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Bundesregierung beschließt CEDAW-Bericht

Kombinierter-siebter-und-achter-Bericht-der-BRD-zu-CEDAWDie Bundesregierung hat den siebten und achten Bericht der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) beschlossen. Der kombinierte siebte und achte Staatenbericht erläutert, welche Maßnahmen Deutschland (Bund und Länder) zwischen dem 1. Januar 2007 und dem 31. Dezember 2014 zur Umsetzung der Gleichstellung der Frau getroffen hat. Die Bundesrepublik Deutschland kommt mit diesem Bericht ihrer Verpflichtung aus Artikel 18 des VN-Frauenrechtsübereinkommens nach, regelmäßig über die Umsetzung zu berichten. Der Bericht wird in den kommenden Wochen dem CEDAW-Ausschuss der Vereinten Nationen offiziell zugeleitet.

Der kombinierte siebte und achte CEDAW-Staatenberichts konzentriert sich auf die abschließenden Bemerkungen des CEDAW-Ausschusses zum sechsten Staatenbericht Deutschlands, in denen der Ausschuss Empfehlungen u.a. zu folgenden Bereichen abgegeben hatte:

  • Gleichberechtigte Partizipation von Frauen in allen Bereichen der Gesellschaft
  • Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt
  • Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen
  • Erreichen der Entgeltgleichheit, Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Abbau geschlechterspezifischer Stereotype
  • Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und des Menschenhandels
  • Förderung der Frauengesundheit
  • Integration von Migrantinnen
  • Dialog mit transsexuellen und intersexuellen Menschen

Zuletzt hatte Deutschland 2007 den sechsten Staatenbericht vorgelegt. In den Abschließenden Bemerkungen zu diesem Bericht hat der CEDAW Ausschuss Deutschland aufgefordert, den nächsten periodischen Bericht als kombinierten 7.und 8. Staatenbericht vorzulegen. Damit ergibt sich ein Berichtszeitraum von 2007 bis 2014.

Das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (VN-Frauenrechtsübereinkommen, engl.: CEDAW) ist das wichtigste internationale Abkommen für die Rechte der Frau. Es verbietet die Diskriminierung von Frauen in allen Lebensbereichen und verpflichtet die Vertragsstaaten, die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Frauen umzusetzen. Deutschland hat das VN-Abkommen bereits 1985 ratifiziert.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Kombinierter siebter und achter Bericht der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW), Berlin 2015

Weitere Informationen

Weitere Informationen unter: www.bmfsfj.de oder www.un.org/womenwatch/daw/cedaw

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Aktuelle Aktion

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Mit dem Hanna-Jursch-Preis der Evangelischen Kirche in Deutschland können alle herausragenden wissenschaftlich-theologischen Arbeiten ausgezeichnet werden, in denen Gender- bzw. geschlechterspezifische Perspektiven eine wesentliche Rolle spielen. Das Thema der aktuellen Ausschreibung lautet: Lebensformen und Beziehungsweisen. Konstruktionen und Dekonstruktionen von Heteronormativität. Der Hauptpreis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Geschäftsführung liegt beim Referat für Chancengerechtigkeit der EKD. Die Arbeiten sind möglichst mit Gutachten bis zum 17.2.2020 einzureichen. Alle weiteren Informationen zum Preis und zur Ausschreibung unter www.ekd.de/hanna-jursch-preis-info-25087.htm

Broschüre der Woche

Cedaw-Broschuere-VNST
Was ist eigentlich die UN-Frauenrechtskonvention? Warum nennen manche Leute sie CEDAW? Was regelt die Konvention? Welche Auswirkungen hat ein internationales Gleichstellungsinstrument auf Kommunen? Und wer überprüft die Einhaltung? Diesen und anderen Fragen geht die Broschüre "Die UN-Frauenrechtskonvention in der politischen Praxis" auf den Grund. weiterlesen >>>

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18.7.–19.7.2019 | Geschlechtergerechte Jungenarbeit, München

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17.9.2019 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Hannover

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