frauenförderbericht wurde intensiv und durch einen langwierigen Prozess in der Staatsregierung abgestimmt.

Das Ergebnis des Berichtes zeigt auch, wie dringend wir das moderne Gleichstellungsgesetz brauchen, welches wir gerade auf den Weg bringen. Mit dem Gleichstellungsgesetz sollen genau diese Ungerechtigkeiten behoben werden. Damit sollen Führungspositionen in Teilzeit, Arbeitszeitreduzierung für die Pflege ermöglicht werden und Strategien erarbeitet, um männliche Beschäftigte für die Wahl von familienfreundlichen Beschäftigungsmodellen zu gewinnen."

Der Entwurf des Gleichstellungsgesetzes wurde in den vergangenen zwei Jahren ausführlich mit vielen Partnerinnen und Partnern und dem Gleichstellungsbeirat abgestimmt. Der nächste Koalitionsausschuss wird sich mit dem Gleichstellungsgesetz befassen.

Hintergrund:
Entsprechend §17 Sächsisches Frauenförderungsgesetz (SächsFFG) ist die Staatsregierung dafür verantwortlich, dem Landtag alle vier Jahre einen Erfahrungsbericht - "Frauenförderbericht" - über die Situation der Frauen im Geltungsbereich des Gesetzes und über die Anwendung desselben vorzulegen. Die Federführung für die Erfüllung dieser Aufgabe obliegt der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration. Datengrundlage des 5. Frauenförderberichtes ist zum einen die Frauenförderstatistik (Statistisches Landesamt), Stand zum 30. Juni 2015. Zum zweiten gehören zur Datenbasis Abfragen und Bitten um Zuarbeiten bei den Ressorts, die sich auf den Geltungsbereich des SächsFFG (Behörden, Gerichte usw.) beziehen; den Ressorts wurde im Januar 2017 ein Fragenkatalog zu den folgenden Aspekten vorgelegt: Frauenförderpläne; Frauenbeauftragte; Frauen in Führungspositionen; Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege; Gremienbesetzung; Gesundheitsvorsorge für Frauen und Männer; diskriminierungsfreien Arbeitswelt.

Weitere Informationen

Pressemitteilung der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration vom 15.1.2019

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Projektstart 'Demokratie meint dich!'

Demokratie-meint-dich
Mit dem Projekt "Demokratie meint dich! - Frauen fair-treten im ländlichen Raum?" machen der Niedersächsische LandFrauenverband Hannover (NLV) und der Niedersächsische LandFrauenverband Weser-Ems darauf aufmerksam, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, und dass das Recht auf Wahlen und Mitbestimmung ein hohes Gut ist. Sie ermuntern Frauen, ihre Meinung zu sagen, und sich politisch zu engagieren. Neben zwei Videoclips (Film Hannover | Film Weser-Ems) gibt es eine Broschüre, in der viele Tipps und Anregungen für Ausflüge, Veranstaltungsformate, die Bildungsarbeit vor Ort sowie Buch- und Filmtipps zu finden sind. In der Laufzeit von drei Jahren sind Ausstellungen, Aktionen und Veranstaltungen geplant. Projektträger ist die gemeinnützige Projekt- und Bildungs-GmbH des NLV. Gefördert wird das Projekt vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Neu vorgestellt

Frankfurter-Frauenguide-App
Den Frauen-Guide des Frauenreferates der Stadt Frankfurt am Main gibt es jetzt auch als App für Apple und Android Smartphones! Sie ist in 14 Sprachen übersetzt und bietet schnelle Zugänge zu beratenden Netzwerken, Kultur-, Sport und Freizeitangeboten in Frankfurt. Die Einrichtungen sind nach Rubriken sortiert und mit der GPS-Kartenoption zu finden. Die Frauen-Guide-App ist in Kooperation mit dem Journal Frankfurt entstanden und steht unter dem Suchbegriff "Frauen-Guide" zum Download im Apple App Store sowie im Android Play Store zur Verfügung. frankfurt.de

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September 2020

1.9.2020 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Handlungssicherheit in Beratung, Begleitung und Prävention | Ausgebucht, Hannover

17.9.2020 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen | Ausgebucht, Hannover

22.9.–23.9.2020 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit - Ausgebucht!, Hannover

28.9.–29.9.2020 | Deutscher Präventionstag, online

Oktober 2020

5.10.–6.10.2020 | Fachkraft der Antidiskriminierungsberatung, Lüneburg

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung