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Deutscher Städte- und Gemeindebund | Mehr Frauen in die Kommunalpolitik

Die Kommunalpolitik in Deutschland braucht mehr Frauen in kommunalen Führungspositionen. Derzeit wird nur jedes zehnte Rathaus von einer Frau geführt, auch in den kommunalen Vertretungen sind derzeit nur rund 27 Prozent aller Mandate mit Frauen besetzt. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich zum Ziel gesetzt, diese Situation zu verbessern und den Frauenanteil in der Kommunalpolitik zu erhöhen. Auf dem "1. Deutschen Frauenkongress kommunal" in Mainz kamen daher rund 150 Kommunalpolitikerinnen zusammen, um über Ideen und Konzepte für eine weiblichere Kommunalpolitik zu diskutieren. Den Hauptvortrag im Rahmen der Veranstaltung hielt Bundesministerin Dr. Franziska Giffey.

"Derzeit haben wir zu wenig Frauen in den Kommunalparlamenten und in den Führungspositionen der Kommunalverwaltungen. Das müssen und wollen wir dringend ändern", betonte Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, in seinem Eröffnungsvortrag. "Dabei geht es nicht nur um demokratische Gesichtspunkte, die einen höheren Frauenanteil erfordern. Es geht vielmehr um bessere Politik in den Kommunen insgesamt. Frauen bringen Kompetenzen, Sichtweisen und Erfahrungen mit, die unverzichtbar sind und die örtliche Gemeinschaft stärken."

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey skizzierte die besondere Bedeutung des Themas für die Kommunen: "Nur jedes zehnte Rathaus in Deutschland wird von einer Frau geführt – das dürfen wir so nicht hinnehmen, es ist Zeit, dass sich etwas ändert. Wir feiern dieses Jahr das Jubiläum "100 Jahre Frauenwahlrecht". Ein Recht, das Frauen in harten Auseinandersetzungen erkämpft haben. Wir sind weit gekommen seitdem, aber der Weg ist noch lang. Wenn die Hälfte der Bevölkerung aus Frauen besteht, kann man eigentlich niemandem erklären, warum das in der Politik nicht auch so sein sollte. Ich selber komme aus der Kommunalpolitik und war die erste Frau im Amt der Bürgermeisterin von Neukölln. Darum freue ich mich ganz besonders, beim "1. Deutschen Frauenkongress kommunal" zu sein. Ich freue mich über das Zeichen, das der Deutsche Städte- und Gemeindebund damit setzt und darüber, dass so viele Frauen gekommen sind, um sich zu vernetzen und gemeinsam für Gleichberechtigung einzutreten. Denn eines ist klar: Frauen können alles. Das ist Fakt und Forderung zugleich", sagte Giffey anlässlich des 1. Deutschen Frauenkongresses.

Auf dem Frauenkongress wurde zudem die "Mainzer Resolution" für mehr Frauen in Führungsverantwortung in Kommunen vorgestellt. Darin fordert der Deutsche Städte- und Gemeindebund unter anderem ein Leitbild Frauenförderung in der Kommunalpolitik. So sollen etwa die Sitzungen in den Kommunalparlamenten familienfreundlicher ausgestaltet werden, sowohl was Tagungszeiten als auch Teilnahmeverpflichtungen betrifft. Auch die Themen Nachwuchsgewinnung und die Etablierung eines positiven Leitbildes der Kommunalpolitik werden aufgegriffen. Schließlich sollten auch Mentoringprogramme auf Bundes- und Landesebene weiter ausgeweitet werden. Die Mainzer Resolution ruft die Kommunalpolitikerinnen dazu auf, weibliche Netzwerke zu bilden und einander zu unterstützen. "Wenn es darauf ankommt, gilt derzeit leider immer noch viel zu häufig das Prinzip Männer fördern Männer", stellte Landsberg fest.

Auf dem 1. Deutschen Frauenkongress kommunal präsentierten zahlreiche erfolgreiche Frauen ihre Konzepte und Strategien, um sich in der kommunalen Politik zu behaupten und durchzusetzen. Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Feuerwehr stellten in einem umfangreichen Themenblock ihre Sichtweise auf den Frauenalltag in Kommunen dar. "Wir haben heute viele erfolgreiche Frauen erleben dürfen, die Vorbilder und Wegbereiter für eine weiblichere Kommunalpolitik sein können. Das macht Mut und schafft Motivation. Frauenförderung muss Leitbild und Leitgedanke in der Kommunalpolitik werden", so Landsberg abschließend.

Hintergrund zum 1. Deutschen Frauenkongress kommunal:
Die Konferenz wurde vom Deutschen Städte- und Gemeindebund in Kooperation mit dem Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz, dem Städtetag Rheinland-Pfalz, dem Bayerischen Gemeindetag, dem Hessischen Städte- und Gemeindebund, dem Hessischen Städtetag, dem Gemeindetag Baden-Württemberg und dem Saarländischen Städte- und Gemeindetag initiiert. Die Konferenz bildete den Auftakt für eine Reihe an Veranstaltungen rund um das Thema Frauenförderung in der Kommunalpolitik. Der 2. Deutsche Frauenkongress kommunal ist für das Jahr 2020 geplant.

Weitere Informationen

Pressemitteilung des DStGB vom 3.9.2019

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Bundesfoerderprogramm_GemeinsamGegenGewaltAnFrauen
Das Bundesförderprogramm "Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist Teil des Gesamtprogramms der Bundesregierung zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Ab sofort können sich Interessierte und potenzielle Antragsstellerinnen und Antragsteller auf der neuen Website www.gemeinsam-gegen-gewalt-an-frauen.de rund um das Förderprogramm informieren. Neben zahlreichen Informationen, finden sich hier nun auch sämtliche Dokumente zum Zuwendungsverfahren.

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Auf-den-Spuren-bedeutender-Frauen
Auf den Spuren bedeutender Frauen - mit dem Rad Niedersachsens Frauengeschichte erkunden: Im Rahmen der Initiative frauenORTE Niedersachsen hat der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. eine neue Broschüre herausgegeben. Sie bietet Einblicke in die Vielfalt niedersächsischer Frauengeschichte. Neben Texten zu 42 Frauenpersönlichkeiten gibt es Hinweise zu frauenORTE-Stadtführungen und -Ausstellungen sowie Tipps zu weiteren touristischen Zielen. Die Broschüre möchte außerdem dazu anregen, auf niedersächsischen Fernradwegen von frauenORT zu frauenORT zu radeln. weiterlesen >>>

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September 2020

1.9.2020 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Handlungssicherheit in Beratung, Begleitung und Prävention | Ausgebucht, Hannover

17.9.2020 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen | Ausgebucht, Hannover

22.9.–23.9.2020 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit - Ausgebucht!, Hannover

28.9.–29.9.2020 | Deutscher Präventionstag, online

Oktober 2020

5.10.–6.10.2020 | Fachkraft der Antidiskriminierungsberatung, Lüneburg

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung