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Gleichstellungsplan | Region Hannover stellt Ziele und Maßnahmen für Geschlechtergerechtigkeit vor

Gleichstellungsplan-RegionHannover_2018-2020-1Ein ausgewogenes Verhältnis von Männern und Frauen in allen Bereichen der Regionsverwaltung, mehr Frauen in Führungspositionen, gezielte Nachwuchsförderung und ein Personalmanagement, das beide Geschlechter gleichermaßen anspricht: Mit diesen Zielen legt die Region Hannover jetzt den dritten Gleichstellungsplan 2018-2020 vor. Grundlage für den Gleichstellungsplan ist das Niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz (NGG), das die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern und Männern wie Frauen eine gleichberechtigte Stellung verschaffen soll. "Wir möchten die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen weiter abbauen, neue Fachkräfte gewinnen und langfristig binden, und verstärkt auf die Anforderungen eingehen, die Menschen mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen zu bewältigen haben", erklärt Regionspräsident Hauke Jagau die Ziele des Gleichstellungsplans.

Das rund 50 Seiten starke Zahlenwerk zeigt auf, wie es aktuell um das Verhältnis von Männern und Frauen in der Regionsverwaltung bestellt ist, und fasst die wichtigsten Fakten und Trends sowie die für den Zeitraum 2018 bis 2020 geplanten Maßnahmen und Ziele zusammen. Insgesamt gesehen stehen die Frauen in der Regionsverwaltung gut da: Ihr Anteil an der Gesamtbelegschaft von rund 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beträgt rund 65 Prozent. In der Dezernatsleitung sind aktuell vier von fünf Führungspositionen mit Frauen besetzt. Mit Blick auf die darunter angesiedelten Führungspositionen sieht das noch immer anders aus: Von 144 Stellen in der Fachbereichs- und Teamleitung besetzen Männer 81, Frauen nur 63 Führungspositionen. Dennoch hat sich das Geschlechterverhältnis in
Führungspositionen verbessert: von 28 Prozent weiblichen Führungskräften im ersten Gleichstellungsplan auf aktuell 43,75 Prozent. "Ziel muss es sein, diesen positiven Trend fortzusetzen", betont der Regionspräsident. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen ist nach dem NGG bei 45 Prozent erreicht – dann spricht man von Parität.

Bei der Besoldung bzw. Bezahlung zeigt sich ein differenziertes Bild: In den mittleren Besoldungs- bzw. Entgeltgruppen hat sich der Anteil an Frauen im Vergleich zum Zeitraum 2015 bis 2017 leicht erhöht, in den niedrigeren und höheren Besoldungs- und Entgeltgruppen ist in Sachen Gleichstellung noch Luft nach oben. Das gilt auch für die insgesamt 405 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, von denen 70 Prozent weiblich sind. Eine weitere Baustelle für mehr Geschlechtergerechtigkeit ist die Arbeitszeit. Rund 31 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Region arbeiten in Teilzeit. Insgesamt nach wie vor deutlich mehr Frauen als Männer: Über 93 Prozent der Beschäftigten, die ihre Arbeitszeit auf 26 bis 75 Prozent reduzieren, sind weiblich. Eine wöchentliche Arbeitszeit von weniger als 25 Prozent wird ausschließlich von Frauen genutzt. Gleichwohl hat sich der Anteil von Männern, die in Teilzeit tätig sind, von 6,6 auf 8,5 Prozent erhöht. Das gilt auch für die Elternzeit, die nach wie vor eher und länger von Frauen als von Männern in Anspruch genommen wird.

Um das Verhältnis der Geschlechter mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, den demographischen Wandel und den steigenden Fachkräftebedarf ins Gleichgewicht zu bringen, sieht der Gleichstellungsplan 2018-2020 eine Reihe von Maßnahmen vor. Schwerpunkte sind und bleiben der Abbau von Unterrepräsentanz von Frauen in Führung, gezielte Nachwuchsförderung und ein Personalmanagement, das die Lebenssituation beider Geschlechter berücksichtigt.

Der Gleichstellungsplan 2018-2020 ist ein Gemeinschaftswerk des Service Personal und Organisation mit dem Team Gleichstellung und dem Gesamtpersonalrat der Region Hannover.

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"Der Parlamentarische Rat hat am 23. Mai 1949 in Bonn am Rhein in öffentlicher Sitzung festgestellt, daß das am 8. Mai des Jahres 1949 vom Parlamentarischen Rat beschlossene Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in der Woche vom 16.–22. Mai 1949 durch die Volksvertretungen von mehr als Zweidritteln der beteiligten deutschen Länder angenommen worden ist." Zum Jubiläum in diesem Jahr hat die Bundesregierung eine Website sowie eine Jubiläumsausgabe des Grundgesetzes veröffentlicht. Auf der Website finden Sie auch Informationen zu den "Müttern des Grundgesetzes". www.70jahregrundgesetz.de

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3.6.2019 | Geschlechtergerechtigkeit: Da geht noch mehr!, Berlin

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