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Frauen in die Kommunalpolitik!

Frauen-in-die-Kommunalpolitik-2016_LadadiGute Politik braucht die Erfahrungen, das Wissen und die Kompetenzen von Frauen und Männern. Die paritätische Besetzung politischer Gremien bleibt jedoch häufig Wunschdenken. Das bestätigt sich auch für den hessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg. Was muss getan werden, um mehr Frauen für kommunalpolitisches Handeln zu gewinnen?

Das Büro für Chancengleichheit hat den Frauenanteil in den politischen Gremien des Landkreises und der kreisangehörigen Städte und Gemeinden nach der Kommunalwahl 2016 analysiert und stellt fest: Frauen sind in der Minderheit. Eine Broschüre dokumentiert die Fakten und zeigt Ansatzpunkte für Verbesserungen auf.

Das Grundgesetz verpflichtet insbesondere die politischen Parteien und ihre Mitglieder, sich für die Durchsetzung der Gleichberechtigung einzusetzen. Es gilt, hinzuschauen, weshalb die geschlechtergerechte Besetzung von Mandaten, Gremien und Ämtern nicht gelingt.

Mehr Präsenz von Frauen in den Parlamenten beginnt zum Beispiel mit der Aufstellung ausgewogener Listen von Wahlvorschlägen. Ob den Frauen dabei das novellierte Hessische Kommunalwahlgesetz vom 1. April 2016 helfen wird, bleibt abzuwarten.
Öffentliche Aufmerksamkeit schafft ein Ranking der Kommunen. Es zeigt, wo sich die meisten Frauen kommunalpolitisch engagieren - und wo Nachholbedarf besteht. So wird der Wettbewerb der Kommunen um den Frauenanteil gefördert. Das Beispiel Groß-Umstadt zeigt, wie dieses Instrument wirkt.

Auf Ebene der Verwaltung verlangt das novellierte Hessische Gleichberechtigungsgesetz (HGlG), dass die Mitglieder von Gremien aller Art mindestens zur Hälfte mit Frauen zu besetzen sind. Ziel ist es, im Interesse ausgewogener Entscheidungen die Sichtweise von Frauen und Männern in das Verwaltungshandeln mit einzubeziehen.

Die Broschüre zeigt: Veränderung ist notwendig und möglich. Warum? Frei nach Kanadas Premierminister Justin Trudeau: Weil wir 2017 haben!

Kreisausschuss des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Büro für Chancengleichheit (Hrsg.): Frauen in die Kommunalpolitik!

Weitere Informationen

Kontakt
Büro für Chancengleichheit des Landkreises Darmstadt-Dieburg
Monika Abendschein
Telefon (06151) 881 10 42
chancengleichheit@ladadi.de
www.ladadi.de/chancengleichheit

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'Zuhause nicht sicher?' - Poster-Aktion gegen Häusliche Gewalt

Zuhause-nicht-sicher_Poster-Aktion
In der Corona-Krise können Konflikte und häusliche Gewalt zunehmen. Hilfe zu finden, ist gerade jetzt für viele schwer. Die Poster-Aktion des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend "Zuhause nicht sicher?" informiert zu Hilfeangeboten - im Supermarkt oder im eigenen Hausflur. Alle interessierten Unternehmen, Verwaltungen, Vereine oder Privatpersonen, die die Aktion unterstützen wollen, finden die Postervorlage in verschiedenen Formaten zum Download unter staerker-als-gewalt.de.

Aktuelle Infos | Coronavirus

Corona-Spezial
Wir sammeln aktuelle Informationen und Hinweise zur Corona-Pandemie für Gleichstellungsbeauftragte. In erster Linie geht es dabei um Hilfen bei Häuslicher Gewalt, Angebote von Frauenhäusern und Beratungsstellen. Aber auch Fragen zur finanziellen Situation von Frauen, insbesondere Alleinerziehende. Die derzeit besonders sichtbare Systemrelevanz der Care-Berufe versuchen wir hier für Sie darzustellen. Zur Themenseite.

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Juni 2020

2.6.2020 | Töchter des Aufbruchs | Film und Diskussion, online

8.6.2020 | Care Arbeit: Wer kümmert sich? Und wenn kümmert's?, online

September 2020

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17.9.2020 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen | Ausgebucht, Hannover

22.9.–23.9.2020 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit, Hannover

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung