Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

100 Jahre später - Wege zur Parität in Brandenburg

100-Jahre-spaeterIm Januar 2019 hat Brandenburg als erstes Bundesland in Deutschland ein Paritätsgesetz mit verpflichtenden Vorgaben für die Landtagswahlen beschlossen. Die Broschüre zeichnet den Weg zu diesem großen Erfolg nach und gibt einen Überblick über weitere Paritäts-Initiativen in anderen Bundesländern.

Die Koalitionsfraktionen aus SPD und DIE LINKE des Landtages hatten sich auf die geänderte Fassung eines Gesetzentwurfes geeinigt, der von der Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN eingebracht worden war. Der Landtag nahm den Gesetzentwurf an.

Damit wurde das Landeswahlgesetz so geändert, dass ab 2020 Frauen und Männer bei der Aufstellung von Landeswahllisten der Parteien gleichermaßen berücksichtigt werden müssen. Die Landeslisten sind nach dem sogenannten Reißverschlussverfahren zu besetzen, das heißt abwechselnd mit Frauen und Männern. Menschen, die nach dem Personenstandsrecht weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden können, können sich vor der Landesversammlung entscheiden, ob sie auf einem Listenplatz für Männer oder Frauen kandidieren wollen.

Die Broschüre "100 Jahre später - Wege zu Parität in Brandenburg" dokumentiert das Zusammenwirken der verschiedenen beteiligten Akteurinnen und Akteure. Das Anliegen ist es, dass Streiterinnen und Streiter für Parität in anderen Bundesländern auf den Erfahrungen in Brandenburg aufbauen können.

Die Broschüre enthält eine Herleitung und Chronologie des Gesetzgebungsprozesses in Brandburg, wesentliche Dokumente sowie eine Sammlung von Ideen für Parität auf der kommunalen Ebene. Sie schließt mit einem Überblick über Paritäts-Initiativen in anderen Bundesländern.

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg, Landesbeauftragte für die Gleichstellung von Frauen und Männern (Hrsg.): 100 Jahre später - Wege zur Parität in Brandenburg, Potsdam 2019

Weitere Informationen

Die Broschüre steht auf der Website des MASGF zum Download bereit und kann dort auch als Druckausgabe bestellt werden.

<<< Zur Beitragsübersicht

Aktuelle Informationen

Liebe Leserinnen und Leser unseres Webangebotes,
in unserem Terminkalender finden sich viele Veranstaltungen, die in den nächsten Wochen stattfinden sollten. Wir können leider nicht überall nachprüfen, ob es aufgrund des Corona-Virus zu Absagen kommt. Bitte kontaktieren Sie selbst die entsprechenden Veranstalterinnen und Veranstalter.

Unsere eigenen Fortbildungen und Termine der nächsten Zeit verschieben wir. Unser Büro ist weiterhin besetzt, einige Kolleginnen arbeiten allerdings im Homeoffice. Wir sind also per Mail und Telefon für Sie erreichbar.
Bleiben Sie alle gesund und guten Mutes!

Ihr Team von Gleichberechtigung und Vernetzung.

Hilfe gegen Gewalt | Angebote des BMFSFJ

Das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" unter der kostenfreien Nummer 08000 116 016 leistet Erst- und Krisenunterstützung, bei Gewalt gegen Frauen gibt es Rat und Hilfe rund um die Uhr, anonym, in insgesamt 18 Sprachen, barrierefrei. Das Hilfetelefon ist online zu erreichen unter www.hilfetelefon.de. Angesichts der Corona-Krise könnten Druck und Konflikte in Familien auch in Gewalt gegen Kinder und Jugendliche münden. Das Bundesfamilienministerium stärkt daher die telefonischen Beratungsangebote. Dazu gehören die "Nummer gegen Kummer" (116 111) für Kinder und Jugendliche oder das Elterntelefon (0800 111 0550). Zudem werden im Netz niedrigschwellige Hilfsangebote für Kinder, Jugendliche und Eltern ausgebaut.

Termine Alle Termine >>>

März 2020

24.3.–29.3.2020 | Internationales Frauenfilmfestival Dortmund | Köln, Köln

April 2020

21.4.2020 | Der Gleichstellungsplan nach dem Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetz - VERSCHOBEN!, Varel

Mai 2020

7.5.–8.5.2020 | Global Forum for Gender Equality, Mexico City

Newsletter

Monatlich erscheint unser Newsletter mit aktuellen Nachrichten, Aktionen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen. Sie können den Newsletter kostenlos abonnieren. Hier geht es zur Anmeldung. Die letzten Ausgaben finden Sie hier als pdf-Datei zum Download.

Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung