Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Thüringen | Paritätsgesetz nichtig

Der Thüringer Verfassungsgerichtshof hat mit seinem heute verkündeten Urteil entschieden, dass das Siebte Gesetz zur Änderung des Thüringer Landeswahlgesetzes - Einführung der paritätischen Quotierung - (Paritätsgesetz) vom 30. Juli 2019 (GVBl 2019, S. 322) nichtig ist. Antragsteller im zu Grunde liegenden Normenkontrollverfahren war die Fraktion der Alternative für Deutschland im Thüringer Landtag. Nach dem Paritätsgesetz wären Landeslisten für die Wahl zum Thüringer Landtag abwechselnd mit Frauen und Männer zu besetzen gewesen. Landeslisten wären zurückzuweisen gewesen, soweit sie dieser paritätischen Besetzung nicht entsprochen hätten. Personen, die im Personenstandsregister als "divers" registriert sind, hätten auf jedem Platz kandidieren können.Weiterlesen >>>

Bundesweite Kampagne gestartet | 'WIR BRAUCHEN PARITÄT'

Paritaet_LFR-KLFRAuf Bundesebene und in zahlreichen Bundesländern werden Gesetzesinitiativen zur Erhöhung des Frauenanteils in Parlamenten diskutiert. Seit einem Jahr gibt es in Brandenburg und Thüringen die ersten Paritätsgesetze in Deutschland. Gegen beide Gesetze wurde von den Parteien geklagt, die einen sehr geringen Frauenanteil in den Landtagen haben. Das erste Urteil aus Thüringen wird am 15. Juli verkündet, die mündliche Verhandlung in Brandenburg findet am 20. August statt. Politik und Zivilgesellschaft stehen hinter der Forderung nach Parität – das zeigen der Deutsche Frauenrat (DF) und die Konferenz der Landesfrauenräte (KLFR) mit der bundesweiten Fotokampagne "Wir brauchen Parität". Der Deutsche Frauenrat und die Landesfrauenräte bekräftigen mit der bundesweiten Kampagne "Wir brauchen Parität" die Forderung nach paritätischer Besetzung der Parlamente. Menschen aus Politik und Zivilgesellschaft verdeutlichen die gesellschaftliche Relevanz des Themas und zeigen, warum wir Parität in den Parlamenten brauchen. Kampagnenstart ist am 13. Juli, es wird bundesweit über die sozialen Medien und Websites veröffentlicht. Die Kampagne zeigt, dass paritätisch besetzte Parlamente quer durch die Gesellschaft Zuspruch finden und warum Vielfalt auch in der Politik für viele so unverzichtbar ist! www.frauenrat.de

Bündnis "Mehr Frauen in die Politik"

Buendnis-MehrFrauenindiePolitikFrauen sind in Deutschland über alle politischen Ebenen hinweg noch immer in der Unterzahl in den Vertretungen zu finden. Besonders niedrig ist der Anteil der Frauen auf kommunaler Ebene: Im Landkreis Emsland beträgt der Anteil der Frauen im Kreistag 19,4%, in den Stadt-, Samtgemeinde-, Gemeinde- und Ortsräten 19,7%. Im Landkreis Osnabrück beträgt der Anteil der Frauen im Kreistag 27,5% und in den Räten der Städte, Samtgemeinde- und Gemeinderäten 24,9%. Hier setzt das Bündnis "Mehr Frauen in die Politik" an, dem 17 Partnerinnen und Partner aus Landkreisen, Kommunen, Verbänden und Bildungshäusern in der Region Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim angehören. Ihr Ziel ist, dass Frauen und Männer 50:50 in politischen Gremien vertreten sind. Sie fordern, dass Akteurinnen und Akteure der Kommunalpolitik das Ziel Geschlechterparität aktiv mittragen und unterstützen, dass die Parteien Frauen aktiv zum gemeinsamen Handeln in der Politik ansprechen und den Einstieg von Frauen ins politische Leben gezielt fördern. Das Bündnis möchte darüber hinaus Frauen motivieren und unterstützen, in der Politik Verantwortung zu übernehmen. Aktuell hat das Bündnis 300 Briefe an die örtlichen Parteiebenen geschickt und die Forderungen nach Parität in der Politik eingefordert. Die Parteien sind ebenfalls aufgefordert, Fragen zur Situation von Frauen in der jeweiligen Partei zu beantworten. Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie im Flyer des Aktionsbündnisses.

Frauen MACHT Berlin!

Frauen-Macht-BerlinIm Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung hat die EAF Berlin eine Studie zur politischen Teilhabe von Frauen in Berlin erstellt. Sie nimmt die politische Teilhabe von Frauen im Land Berlin genauer in den Blick und fragt: Wie gestaltet sich Teilhabe von Frauen in der Politik Berlins? Wie hoch ist der Anteil von Frauen in den Bezirksverordnetenversammlungen, im Abgeordnetenhaus und im Senat und wie hat er sich seit der Wiedervereinigung entwickelt? Wie sind die geringen Frauenanteile zu erklären? Welche Rolle spielt das Wahlrecht, was tun die Parteien? Und welche nötigen nächsten Schritte zu mehr Teilhabe von Frauen in der Berliner Politik ergeben sich daraus?Weiterlesen >>>

AfD in Parlamenten

AfD-in-ParlamentenThemen - Strategien - Akteure
Die Autorengruppe der Studie "AfD in Parlamenten" betrachtet das Aufkommen und die Etablierung der AfD als Ausdruck tiefgreifender Veränderungen der Parteiendemokratie. In den Blick genommen werden hier das Verhalten der Partei im politischen Alltag und die von der AfD eingebrachten Themen und Anträge. Zu den untersuchten Themen gehören auch der Umgang der AfD mit Gender und Gleichstellungsfragen.Weiterlesen >>>

Frauen haben die Wahl - Broschüre zur Kommunalwahl in Bayern

Frauen-haben-die-Wahl_MuenchenNeu erschienen: Broschüre der Gleichstellungsstelle der Landeshauptstadt München für Frauen zur Kommunalwahl.
Am 15. März 2020 sind in Bayern Kommunalwahlen. In München werden das Stadtoberhaupt, der Stadtrat und die Bezirksausschüsse neu gewählt. In der Münchner Kommunalpolitik sind Frauen mit rund 43% inzwischen besser als auf Bundes- und Landesebene vertreten. Und das ist auch wichtig, denn Frauen werden Themen, die sie besonders betreffen, nur in den politischen Entscheidungsprozess einbringen können, wenn sie mit dem nötigen politischen Gewicht ausgestattet sind. "Politik darf nicht Männersache sein" meint die Gleichstellungsstelle für Frauen und gibt deshalb die Broschüre "Frauen haben die Wahl" heraus. Sie will Frauen motivieren, sich in die Politik einzumischen und erläutert, wie die Kommunalwahl funktioniert.Die Broschüre steht auf der Website der Gleichstellungsstelle zum Download bereit. www.muenchen.de/gst

Aktion des Deutschen Frauenrates | Keine Wahlrechtsreform ohne Parität

Aktuell stehen die Verhandlungen im Bundestag zur Wahlrechtsreform an. Der Deutsche Frauenrat fordert mit der Kampagne #mehrfrauenindieparlamente und einem offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages von den politisch Verantwortlichen, im Rahmen von Wahlrechtsreformen sicherzustellen, dass es zu einer paritätischen Mandatsverteilung kommt. Um weitere Unterstützung bei dieser Forderung zu erhalten, hat der Frauenrat einen Musterbrief erstellt, mit dem alle Bürgerinnen und Bürger Parität einfordern können. Weitere Informationen sowie die Vorlagen sind auf der Website des Frauenrates abrufbar. www.frauenrat.de/aktion-keine-wahlrechtsreform-ohne-paritaet

Mandatsträgerinnen und Mandatsträger mit Migrationshintergrund

MandatstraegerInnen-mit-MigrationshintergrundKarrierewege und substantielle Repräsentation von Landtagsabgeordneten mit Zuwanderungsgeschichte
Das gängige Ideal einer repräsentativen Demokratie beinhaltet die Vorstellung von Parlamenten, die in ihrer Zusammensetzung ein Abbild der Bevölkerung darstellen. Die Realität zeigt jedoch, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen in Deutschland weit davon entfernt sind, entsprechend ihrem Anteil in der Bevölkerung politische Mandate inne zu haben. So auch bei Personen mit einem sogenannten Migrationshintergrund. Denn trotz steigender Zahlen gibt es weiterhin eine deutliche Unterrepräsentation. Wie erklärt sich nun diese Unterrepräsentation? Welche Auswirkungen hat der Mangel an Abgeordneten mit Zuwanderungsgeschichte auf politische Inhalte?Weiterlesen >>>

Gender equality in national parliaments across the EU and the European Parliament

Gender-equality-in-national-parliamentsDas Europäische Institut für Gleichstellungsfragen - EIGE - hat eine Analyse zur Gleichstellung in den europäischen Parlamenten erstellt. Die Ergebnisse basieren auf einem Werkzeug des Instituts (EIGE's Gender-sensitive Parliaments tool) mit dem der Stand der Gleichstellung in verschiedenen Themenfeldern ermittelt wird.Weiterlesen >>>

Deutscher Städte- und Gemeindebund | Mehr Frauen in die Kommunalpolitik

Die Kommunalpolitik in Deutschland braucht mehr Frauen in kommunalen Führungspositionen. Derzeit wird nur jedes zehnte Rathaus von einer Frau geführt, auch in den kommunalen Vertretungen sind derzeit nur rund 27 Prozent aller Mandate mit Frauen besetzt. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich zum Ziel gesetzt, diese Situation zu verbessern und den Frauenanteil in der Kommunalpolitik zu erhöhen. Auf dem 1. Deutschen Frauenkongress kommunal in Mainz kamen daher rund 150 Kommunalpolitikerinnen zusammen, um über Ideen und Konzepte für eine weiblichere Kommunalpolitik zu diskutieren. Den Hauptvortrag im Rahmen der Veranstaltung hielt Bundesministerin Dr. Franziska Giffey.Weiterlesen >>>

Landeskonferenz der lag: Ein Parité-Gesetz auch für Niedersachsen!

"Ein Parité-Gesetz auch für Niedersachsen" war das Thema der Tagung der niedersächsischen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im November 2019 in Hannover. Ist das Gesetz auch eine Lösung für Niedersachsen? Kann so eine Verpflichtung für 50 Prozent Frauen und 50 Prozent Männern auf Listen und in Rat und Kreistag umgesetzt werden? Dr. Silke Ruth Laskowski, Juristin und Professorin für Völker- und Europarecht, diskutierte mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Chancen und Möglichkeiten dieser Strategie. Zudem wurde auf der Landeskonferenz der Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft zum Teil neu besetzt.Weiterlesen >>>

Juristinnenbund | 10 Irrtümer über Parität

Der Juristinnenbund befasst sich in der aktuellen Ausgabe seiner Verbandszeitschrift (djbZ, Heft 3/2019 "Gerechte Staatlichkeit, gerechte Teilhabe in den Parlamenten!") mit der derzeitigen Debatte um Paritätsgesetze. Einige diskutierte Argumente nehmen die Juristinnen genauer in den Blick und listen "10 Irrtümer über Parität" auf. Dafür nehmen ausgewiesene Expertinnen unterschiedliche verfassungsrechtliche Aspekte paritätischer Regelungen, bestehende Vorschläge und Diskussionen in den Fokus und stellen Argumente für Lösungen auf dem Weg zu einer gleichberechtigten Beteiligung von Frauen in den Parlamenten vor. Die Liste mit den 10 Irrtümern steht auf der Website des Juristinnenbundes zur Verfügung.

Mainzer Resolution

Mainzer-ResolutionDie Kommunalpolitik in Deutschland braucht mehr Frauen in kommunalen Führungspositionen. Derzeit wird nur jedes zehnte Rathaus von einer Frau geführt, auch in den kommunalen Vertretungen sind derzeit nur rund 27 Prozent aller Mandate mit Frauen besetzt. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich zum Ziel gesetzt, diese Situation zu verbessern und den Frauenanteil in der Kommunalpolitik zu erhöhen. Auf dem "1. Deutschen Frauenkongress kommunal" in Mainz kamen daher rund 150 Kommunalpolitikerinnen zusammen, um über Ideen und Konzepte für eine weiblichere Kommunalpolitik zu diskutieren. Hier wurde auch die Mainzer Resolution beschlossen.Weiterlesen >>>

Thüringer Landtag verabschiedet Paritätsgesetz

Nach Brandenburg hat auch der Landtag in Thüringen als zweites deutsches Bundesland ein Paritätsgesetz beschlossen. Im Gesetzesentwurf ist vorgesehen, dass Landeslisten paritätisch und abwechselnd mit Männern und Frauen besetzt werden müssen. Personen, die im Personenstandsregister mit "divers" eingetragen sind, können unabhängig von dem Platz kandidieren. Nach einer Person mit dem "Geschlecht" "divers" kann ein Mann oder eine Frau kandidieren. Der Gesetzesentwurf ist von der rot-rot-grünen Koalition beschlossen worden. Die neue Regelung findet aber für die Landtagswahlen im Oktober 2019 noch keine Anwendung.

Länderkonferenz zur Gleichstellungs- und Frauenpolitik | Parität in den Parlamenten erreichen

Die Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister sowie -senatorinnen und -senatoren der Länder werden sich mit dem Ziel der Parität in deutschen Parlamenten für eine entsprechende Ausgestaltung des Wahlrechts auf Bundes- und Landesebene einsetzen. Dafür hat sich die Mehrheit der Mitglieder der Länderkonferenz (GFMK) ausgesprochen. Niedersachsen hatte den Antrag eingebracht.Weiterlesen >>>

100 Jahre später - Wege zur Parität in Brandenburg

100-Jahre-spaeterIm Januar 2019 hat Brandenburg als erstes Bundesland in Deutschland ein Paritätsgesetz mit verpflichtenden Vorgaben für die Landtagswahlen beschlossen. Die Broschüre zeichnet den Weg zu diesem großen Erfolg nach und gibt einen Überblick über weitere Paritäts-Initiativen in anderen Bundesländern.Weiterlesen >>>

Wir zählen auf Europa!

Wir-zaehlen-auf-Europa_WahlbroschuereDie neue Veröffentlichung der Vernetzungsstelle stellt die Perspektiven von neun Frauen auf die Europäische Union dar. Warum gehen sie wählen? Und welche Rolle spielt das Europäische Parlament z.B. bei der Durchsetzung von Gleichstellung, Gender Mainstreaming und Antidiskriminierung? Die Broschüre zeigt, wie wichtig ein frauenpolitischer Blick auf Europa ist. Die Broschüre kann im Vorfeld der Europawahl Informationen bieten. Sie ist aber auch darüber hinaus einsetzbar, für alle, die generell einen Genderblick auf europäische Politik werfen wollen. Die Broschüre richtet sich an frauenpolitische Multiplikatorinnen zum Weitergeben oder Selberlesen. Bei Bestellungen bis zu 100 Exemplaren kostet ein Heft 3,50 Euro (zzgl. MwSt. und Versandkosten), für Dauernutzerinnen, Dauernutzer und Großbestellungen gibt es Rabatte! Weitere Informationen und den Bestellbogen finden sie hier.

Niedersachsen | Mehr Frauen für die Politik – Sozialministerin Carola Reimann fordert Parité-Gesetz

Anlässlich der Feierstunde des Bundestags zu 100 Jahren Frauenwahlrecht an diesem Donnerstag fordert die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Carola Reimann, eine Parität von Frauen und Männern in politischen Ämtern und Parlamenten. Als Erstunterzeichnerin des heute in Berlin vorgestellten Aufrufs "Wir brauchen alle Argumente!" erklärt Dr. Carola Reimann: "100 Jahre Frauenwahlrecht ist ein guter Anlass, Bilanz zu ziehen und in die Zukunft zu schauen: Mutige Frauen wie Anita Augspurg haben viel für uns erkämpft. Nichtsdestotrotz ist noch viel zu tun: In Parlamenten und politischen Ämtern sind Frauen immer noch zu wenig vertreten, vom Deutschen Bundestag über die Landesparlamente bis zur kommunalen Ebene. Parlamente sind Orte der politischen Willensbildung, Frauen müssen hier genauso stark wie Männer vertreten sein. Deshalb fordere ich eine Parität. Das sollten wir in Zukunft auf gesetzlichem Wege sicherstellen. Mit unserem Aufruf machen wir uns für ein Parité-Gesetz in Deutschland stark."

Brandenburger Landtag beschließt Paritätsgesetz

Im 100. Jahr des Frauenwahlrechts hat der Landtag Brandenburg am 31.1.2019 das Paritégesetz beschlossen. "Das neue Paritégesetz ist ein großer Sieg für die Demokratie", sagte Brandenburgs Parlamentspräsidentin Britta Stark zur Verabschiedung des Gesetzes. "Es geht nicht um ein Frauenthema, sondern um das Ganze. Ich spreche nicht von einer Quote, sondern von Demokratie. Frauen haben Anspruch auf die Hälfte der Macht - ohne sie ist kein Staat zu machen."  Mit dem Paritätsgesetz, das die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in den Parlamenten sichert, ist Brandenburg bundesweit Vorreiter. Das Gesetz verpflichtet alle Parteien, ihre Landeslisten zur Parlamentswahl zu gleichen Teilen mit Männern und Frauen zu besetzen. Die Parteien können entscheiden, ob die Liste mit einem Mann oder einer Frau beginnt, bei den folgenden Plätzen müssen sich die Geschlechter abwechseln.

Frauenrat | Sinkende Frauenanteile in Deutschlands Parlamenten sind inakzeptabel

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Bayern und Hessen sind aus Sicht des Deutschen Frauenrats einmal mehr alarmierend. In beiden Landesparlamenten sanken die Frauenanteile nach den Wahlen um mehrere Prozent. Elke Ferner, Mitglied im Vorstand des Deutschen Frauenrats und Leiterin des Fachausschusses "Parität", sagte dazu: "Nachdem der Frauenanteil bereits im Bundestag und in fast allen anderen Landtagen in den letzten Jahren gesunken ist, beobachten wir die Entwicklung mit größter Sorge. Es ist bitter, dass 100 Jahre nachdem Frauen ihr Recht zu wählen und gewählt zu werden erstritten, der Frauenanteil in den Parlamenten zurückgeht. In München sitzen nun fast dreimal so viele Männer wie Frauen im Landtag, in Hessen sind nur noch ein Drittel der Abgeordneten Frauen. Damit sind wir 2018 von paritätischer Besetzung in den Landesparlamenten wieder so weit entfernt wie zuletzt in den 1990ern."Weiterlesen >>>

Mehr Frauen in die Parlamente - nur wie? Juristinnenbund veröffentlicht Forderungspapier

Im Jubiläumsjahr 100 Jahre Frauenwahlrecht sitzen gerade mal 30,9 Prozent weibliche Abgeordnete im Bundestag. In den Länderparlamenten sieht es teilweise noch schlechter aus. Die Hoffnung, dass Frauen schon "von allein" mit jeder Wahl mehr repräsentiert sind, habe sich zerschlagen, so der Juristinnenbund. Erste Schritte, eine bessere Beteiligung zu erreichen, nennt der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) in einem Positionspapier. Der djb fordert darin konkrete - auch gesetzliche - Maßnahmen zur Förderung von Parität in den Parlamenten. Das Forderungspapier finden Sie unter www.djb.de/verein/Kom-u-AS/K5/st19-02

Weil wir im Jahr 2018 sind...

Weil-wir-im-Jahr-2018-sindfrauenpolitische Forderungen für Lübeck zur Kommunalwahl 2018
1918 wurde das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt. 100 Jahre später gibt es noch immer viele Lebensbereiche ohne eine wirkliche Gleichstellung von Frauen und Männern. Dies hatte das Frauenbüro Lübeck im Vorfeld der Kommunalwahl zum Anlass genommen, gemeinsam mit Lübeckerinnen frauenpolitische Forderungen zu entwickeln.Weiterlesen >>>

Kommunalpolitik in Mainz - Informatives für interessierte Frauen

Kommunalpolitik-in-MainzWie werde ich Stadträtin oder Ortsbeirätin? Wie werden Wahllisten der Parteien gebildet und wie zeitintensiv ist die Arbeit in einem kommunalpolitischen Gremium? Mit all diesen Fragen beschäftigt sich diese Broschüre des Frauenbüros der Stadt Mainz. Darüber hinaus zeigt sie anhand von Zahlenreihen die Entwicklung des Frauenanteils im Stadtrat seit 1919 - seit der ersten Kommunalwahl, bei der die Mainzerinnen ihr aktives und passives Wahlrecht ausüben konnten.Weiterlesen >>>

Bayern | Frauen haben die Wahl

Frauen-haben-die-Wahl_Muenchen-2018Seit 100 Jahren können Frauen in Deutschland wählen und sich wählen lassen. Trotzdem ist der Frauenanteil im Parlament bei den letzten Bundestagswahlen zurückgegangen und liegt nun bei rund 30 Prozent. Auch im bayerischen Landtag sind Frauen nur mit 28 Prozent vertreten. Um dies zu ändern, hat die Gleichstellungsstelle der Stadt München eine Wahlbroschüre zur aktuell anstehenden Landtagswahl im Oktober 2018 veröffentlicht.Weiterlesen >>>

Landtagswahlrechtsreform | Stellungnahme der LAG Baden-Württemberg

Im Koalitionsvertrag wurde die Reform des Landtagwahlrechts aufgenommen - vor allem um den Frauenanteil im baden-württembergischen Parlament zu heben. Eine Änderung des Landtagswahlrechts sehen die Gleichstellungsbeauftragten als dringend notwendig und längst überfällig an. Mit 24,5% sei der Anteil von Frauen im Landtag niedriger als in allen anderen 15 Landesparlamenten. Daher fordert die LAG, dass das Landtagswahlrecht um eine Listenregelung mit Quotierung ergänzt wird. Die Stellungnahme steht auf der Website der LAG Baden-Württemberg zum Download zur Verfügung.

Geschlechterparitätische Wahlvorschläge - Popularklage in Bayern abgewiesen

Gegenstand des Popularklageverfahrens sind einzelne Regelungen aus dem Wahlvorschlagsrecht der Parteien und Wählergruppen bei den Landtags-, Bezirkstags-, Gemeinde- und Landkreiswahlen. Die Antragstellerinnen und Antragsteller beantragen, wegen der fehlenden geschlechterparitätischen Ausgestaltung dieser Bestimmungen deren Verfassungswidrigkeit und Nichtigkeit festzustellen sowie den Gesetzgeber zu verpflichten, den verfassungswidrigen Zustand zu beseitigen und paritätische Wahlvorschlagsregelungen zu erlassen. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat die Anträge am 26. März 2018 abgewiesen. Die Erwägungen, die zur Entscheidung führten finden Sie im Folgenden.Weiterlesen >>>

Brandenburg | Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Politik - Neues Gutachten zeigt Wege auf

Gutachten-rechtliche-Rahmenbedingungen-politische-Paritaet-BrandenburgDer Anteil von Frauen in der Politik ist auch im Land Brandenburg immer noch sehr gering: In den Gemeindevertretungen beträgt der Frauenanteil im Landesdurchschnitt 23,3 Prozent, im Landtag liegt er bei 36,4 Prozent. Es gibt nur eine Landrätin, und Brandenburgs einzige Oberbürgermeisterin wechselte 2017 in den Bundestag. Gerade einmal 9,6 Prozent aller Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind weiblich. Um die ungleiche Verteilung von Frauen und Männern in den politischen Entscheidungsgremien tatsächlich überwinden zu können, müssten verpflichtende Paritätsregelungen in den Wahlgesetzen verankert werden. Zu diesem Fazit kommt ein Gutachten, das die Universität Potsdam im Auftrag des Frauenministeriums des Landes Brandenburg und der Landesgleichstellungsbeauftragten erstellt hat.Weiterlesen >>>

Frauen in die Kommunalpolitik!

Frauen-in-die-Kommunalpolitik-2016_LadadiGute Politik braucht die Erfahrungen, das Wissen und die Kompetenzen von Frauen und Männern. Die paritätische Besetzung politischer Gremien bleibt jedoch häufig Wunschdenken. Das bestätigt sich auch für den hessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg. Was muss getan werden, um mehr Frauen für kommunalpolitisches Handeln zu gewinnen? Das Büro für Chancengleichheit hat den Frauenanteil in den politischen Gremien des Landkreises und der kreisangehörigen Städte und Gemeinden nach der Kommunalwahl 2016 analysiert und stellt fest: Frauen sind in der Minderheit. Eine Broschüre dokumentiert die Fakten und zeigt Ansatzpunkte für Verbesserungen auf.Weiterlesen >>>

Viertes Genderranking deutscher Großstädte veröffentlicht

Viertes-Genderranking_BoellDie Stadt Erlangen gewinnt das "Genderranking deutscher Großstädte 2017" vor den klassischen Spitzenreiterinnen Trier und Frankfurt am Main. Das Schlusslicht bildet Mülheim an der Ruhr. Dies ist das Ergebnis des mittlerweile vierten Genderrankings deutscher Großstädte, das die Politikwissenschaftler und -wisschaftlerinnen Prof. Dr. Lars Holtkamp, Dr. Elke Wiechmann und Monya Buß von der FernUniversität in Hagen im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung erstellt haben. Dafür haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 73 Großstädte mit über 100.000 Einwohner/innen (ohne Stadtstaaten) anhand ihrer Frauenanteile an kommunalpolitischen Führungspositionen - Ratsmitglieder, Dezernatsleitungen, Ausschuss- und Fraktionsvorsitze - sowie für das Oberbürgermeisteramt verglichen. Die Daten wurden mittels eines Genderindex gewichtet.Weiterlesen >>>

Geschlecht ist politisch

Geschlecht-ist-politischGeschlechterreflexive Perspektiven in der politischen Bildung
Welchen Raum nimmt Geschlecht im Diskurs der politischen Bildung ein? Welchen Einfluss haben renommierte Theorien der Gender und Queer Studies auf die politische Bildungsarbeit? Wie kann das Bildungsziel der Geschlechtergerechtigkeit kritisch weiterentwickelt werden? Diesen Fragen widmet sich das Buch "Geschlecht ist politisch. Geschlechterreflexive Perspektiven in der politischen Bildung". Es ist in drei verschiedene Kapitel geteilt: Im ersten Kapitel wird der theoretische Hintergrund erläutert, während sich das Zweite konkreter mit den gender- und queer-theoretischen Perspektiven für die politische Bildung auseinandersetzt. Abschließend kommt es im dritten Kapitel zu einer Reflexion und Weiterentwicklung der politischen Bildungspraxis.Weiterlesen >>>

Projekt-Evaluation des 5. Niedersächsischen Mentoring Programms

Politik-braucht-Frauen_Projekt-Evaluation"Politik braucht Frauen!" - so lautete der Titel des 5. Niedersächsischen Mentoring-Programms. Die Auswertung des Programms liegt nun vor. Bei einer Veranstaltung am Internationalen Frauentag präsentierte die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Cornelia Rundt, die Ergebnisse der Evaluation. Das Projekt "Politik braucht Frauen!" wurde vor der Kommunalwahl 2016 gestartet, um politikinteressierten Frauen den Weg zur Kandidatur zu erleichtern. Die Auswertung des Programms belegt dessen Erfolg: 41 Prozent der Projekt-Teilnehmerinnen haben ein kommunalpolitisches Mandat erhalten, auf die Liste ihrer Partei schafften es 63 Prozent.Weiterlesen >>>

Studie zum Stand der Gewinnung von Frauen für politische Mandate in Mecklenburg-Vorpommern

Engagiert-vor-Ort_Aktiv-fuer-die-GesellschaftEngagiert vor Ort - Aktiv für die Gesellschaft
Die Gleichstellungsministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Birgit Hesse hat Frauen dazu aufgerufen, sich stärker in der Politik zu engagieren. Noch immer sei der Anteil von Frauen in der Kommunal- und Landespolitik zu gering. Eine neue Studie des Institutes für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock hat ermittelt, dass der Anteil von Frauen in den Kommunalparlamenten in Mecklenburg-Vorpommern bei 25 Prozent liegt. Über einen Zeitraum von 17 Monaten haben Kommunal- und Landespolitikerinnen in Interviews ihren Weg in die Politik und ihre Erfahrungen beschrieben. Dabei wurde deutlich, dass die Vereinbarkeit von politischem Engagement und Familienleben für viele ein Problem darstellt. Die weiteren Ergebnisse der Studie sind nun in einer Broschüre veröffentlicht und stehen auf der Website der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern als pdf-Datei zur Verfügung.

FES | Gender matters! Infobrief mit dem Schwerpunkt 'Wahlen'

Gender Matters! - Der Infobrief zur geschlechterpolitischen Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung: Die Ausgabe Nr. 4 befasst sich mit dem Schwerpunkt "Wahlen" und politische Partizipation.Weiterlesen >>>

Die Frauen im Rat der Landeshauptstadt Hannover 1946-2011

Die-Frauen-im-Rat-der-Landeshauptstadt-Hannover-1946-2011Frauen in der Kommunalpolitik - noch immer nicht selbstverständlich. Um Frauen und ihre Leistungen in der Stadtpolitik sichtbar zu machen, stellt die Historikerin Karin Ehrich die Frauen im Rat der Stadt Hannover vor. Wer waren die Frauen, die von 1946 bis 2011 dem Rat der Landeshauptstadt Hannover angehörten? In diesem Buch mit biographischen Profilen und Porträts werden die Lebenswege, Kompetenzen sowie das politische Wirken vorgestellt.Weiterlesen >>>

Weitere Informationen

Drei Wege zur Parität

Wie genau können wir Parität in den Parlamenten herstellen? Welche Wege und Modelle gibt es eigentlich? Das ist gar nicht so schwer. Der Deutsche Frauenrat zeigt das in einem Erklärvideo.

Zusammensetzung Bundestag nach der Wahl 2017

Bundestag-2017
Im neuen Bundestag sitzen nach vorläufigen Ergebnissen 491 Männer (2013: 402)  und 218 Frauen (2013: 229). Damit schrumpft der Frauenanteil von 36,29 Prozent auf 30,75 Prozent.
Zahlenquelle: www.bundeswahlleiter.de

Frauenanteil in ausgewählten nationalen Parlamenten

Eine aktuelle Liste finden Sie auf dem Statitstikportal Statista.

Kommunalpolitik online lernen

Die Friedrich-Ebert-Stiftung bietet kommunalpolitisch Interessierten vierwöchige E-Learning-Kurse zum praxisorientierten Erlernen des kommunalpolitischen Handwerks an. Infos und Anmeldung: fes-online-akademie.de/elearning-kurse

Helene-Weber-Preis

Das Bundesfamilienministerium lobt seit 2009 den Helene Weber Preis für Kommunalpolitikerinnen aus. Das Vorschlagsrecht für Kandidatinnen haben Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Ausgezeichnet werden jeweils 15 Kommunalpolitikerinnen, die ihr Mandat in der ersten oder zweiten Wahlperiode ausüben und während dieser Zeit bereits zukunftsweisende Projekte umgesetzt haben. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. www.frauen-macht-politik.de

Rheinland-Pfalz | Mehr Frauen in die Politik

 www.mehr-frauen-in-die-politik.rlp.de

Ausstellung - Mütter des Grundgesetzes

Die "Mütter des Grundgesetzes" werden in einer Ausstellung präsentiert. Gezeigt werden die Lebensbilder von vier Politikerinnen, die am Grundgesetz und der verfassungsrechtlichen Verankerung der Gleichberechtigung von Frauen unmittelbar mitgwirkt haben: Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel. Informationen zur Ausstellung unter www.frauen-macht-politik.de

Website zum Bundesförderprogramm 'Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen' geht online!

Bundesfoerderprogramm_GemeinsamGegenGewaltAnFrauen
Das Bundesförderprogramm "Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist Teil des Gesamtprogramms der Bundesregierung zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Ab sofort können sich Interessierte und potenzielle Antragsstellerinnen und Antragsteller auf der neuen Website www.gemeinsam-gegen-gewalt-an-frauen.de rund um das Förderprogramm informieren. Neben zahlreichen Informationen, finden sich hier nun auch sämtliche Dokumente zum Zuwendungsverfahren.

Neu vorgestellt

Auf-den-Spuren-bedeutender-Frauen
Auf den Spuren bedeutender Frauen - mit dem Rad Niedersachsens Frauengeschichte erkunden: Im Rahmen der Initiative frauenORTE Niedersachsen hat der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. eine neue Broschüre herausgegeben. Sie bietet Einblicke in die Vielfalt niedersächsischer Frauengeschichte. Neben Texten zu 42 Frauenpersönlichkeiten gibt es Hinweise zu frauenORTE-Stadtführungen und -Ausstellungen sowie Tipps zu weiteren touristischen Zielen. Die Broschüre möchte außerdem dazu anregen, auf niedersächsischen Fernradwegen von frauenORT zu frauenORT zu radeln. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

September 2020

1.9.2020 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Handlungssicherheit in Beratung, Begleitung und Prävention | Ausgebucht, Hannover

17.9.2020 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen | Ausgebucht, Hannover

22.9.–23.9.2020 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit - Ausgebucht!, Hannover

28.9.–29.9.2020 | Deutscher Präventionstag, online

Oktober 2020

5.10.–6.10.2020 | Fachkraft der Antidiskriminierungsberatung, Lüneburg

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung