Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

HSBN 2019 | Armutsrisiko von Alleinerziehenden bleibt hoch

HSBN-2019Die Armutsgefährdung in Niedersachsen ist leicht rückläufig, doch für Alleinerziehende ist das Armutsrisiko noch immer besonders hoch. Das belegen Zahlen des diesjährigen Berichts zur Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN).

Das Niedersächsische Sozialministerium hat im Juli 2019 die zehnte Ausgabe des Berichts zur Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) vorgelegt.
Der diesjährige Bericht zeigt, dass erstmals seit langem die Armutsgefährdung in Niedersachsen gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig ist: In 2017 lag die Armutsgefährdungsquote bei 15,8 Prozent und betrifft rund 1,2 Millionen Menschen in Niedersachsen. Dabei sind Erwerbslose (55,9 Prozent), Alleinerziehende (42,1 Prozent) und Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit (41 Prozent) nach wie vor besonders betroffene Gruppen.

Auch die bestehende Armutsgefährdung von Kindern und Jugendlichen ist im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht zurückgegangen, allerdings ist immer noch mehr als jedes fünfte Kind von Armut bedroht (20,6 Prozent). Familien mit drei oder mehr Kindern sind besonders von Armut betroffen (29,5 Prozent).

Niedersachsens Sozialministerin Dr. Carola Reimann zeigt sich anlässlich der Vorstellung des Berichtes erfreut darüber, dass die Armutsgefährdung in Niedersachsen gegenüber dem Vorjahresbericht leicht gesunken ist. "Dennoch bleibt die Armutsbekämpfung weiterhin ein wichtiges Ziel der Landesregierung", so Dr. Carola Reimann: "Auch wenn die Zahlen zurückgehen, ist jedes Kind in Armut ein Kind zu viel. Deshalb tragen wir mit verschiedenen Maßnahmen dazu bei, Familien, insbesondere Kinder, aus der Armut zu holen." Beispielhaft seien etwa der Einsatz Niedersachsens für die Einführung einer Kindergrundsicherung und die Arbeit der Landesstiftung "Familie in Not".

Der Bericht zur HSBN wird durch das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) erstellt und vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung herausgeben.

<<< Zur Beitragsübersicht

Stell Dir vor, es ist Wahl und keine geht hin!

Stell-Dir-vor-es-ist-Wahl
In diesem Jahr können die Menschen in Rheinland-Pfalz gleich zwei Mal zur Wahl gehen. Am 14. März wird der neue Landtag gewählt, am 26. September der neue Bundestag, und im Landkreis Trier-Saarburg findet am gleichen Tag die Landratswahl statt. Aus diesem Anlass haben die Gleichstellungsbeauftragten der Region Trier sechs kurze Videos unter dem Motto: "Stell Dir vor, es ist Wahl und keine geht hin!" erstellen lassen. Auf witzige und ironische Weise nimmt Marlies Blume in diesen Filmen das Thema unter die Lupe: Ja, ich will! | Es geht um die Wurst | Die Systemrelevanz auf zwei Beinen | Mitmischen statt Staubwischen | Platzhirschgegockele und Zickenkrieg | Frauen und Männer müssen sich befruchten. Zu sehen sind die Filme auf youtube.

Neu vorgestellt

Handreichung-Gendersensible-Sprache-Bremer-Verwaltung
Die "Handreichung gendersensible Sprache in der Bremer Verwaltung" liefert eine Vielfalt von Erklärungen, Hinweisen und Vorschlägen, wie Amtssprache nicht nur Männer, sondern Frauen, Trans- und Interpersonen gleichermaßen anspricht. Das im Aus- und Fortbildungszentrum angedockte Kompetenzteam Bürger:innenservice und Kommunikation hat auf 20 Seiten eine umfangreiche Sammlung vorgelegt, wie gendersensibel formuliert werden kann. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

März 2021

5.3.–11.3.2021 | NEIN! GEGEN HÄUSLICHE GEWALT! | Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Online

8.3.2021 | Internationaler Frauentag, weltweit

8.3.2021 | Gleichberechtigung – keinen Schritt zurück in Corona-Zeiten!, Nds. Landtag / online

9.3.2021 | 3. Fachtagung der Initiative Klischeefrei, online

10.3.2021 | Equal Pay Day, deutschlandweit/ europaweit

Newsletter

Monatlich erscheint unser Newsletter mit aktuellen Nachrichten, Aktionen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen. Sie können den Newsletter kostenlos abonnieren. Hier geht es zur Anmeldung. Die letzten Ausgaben finden Sie hier als pdf-Datei zum Download.

Kalender 2021 | Zwölf von uns - Monika Hauser

03_Kalenderblatt-Maerz_2021
Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2021 stellt zwölf Frauen vor, die sich besonders einsetzen, um unsere Welt gerechter zu machen. Hier unser Beitrag für den Monat März: Monika Hauser studierte Medizin, weil sie Menschen helfen und ganzheitlich unterstützen wollte. Der jungen Gynäkologin vertrauten Frauen oft Geschichten über erlittene Misshandlungen und Vergewaltigungen an. Um Patientinnen zu stärken, gründete sie u.a. Gesprächsgruppen und eröffnete eine Beratungsstelle für Schwangerschaftsabbrüche.
weiterlesen >>>