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Alleinerziehende Migrantinnen

Alleinerziehende-MigrantinnenAlleinerziehende Migrantinnen widersprechen dem Klischee der Migrantenfamilie, in der Frauen für die Sorge und das Wohlergehen im Privaten und Männer für den Erwerbsbereich zuständig sind. Alleinerziehende mit Migrationsgeschichte leben anders. Wie genau das aussieht, hat ein aus Mitteln des Landes Niedersachsen gefördertes Forschungsprojekt der Universität Oldenburg und der Universität Hildesheim untersucht. "Alleinerziehende Migrantinnen und Migranten in Niedersachsen - Lebenslagen und Fähigkeiten im Spannungsfeld von Armut und Selbstbestimmung" (ALMIN) ist die erste wissenschaftliche Untersuchung bundesweit, die die Familienform "Alleinerziehend" bei Migrantinnen und Migranten in den Fokus stellt.

Für die qualitative Studie wurden Interviews mit 40 Alleinerziehenden (darunter 38 Mütter und 2 Väter) zwischen 24 und 52 Jahren mit Migrationshintergrund unterschiedlicher Herkunftskontexte geführt. Die Befragten kommen in erster oder zweiter Generation u.a. aus der Türkei, Russland, afrikanischen Ländern, Iran/Irak, Syrien und Armenien. Die Ergebnisse der qualitativen Studie präsentiert Herausgeberin und Projektleiterin Dorothea Krüger in dieser Publikation. Dabei geht es um Fragen wie: Welche Gründe führten zur Migration, wie erfahren die Migrantinnen Mutterschaft? Welche Lebensziele streben sie für sich und ihre Kinder an? Welche Handlungsoptionen stehen ihnen dabei zur Verfügung? Wie beschreiben sie ihre Bildungs- und Berufsverläufe? Welche Dimensionen von Geschlechterverhältnissen spiegeln sich hier? Wie gestalten sich die Zugänge zu Ressourcen, u.a. sozialstaatlichen Leistungen?

Die Befunde zeigen, dass nicht von einer "einheitlichen" Lebensform ausgegangen werden kann. Die Heterogenität resultiert z.B. aus den unterschiedlichen rechtlichen Lagen und ist verknüpft mit den individuellen Migrationsgeschichten, kulturellen und familiären Herkunftskontexten, persönlichen Netzwerken und professionellen Unterstützungsstrukturen in Lebensumfeld, Bildung und Beruf.

Als Dimension der Lebensqualität nehmen private sowie institutionelle Netzwerke einen hohen Stellenwert ein. Die Familienform Alleinerziehend stellt zudem eine besondere Herausforderung dar, Identitätsarbeit zu leisten. Unübersehbar sind auch materielle und immaterielle Einschränkungen, Diskriminierungen und strukturelle Ausgrenzungen, die alleinerziehende Migrantinnen in ihren Entscheidungsspielräumen eingrenzen.
Abschließend werden sozialpolitische Forderungen alleinerziehender
Migrantinnen zusammengefasst. Die vorliegende Studie gibt Anregungen und Hinweise zum Abbau von Ungleichheiten.

Dorothea Christa Krüger (Hrsg.): Alleinerziehende Migrantinnen. Lebenslagen und Fähigkeiten im Spannungsfeld von Abhängigkeit und Selbstbestimmung, ibidem-Verlag, Stuttgart 2016

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Neues Mentoring-Programm

Frau-Macht-Demokratie
In Niedersachsen ist am 1. März 2019 ein neues Mentoring-Programm zur nächsten Kommunalwahl im Jahr 2021 gestartet. Mit "Frau.Macht.Demokratie." möchte das Niedersächsische Sozialministerium einen Beitrag leisten, den Frauenanteil in der Politik zu erhöhen. Im Rahmen des Programms unterstützt eine erfahrene Politikerin oder ein erfahrener Politiker eine interessierte Frau bei ihrem Einstieg in die Politik. Projektträger ist Gleichberechtigung und Vernetzung e.V., regional wird das Programm durch kommunale Gleichstellungsbeauftragte betreut. weiterlesen >>>

Broschüre der Woche

abi-extra-2019
Die Bundesagentur für Arbeit macht mit der aktuellen Ausgabe der "abi>> extra" neugierig auf eine Berufs- und Studienwahl ohne Klischees. Vorgestellt wird unter anderem ein junger Mann, der eine Ausbildung als Pferdewirt absolviert. Eine junge Frau, die schon früh wusste, dass Naturwissenschaften ihre Leidenschaft sind, erzählt von ihrem Weg in den Beruf als Fluggeräteelektronikerin. weiterlesen>>>

Termine Alle Termine >>>

März 2019

27.3.2019 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen, Hannover

28.3.2019 | Boys'Day - Zukunftstag für Jungen, bundesweit

28.3.2019 | Zukunftstag für Mädchen und Jungen, Niedersachsen

28.3.2019 | Girls'Day - Zukunftstag für Mädchen, bundesweit

April 2019

2.4.–5.4.2019 | Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen, Mainz

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Kalendermonatsblatt

03_Kalender-VNST_Maerz
Der Frauenkalender der Vernetzungsstelle 2019 widmet sich dem Thema "Europa". Lesen Sie hier unseren Beitrag für den Monat März: Europa garantiert die Gleichberechtigung!?