Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen: Alleinerziehende und ältere Frauen besonders von Armut bedroht

Das Niedersächsische Sozialministerium hat die 8. Ausgabe des Berichts zur Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) vorgelegt. Diese richtet den Blick insbesondere auf die Entwicklung der Armutsgefährdung, hier vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Es zeigt sich: Erwerbslose sind mit 58,5 Prozent am häufigsten arm, dicht gefolgt von Alleinerziehenden (46,6 Prozent) und Personen mit einem niedrigen Qualifikationsniveau (41,6 Prozent). Jedes fünfte Kind in Niedersachsen ist von Armut und damit von sozialer Ausgrenzung bedroht. Die Armutsgefährdung von Frauen über 65 Jahre ist im Vergleich zu 2010 deutlich gestiegen.

Die Niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt betonte in diesem Zusammenhang noch einmal die Bedeutung der Einführung einer Kindergrundsicherung. Eine Bund-Länder Arbeitsgruppe unter Federführung des Niedersächsischen Sozialministeriums überprüft derzeit die finanziellen, rechtlichen, organisatorischen und sozialpolitischen Rahmenbedingungen für dieses Vorhaben.

Mit der HSBN stellt die Landesregierung eine qualifizierte Sozialberichterstattung zur Verfügung, die alle sozialpolitisch relevanten Regionaldaten und Analysen enthält. Inhaltlich reicht sie von Demografie und Familienstrukturen über Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Bildung bis zu Sozialleistungen. So legt sie wesentliche gesellschaftliche Dynamiken und Wandlungsprozesse offen und ist deutlich umfassender und auch effizienter, als es eine bloße Armuts- und Reichtumsberichterstattung sein könnte.

Zum vierten Mal hat die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. (LAG FW) einen Anlagenbericht zur HSBN erstellt. Mit dem Titel "Leben in Nachbarschaft - von Menschen mit und ohne Behinderung" werden insbesondere die Themen des inklusiven Handelns, der Beteiligung von Betroffenen und die Fragen nach adäquaten Wohnformen von Menschen mit und ohne Behinderung aufgegriffen.

Für Hanna Naber, Vorsitzende der LAG FW, ist besonders auffällig, dass sich die Armutsgefährdung älterer Menschen erhöht hat. So gelten inzwischen 17,5 Prozent aller Frauen über 65 als von Armut bedroht; eine Steigerung um 3,8 Prozent im Vergleich zu 2010.

Weitere Informationen

Quelle: Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung vom 20. Juni 2017, www.ms.niedersachsen.de

Der Bericht steht auf der Website des des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung zum Download bereit.

<<< Zur Beitragsübersicht

Stell Dir vor, es ist Wahl und keine geht hin!

Stell-Dir-vor-es-ist-Wahl
In diesem Jahr können die Menschen in Rheinland-Pfalz gleich zwei Mal zur Wahl gehen. Am 14. März wird der neue Landtag gewählt, am 26. September der neue Bundestag, und im Landkreis Trier-Saarburg findet am gleichen Tag die Landratswahl statt. Aus diesem Anlass haben die Gleichstellungsbeauftragten der Region Trier sechs kurze Videos unter dem Motto: "Stell Dir vor, es ist Wahl und keine geht hin!" erstellen lassen. Auf witzige und ironische Weise nimmt Marlies Blume in diesen Filmen das Thema unter die Lupe: Ja, ich will! | Es geht um die Wurst | Die Systemrelevanz auf zwei Beinen | Mitmischen statt Staubwischen | Platzhirschgegockele und Zickenkrieg | Frauen und Männer müssen sich befruchten. Zu sehen sind die Filme auf youtube.

Neu vorgestellt

Handreichung-Gendersensible-Sprache-Bremer-Verwaltung
Die "Handreichung gendersensible Sprache in der Bremer Verwaltung" liefert eine Vielfalt von Erklärungen, Hinweisen und Vorschlägen, wie Amtssprache nicht nur Männer, sondern Frauen, Trans- und Interpersonen gleichermaßen anspricht. Das im Aus- und Fortbildungszentrum angedockte Kompetenzteam Bürger:innenservice und Kommunikation hat auf 20 Seiten eine umfangreiche Sammlung vorgelegt, wie gendersensibel formuliert werden kann. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

März 2021

5.3.–11.3.2021 | NEIN! GEGEN HÄUSLICHE GEWALT! | Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Online

8.3.2021 | Internationaler Frauentag, weltweit

8.3.2021 | Gleichberechtigung – keinen Schritt zurück in Corona-Zeiten!, Nds. Landtag / online

9.3.2021 | 3. Fachtagung der Initiative Klischeefrei, online

10.3.2021 | Equal Pay Day, deutschlandweit/ europaweit

Newsletter

Monatlich erscheint unser Newsletter mit aktuellen Nachrichten, Aktionen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen. Sie können den Newsletter kostenlos abonnieren. Hier geht es zur Anmeldung. Die letzten Ausgaben finden Sie hier als pdf-Datei zum Download.

Kalender 2021 | Zwölf von uns - Monika Hauser

03_Kalenderblatt-Maerz_2021
Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2021 stellt zwölf Frauen vor, die sich besonders einsetzen, um unsere Welt gerechter zu machen. Hier unser Beitrag für den Monat März: Monika Hauser studierte Medizin, weil sie Menschen helfen und ganzheitlich unterstützen wollte. Der jungen Gynäkologin vertrauten Frauen oft Geschichten über erlittene Misshandlungen und Vergewaltigungen an. Um Patientinnen zu stärken, gründete sie u.a. Gesprächsgruppen und eröffnete eine Beratungsstelle für Schwangerschaftsabbrüche.
weiterlesen >>>