Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

HSBN 2019 | Armutsrisiko von Alleinerziehenden bleibt hoch

HSBN-2019Das Niedersächsische Sozialministerium hat im Juli 2019 die zehnte Ausgabe des Berichts zur Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) vorgelegt. Der diesjährige Bericht zeigt, dass erstmals seit langem die Armutsgefährdung in Niedersachsen gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig ist. Für Alleinerziehende ist das Armutsrisiko jedoch noch immer besonders hoch.Weiterlesen >>>

Juristinnenbund zum 'Starke Familien Gesetz'

Das Bundeskabinett hat den Entwurf eines Gesetzes zur zielgenauen Stärkung von Familien (Starke-Familien-Gesetz) verabschiedet. Darin werden insbesondere der sogenannte Kinderzuschlag reformiert und die Leistungen für Bildung und Teilhabe verbessert. Mit dem Gesetz, das zum 1. Januar 2020 in Kraft treten soll, plant die Bundesregierung Familien mit kleinen Erwerbseinkommen stärker zu unterstützen. Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) begrüßt, dass künftig mehr Kinder, die in Armut leben oder von Armut gefährdet sind, durch diese Reformen erreicht werden sollen. Auch werden einige bürokratische Hürden im Leistungszugang abgebaut. "Der Gesetzentwurf geht in die richtige Richtung. Er beseitigt einige Konstruktionsfehler des Kinderzuschlages und des Bildungs- und Teilhabepaktes. Allerdings wirken sich manche Regelungen nachteilig für Alleinerziehende aus. Hier muss dringend nachgebessert werden", fordert Prof. Dr. Maria Wersig, die Präsidentin des djb.Weiterlesen >>>

Starke-Familien-Gesetz

Die Bundesregierung hat den Entwurf des 'Starke-Familien-Gesetzes' beschlossen. Der Entwurf zur Unterstützung von Familien mit kleinen Einkommen und für bessere Teilhabechancen von Kindern wurde vom Bundesfamilien- und Bundesarbeitsministerium auf den Weg gebracht. Mit dem Gesetz soll der Kinderzuschlag neu gestaltet werden, zugleich werden die Leistungen für Bildung und Teilhabe für Kinder und Jugendliche verbessert.Weiterlesen >>>

Bündnis für bezahlbares Wohnen in Niedersachsen

Das "Bündnis für bezahlbares Wohnen in Niedersachsen" hat im November auf dem 16. Wohnungspolitischen Kongress in Hannover erste Arbeitsergebnisse vorgelegt. Im Bündnis arbeiten rund 60 Organisationen, Verbände, Kammern, Kommunen und Unternehmen mit der Landesregierung zusammen. Auch der Landesfrauenrat ist in die Arbeit einbezogen. Das Ziel des Landesfrauenrates, die besonderen Bedarfe von Frauen - wie Frauenhausbewohnerinnen oder auch Alleinerziehende - in den Focus der Bündnispartner zu rücken, ist in einem ersten Schritt umgesetzt worden. In den Empfehlungen der AG "Entwicklung im Bestand" ist aufgenommen worden: "Unterbringung insbesondere von Frauen aus Frauenhäusern durch den gezielten einvernehmlichen Ankauf von Belegungsbindungen." Informationen zum Bündnis sowie die Empfehlungen des Kongresses finden Sie unter www.buendnis-fuer-bezahlbares-wohnen.niedersachsen.de

Armutsrisiko Geschlecht. Armutslagen von Frauen in Deutschland

Armutsrisiko-GeschlechtDie Nationale Armutskonferenz (nak) macht mit einer Broschüre auf Armutslagen von Frauen in Deutschland aufmerksam. Unter dem Titel "Armutsrisiko Geschlecht" gibt sie Einblick in die Lebenslagen von Frauen, die stärker als andere von dauerhafter Armut bedroht sind: Frauen mit Migrationshintergrund, erwerbslose Frauen, alleinerziehende Frauen, Frauen mit Gewalterfahrung. Sie werden gesellschaftlich und in ihren Erwerbschancen gegenüber anderen benachteiligt und sind zum Teil von mehreren Diskriminierungen gleichzeitig betroffen.Weiterlesen >>>

Statistikbericht zur Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen 2018

HSBN-Bericht-2018Der Statistikbericht zur Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) 2018 bringt gute und schlechte Nachrichten für die Gleichstellung: Immer mehr Mütter mit minderjährigen Kindern in Niedersachsen sind erwerbstätig. Ein existenzsicherndes Einkommen erzielen Frauen mit ihrer Arbeit jedoch häufig nicht: 82,3 % der Teilzeitbeschäftigten in Niedersachsen waren im Jahr 2016 Frauen.Weiterlesen >>>

Armutsgefährdung

Das Armutsrisiko war im Jahr 2016 in den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg mit 11,9% und Bayern mit 12,1% am geringsten. Das bundesweit höchste Armutsrisiko wies Bremen mit 22,6 % auf, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 21,4% und Mecklenburg-Vorpommern mit 20,4%. Ein besonders hohes Armutsrisiko haben Erwerbslose. Auch Alleinerziehende und ihre Kinder sind überdurchschnittlich armutsgefährdet. 42,4% der Alleinerziehenden-Haushalte im früheren Bundesgebiet und 46,9% dieser Haushalte in den neuen Ländern waren 2016 armutsgefährdet. Während in Berlin 34,5% der Alleinerziehenden-Haushalte von Armut bedroht waren, traf dies in Sachsen-Anhalt auf 60,0% der Alleinerziehenden-Haushalte zu. Statistisches Bundesamt, www.destatis.de

Kostenübernahme für Verhütungsmittel | Bund fördert Modellprojekte

Kostenuebernahme-Verhuetungsmittel_biko-FlyerFrauen mit Anspruch auf Sozialleistungen müssen die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel zukünftig nicht mehr selbst tragen – auch wenn sie über 20 Jahre alt sind. Voraussetzung ist, dass sie ihren Wohnort an einem der sieben Projektstandorte haben: Erfurt/Artern, Halle (Saale), Lübeck, Ludwigsfelde (Landkreis Teltow-Fläming), Recklinghausen/Marl/Gladbeck, Saarbrücken oder Wilhelmshaven und Landkreis Friesland. Diese Standorte nehmen bis Ende Juni 2019 an dem bundesweiten Modellprojekt "biko – Beratung, Information und Kostenübernahme bei Verhütung" des pro familia Bundesverbands e.V. teil. Ab sofort können sich Frauen in den Beratungsstellen von pro familia informieren und das Angebot der Kostenübernahme nutzen. Das Modellprojekt soll unter anderem zuverlässige Daten für den tatsächlichen Bedarf an einer Kostenübernahme liefern. Langfristig könnte diese Erhebung die Grundlage für eine bundesweite Regelung bilden. Gefördert wird das Modellprojekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mehr zum Projekt unter www.biko-verhuetung.de.

Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen: Alleinerziehende und ältere Frauen besonders von Armut bedroht

Das Niedersächsische Sozialministerium hat die 8. Ausgabe des Berichts zur Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) vorgelegt. Diese richtet den Blick insbesondere auf die Entwicklung der Armutsgefährdung, hier vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Es zeigt sich: Erwerbslose sind am häufigsten arm, dicht gefolgt von Alleinerziehenden und Personen mit einem niedrigen Qualifikationsniveau. Jedes fünfte Kind in Niedersachsen ist von Armut und damit von sozialer Ausgrenzung bedroht. Die Armutsgefährdung von Frauen über 65 Jahre ist im Vergleich zu 2010 deutlich gestiegen.Weiterlesen >>>

Armuts- und Reichtumsbericht

Im Jahr 2001 hat die Bundesregierung den ersten Armuts- und Reichtumsbericht vorgelegt. Mit diesem Bericht begann die kontinuierliche Berichterstattung über Fragen der sozialen Integration und der Wohlstandsverteilung in Deutschland. Aktuell liegt der 5. Bericht vor, der im Juni 2017 im Bundestag vorgestellt wurde. Den aktuellen Bericht sowie alle vorangegangen Veröffentlichungen finden Sie unter www.armuts-und-reichtumsbericht.de.

Armutsbericht 2016: Alleinerziehende besonders betroffen

Armutsbericht-2016Ein Verharren der Armutsquote in Deutschland auf einem hohem Niveau stellt der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Armutsbericht fest. Zu den Hauptrisikogruppen zählen Alleinerziehende und Erwerbslose. Auch die Kinderarmutsquote liegt mit 19 Prozent nach wie vor deutlich über dem Durchschnitt von 15,4 Prozent, wobei die Hälfte der armen Kinder in Haushalten Alleinerziehender lebt. Die Armutsquote Alleinerziehender liegt bei sogar 42 Prozent. Die Ursache dafür sieht der Armutsbericht unter anderem in den gegebenen familien- und sozialpolitischen Strukturen. Mehr dazu auf der Website zur Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen www.sozialberichterstattung-niedersachsen.de.

Die Armut ist weiblich

Die-Armut-ist-weiblichDie Broschüre des Paritätischen NRW "Die Armut ist weiblich" rückt den spezifisch weiblichen Blickwinkel auf das Thema Armut in den Fokus. Denn Frauen sind in praktisch allen Lebenslagen häufiger von Armut betroffen als Männer. Dies belegen auch aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes.Weiterlesen >>>

BAG Kampagne Frauenarmut


Mit einer bundesweiten Kampagne, die gemeinsam mit Studierenden der Design-Akademie Berlin umgesetzt wird, will die BAG kommunaler Frauenbüros auf die erschreckend hohe Zahl von Armut bei Frauen hinweisen. Betroffen sind Frauen aller Generationen, besonders häufig trifft es Alleinerziehende und Rentnerinnen.Weiterlesen >>>

Weitere Informationen

Bildungspaket

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Sozialhilfe erhalten oder deren Eltern den Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen, haben grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf Leistungen aus dem Bildungspaket. Informationen zu den einzelnen Leistungen, eine Übersicht aller Anlaufstellen nach Bundesland sowie die Telefonnummer zum "Bürgertelefon zum Bildungspaket" finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Kostenlose Verhütungsmittel für Hartz IV-EmpfängerInnen

pro familia fordert mit einer Kampagne kostenlose Verhütungsmittel für Menschen mit geringem Einkommen. Weitere Informationen auf der Website von pro familia.

Hier geht es zum Thema Alterssicherung.

www.arbeitsmarktreform.de
SGB II-Informationsplattform des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit aktuellen Kennzahlen und Fachinformationen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende.

Aktuelle Aktion

Gender-Award_BAG
Am 9. Dezember 2019 wurde er vergeben: Der "Gender Award - Kommune mit Zukunft 2019". Ausgezeichnet für ihre herausragende strategische Arbeit zur Gleichstellung von Frauen und Männern wurden mit dem 1. Preis die Stadt München, mit dem 2. Preis die Stadt Bochum, den 3. Platz belegt die Stadt Brühl. Mit dieser Auszeichnung möchte die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Kooperation mit dem Bundesfrauenministerium kreative und erfolgreiche Frauen- und Gleichstellungspolitik in Kommunen ehren. Gleichzeitig soll mit der Auszeichnung das besondere Engagement für Gleichstellungsarbeit vor Ort stärker sichtbar gemacht werden. Schirmherrin des Preises ist die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Dr. Franziska Giffey. www.frauenbeauftragte.org

Broschüre der Woche

Goettinger-Strassen_BdW
Das Gleichstellungsbüro der Stadt Göttingen hat eine Broschüre über Frauen, die in Göttingen gelebt haben, oder deren Wirken in Deutschland und der Welt so bedeutend war, dass auch in Göttingen an sie erinnert werden soll herausgegeben. Auf 85 Seiten informiert das Heft über das Leben dieser Pionierinnen, Wohltäterinnen und Vorkämpferinnen, und bietet anschauliche Einblicke in deren Leben und Wirken. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

Dezember 2019

17.12.2019 | Fair Pay Best Practice Summit, Berlin

18.12.2019 | Frauenrechte sind Menschenrechte! 40 Jahre UN-Frauenrechtskonvention, Berlin

Januar 2020

14.1.2020 | Öffentlichkeitsarbeit für Gleichstellungsbeauftragte, Hannover

Februar 2020

5.2.2020 | Fortbildung für Verwaltungsmitarbeiterinnen von Gleichstellungsbeauftragten, Hannover

18.2.–22.2.2020 | meccanica feminale, Villingen-Schwenningen

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Kalendermonatsblatt

12_Kalender-VNST_Dezember
Der Frauenkalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2019 widmet sich dem Thema "Europa". Lesen Sie hier unseren Beitrag für den Monat Dezember: "Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte und Istanbul-Konvention"