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Anlagenbericht zur HSBN 2018: Integration ist Teilhabe

HSBN-Anlagenbericht-2018Die Barrieren beim Zugang zu Arbeit und Bildung sind für geflüchtete Menschen und Familien hoch, wie der Anlagenbericht zur HSBN 2018 zeigt. Bei Maßnahmen zur Integration und Teilhabe dürfen Frauen in ihren jeweiligen Lebenslagen nicht aus dem Blick geraten.

Die Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) stellt Akteurinnen und Akteuren der Armutsbekämpfung in Land, Kommunen und Verbänden empirisches Material für ihre Arbeit zur Verfügung. Der Schwerpunkt der jährlich aktualisierten Analyse liegt dabei auf der regionalen Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen. Der ergänzende Anlagenbericht zur HSBN 2018 mit dem Titel "Integration ist Teilhabe. Familie, Bildung und Arbeit als Voraussetzung gelingender Integration" wurde von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW) erstellt, die auch im Lenkungsausschuss der HSBN vertreten ist.

Die Zuwanderung stellt die Gesellschaft dauerhaft vor vielfältige Herausforderungen. Eine Neuausrichtung des Flüchtlingsschutzes sollte nach Ansicht der LAG FW möglichst in einer Balance zwischen dem Wunsch nach Steuerung und Kontrolle der Zuwanderung und den berechtigten Ansprüchen von Schutzbedürftigen gefunden werden.

Die Wohlfahrtsverbände Niedersachsens unterstützen eine Integrations- und Teilhabepolitik für Flüchtlinge als Teil einer Gesellschaftspolitik, mit der sowohl neu zugewanderte Menschen als auch "Alteingesessene" erreicht werden. Der schnelle und einfache Zugang zu Bildung und Arbeit für Flüchtlinge wird als eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche gesellschaftliche Integration gesehen.

Von den 198.317 Menschen, die in 2017 einen Asylantrag gestellt haben, waren 60 % männlich und 40 % weiblich. Um gleichberechtigte Integration und Teilhabe zu ermöglichen, dürfen geflüchtete Frauen in ihren jeweiligen Lebenslagen bei Maßnahmen zur Integration und Teilhabe nicht aus dem Blick geraten. Das reicht vom Zugang zu Sprach- und Integrationskursen über die stärkere Anerkennung informeller Qualifikationen bis hin zu Möglichkeiten der Berufsanerkennung bzw. beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen. Für Mütter sind grundsätzlich tragfähige Angebote der frühkindlichen Betreuung Voraussetzung zur Teilnahme an Integrationsmaßnahmen.

Der Anlagenbericht konzentriert sich auf zwei Problemlagen: das hohe Armutsrisiko für Flüchtlinge und die bestehenden Barrieren im Zugang von Asylbewerbern und Asylbewerberinnen zu Arbeit und Bildung. Der Anlagenbericht beschreibt rechtliche und strukturelle Faktoren, die den Zugang zu schulischer und beruflicher Bildung sowie zum Arbeitsmarkt behindern. Zudem werden ausgewählte Lösungsansätze skizziert, wie etwa Aspekte des Integrationspotenzials von Familien.

Weitere Informationen

Download Anlagenbericht zur HSBN 2018 von der Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Weitere Informationen zur Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen unter www.sozialberichterstattung-niedersachsen.de

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Den Frauen-Guide des Frauenreferates der Stadt Frankfurt am Main gibt es jetzt auch als App für Apple und Android Smartphones! Sie ist in 14 Sprachen übersetzt und bietet schnelle Zugänge zu beratenden Netzwerken, Kultur-, Sport und Freizeitangeboten in Frankfurt. Die Einrichtungen sind nach Rubriken sortiert und mit der GPS-Kartenoption zu finden. Die Frauen-Guide-App ist in Kooperation mit dem Journal Frankfurt entstanden und steht unter dem Suchbegriff "Frauen-Guide" zum Download im Apple App Store sowie im Android Play Store zur Verfügung. frankfurt.de

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1.9.2020 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Handlungssicherheit in Beratung, Begleitung und Prävention | Ausgebucht, Hannover

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Oktober 2020

5.10.–6.10.2020 | Fachkraft der Antidiskriminierungsberatung, Lüneburg

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung