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Armutsrisiko Geschlecht. Armutslagen von Frauen in Deutschland

Armutsrisiko-GeschlechtDie Nationale Armutskonferenz (nak) macht mit einer Broschüre auf Armutslagen von Frauen in Deutschland aufmerksam. Unter dem Titel "Armutsrisiko Geschlecht" gibt sie Einblick in die Lebenslagen von Frauen, die stärker als andere von dauerhafter Armut bedroht sind: Frauen mit Migrationshintergrund, erwerbslose Frauen, alleinerziehende Frauen, Frauen mit Gewalterfahrung. Sie werden gesellschaftlich und in ihren Erwerbschancen gegenüber anderen benachteiligt und sind zum Teil von mehreren Diskriminierungen gleichzeitig betroffen.

Festgefahrene Rollenklischees und institutionelle Strukturen erschweren ein gleichberechtigtes Miteinander von Männern und Frauen. Oft liegt Armut von Frauen darin begründet, dass sie unbezahlte Care-Arbeit für die Familie leisten und / oder durch langfristige Teilzeitbeschäftigung geringe eigene Rentenansprüche erwerben. Ungleiche Lebensbedingungen, einseitig auf das Ernährermodell ausgerichtete finanzielle Anreize und das lückenhafte Angebot der frühkindlichen Bildungseinrichtungen tragen zu diesen Problemen bei. Die familien- und frauenunfreundliche Arbeitswelt und die Unterbewertung "klassischer" Frauenberufe verstärken die Chancenungleichheit.

Fachfrauen aus den Mitgliedsverbänden und verbundenen Initiativen bzw. Organisationen der Nationalen Armutskonferenz stellen in aufschlussreichen Beiträgen das Thema mit hoher Kompetenz und reichlich praktischer Erfahrung dar. Sie machen nicht nur die vielen Facetten weiblicher Armut deutlich, sondern zeigen, wie Frauen von Diskriminierungen betroffen sein können.

Nationale Armutskonferenz c/o Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband / Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. (Hrsg.): Armutsrisiko Geschlecht. Armutslagen von Frauen in Deutschland. Berlin, Oktober 2017.

Weitere Informationen

Die Broschüre steht auf der Website der nak zum Download bereit. www.nationale-armutskonferenz.de

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Frankfurt | Plakatkampagne gegen Übergriffe im öffentlichen Raum gestartet

Plakatkampagne-Uebergriffe-oeffentlicher-Raum
"Alle Frauen und Mädchen haben das Recht auf Respekt" - so lautet der Slogan einer neuen Plakatkampagne des Frauenreferats der Stadt Frankfurt am Main gegen Übergriffe im öffentlichen Raum. Die Plakatmotive der Kampagne sind inspiriert von Erfahrungen und Forderungen von Mädchen und jungen Frauen. An über 600 Litfaßsäulen und Plakatwänden sind ihre Appelle zu sehen. weiterlesen >>>

Neu vorgestellt

Frauenkalender-2021
Zwölf Frauen stellen wir in unserem Kalender 2021 vor. "Zwölf von uns". Frauen, die zu den Themen, unter denen Frauen leiden, die Frauen zugemutet werden, tätig sind. Zwölf Frauen, die sich besonders einsetzen, um unsere Welt gerechter zu machen. In der Politik, im Recht, in der Kirche, in der Wirtschaft.
Ein hochwertiges Geschenk für Ihre Netzwerkpartnerinnen und -partner, Rats- und Kreistagsmitglieder und andere, die Sie zum Jahreswechsel beschenken wollen, mit denen Sie sich für Frauenrechte und für Menschenrechte engagieren wollen. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

September 2020

22.9.–23.9.2020 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit - Ausgebucht!, Hannover

28.9.–29.9.2020 | Deutscher Präventionstag, online

Oktober 2020

5.10.–6.10.2020 | Fachkraft der Antidiskriminierungsberatung, Lüneburg

7.10.2020 | Fortbildung für Verwaltungsmitarbeiterinnen von Gleichstellungsbeauftragten, Hannover

7.10.2020 | Gründen als Antwort auf die VUCA-Welt - Vision, Understanding, Clarity und Agility, online

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung