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Journalisten-Handbuch zum Thema Islam

Journalisten-Handbuch_zum-Thema-IslamDas Buch soll Fragen über den Islam im Allgemeinen, besonders aber über den Islam in Deutschland beantworten. Es geht darum, zu klären, welches Wissen wir über die hier lebenden Musliminnen und Muslime haben, welcher und ob sie überhaupt einer Glaubensrichtung angehören, welche Glaubensrichtungen existieren und wie in Deutschland ihre Interessen vertreten werden.

Zu Beginn wird der Islam anschaulich mit seinen verschiedenen Glaubensrichtungen vorgestellt. Wer wusste, dass der Islam fünf verschiedene Glaubensrichtungen hat und auch der Salafismus nicht so einheitlich gesehen werden kann, wie er medial häufig präsentiert wird? Das erste Kapitel liefert Einblicke in die Weltreligion Islam und leitet anschließend in die Geschichte des Islams in Deutschland über. In diesem Kapitel werden verschiedene Organisationen vorgestellt und auch islamischer Religionsunterricht sowie islamische Theologie als Studienfach thematisiert.

Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Musliminnen und Muslimen in Deutschland, mit ihren Bildungsabschlüssen und ihrer Situation auf dem Arbeitsmarkt. Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Interpretationen aus den erhobenen Daten nicht ausschließlich aus dem Migrationshintergrund der Befragten hervorgehen sollten. Es wird vielmehr angeregt, dass eine intersektionale Perspektive, mit weiteren Faktoren, wie zum Beispiel dem Bildungsstand der Eltern oder ähnlichem, hinzugezogen wird. Leider wird diese von den Autorinnen und Autoren selbst nicht konsequent eingehalten.

Nachdem die Säulen des Islams erläutert wurden und Feiertage sowie Wörter wie "halal" und "haram" geklärt wurden, steht kurz der Feminismus und der Islam im Fokus. Dabei wird auch der Unterschied zwischen islamischen und muslimischen Feministinnen erklärt.

Abgerundet wird das Handbuch durch einen Überblick der nicht nur die Islamfeindlichkeit in Deutschland durchleuchtet, sondern auch den islamischen Terror und die Radikalisierung anspricht.

Dieses Handbuch ist lesenswert für alle die glauben, sie wüssten viel über den Islam, sich aber eigentlich noch nie wirklich informiert haben. Es führt strukturiert und weitreichend in das Thema Islam ein und versorgt die Lesenden mit neuem Wissen. Aktuelle Statistiken lockern das angenehme Layout des Buches weiter auf.

Mediendienst für Integration (Hrsg.): Journalisten-Handbuch zum Thema Islam, Berlin 2016

Weitere Informationen

Das Handbuch steht unter mediendienst-integration.de zum Download bereit.

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Hilfe gegen Gewalt | Angebote des BMFSFJ

Das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" unter der kostenfreien Nummer 08000 116 016 leistet Erst- und Krisenunterstützung, bei Gewalt gegen Frauen gibt es Rat und Hilfe rund um die Uhr, anonym, in insgesamt 18 Sprachen, barrierefrei. Das Hilfetelefon ist online zu erreichen unter www.hilfetelefon.de. Angesichts der Corona-Krise könnten Druck und Konflikte in Familien auch in Gewalt gegen Kinder und Jugendliche münden. Das Bundesfamilienministerium stärkt daher die telefonischen Beratungsangebote. Dazu gehören die "Nummer gegen Kummer" (116 111) für Kinder und Jugendliche oder das Elterntelefon (0800 111 0550). Zudem werden im Netz niedrigschwellige Hilfsangebote für Kinder, Jugendliche und Eltern ausgebaut.

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April 2020

21.4.2020 | Der Gleichstellungsplan nach dem Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetz - VERSCHOBEN!, Varel

Mai 2020

7.5.–8.5.2020 | Global Forum for Gender Equality, Mexico City

Juli 2020

7.7.–10.7.2020 | Generation Equality Forum / Weltfrauenkonferenz, Paris

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung