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Betrifft Mädchen | Aktuelles Heft zum Thema 'Hate Speech'

Betrifft-Maedchen-3-2018_Hate-Speech-150pxDie Annahme, dass Sprache in der Lage ist, zu verletzen, ist in der feministischen Theorie und Praxis spätestens seit Judith Butlers Buch "Hass spricht" eine Selbstverständlichkeit. An Aktualität gewinnt dies insbesondere durch neue technische und kulturelle Entwicklungen im Zuge der sogenannten 'Digitalisierung alltäglicher Lebenswelten Heranwachsender', denn im ‚Netz´ scheinen durch Anonymität und gleichzeitige Öffentlichkeit zum Teil sonst gültige Kommunikationsregeln unterminierbar und verletzendes Sprechen besonders wirksam. Rassistische und sexistische Diffamierungen treffen hier statistisch gesehen besonders junge Weiblichkeiten, oft sind sie im Netz bis zu viermal mehr geschlechtsbezogenen Diskriminierungen ausgesetzt als Jungen (vgl. Döring 2017).

Dabei wirkt sexistische Hate Speech, Cybermobbing, Trolling oder Shitstorming in vielfältiger individueller und struktureller Weise: Es schränkt die Handlungs- und Selbstdefinitionsmöglichkeiten einzelner, direkt adressierter Mädchen ein und sorgt zugleich für die Begrenzung von Teilhabemöglichkeiten in Netzöffentlichkeiten für Mädchen im Allgemeinen.

In diesem Zusammenhang ist die Mädchenarbeit und Arbeit mit Mädchen herausgefordert, nach Formen der Intervention zu suchen, die einerseits Hate Speech als strukturelle politische Praxis des Ausschlusses aus der Öffentlichkeit skandalisieren und andererseits für Empowerment-Zusammenhänge sorgen. Die Autorinnen und Autoren in diesem Heft wählen sehr unterschiedliche Zugänge zum Thema, so dass nicht nur verschiedene Facetten in den Blick kommen, sondern auch Kritik am Konzept von Hate Speech deutlich werden kann.

Mit Beiträgen von: Kerstin Jergus, Julia Preisker, Zeynep Demir, Liriam Sponholz, Jörg Kratzsch, Kerstin Schachtsiek, Andrea Petri-Bartfeld, Marc Jelitto, Thomas Dumke

Betrifft Mädchen: Hate Speech, LAG Mädchenarbeit in NRW e.V. (Hrsg.), Juventa Verlag/Beltz, Heft 3/2018.

Weitere Informationen

Mehr unter www.maedchenarbeit-nrw.de/lag/startseite.html, Bestellungen: 10,- Euro zzgl. Porto beim Juventa Verlag/Beltz Medien-Service, medienservice@beltz.de.

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Equal Care Day

Equal-Care-Day
29.02.2020: Equal Care Day
Care-Arbeit ist zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt und erfährt geringe Wertschätzung. Um auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen, ruft die Initiative Equal Care Day dazu auf, am 29. Februar 2020 einen Aktionstag zu feiern. Die Initiative wird getragen vom Verein klische*esc, der die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit koordiniert und für die Vernetzung der Beteiligten sorgt. In Bonn wird es zum Anlass des Equal Care Days am 28. und 29. Februar eine Konferenz geben. Informationen zur Anmeldung, weitere geplante Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten finden sich unter equalcareday.de.

Frauen haben die Wahl

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Neu erschienen: Broschüre der Gleichstellungsstelle der Landeshauptstadt München für Frauen zur Kommunalwahl am 15. März 2020. weiterlesen>>>

Termine Alle Termine >>>

Februar 2020

18.2.–22.2.2020 | meccanica feminale, Villingen-Schwenningen

25.2.–20.3.2020 | Auricher Frauenwochen, Aurich

29.2.2020 | Equal Care Day, bundesweit

März 2020

8.3.2020 | Internationaler Frauentag, weltweit

8.3.–10.3.2020 | Kongress Armut und Gesundheit, Berlin

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Materialien zum Internationalen Frauentag

Materialien-Frauentag
Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. bietet verschiedene Materialien zum Internationalen Frauentag an. Eine Fahne kann vor Rathäusern, Kreishäusern oder an anderen Stellen gehisst werden, um die Bedeutung dieses Tages zu betonen und auch, um zum Ausdruck zu bringen, dass von der Kommune Impulse ausgehen, um die Gleichberechtigung voran zu bringen. Ein passendes Roll-up Banner kann alternativ oder ergänzend aufgestellt werden. Für Aktionen und um den Anliegen der Frauen mehr Gehör zu verschaffen, sind Aktionsklatschen erhältlich. weiterlesen >>>