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Gerecht und Geschlecht - Neue sprachkritische Glossen

Gerecht-und-GeschlechtSpitzfindig, satirisch und geistreich präsentiert sich das Buch von Luise F. Pusch. Die feministischen, sprachkritischen Glossen, vorwiegend aus dem frauenpolitisch turbulenten Jahr 2013, kommen zwar unterhaltsam frech daher, drehen sich im Kern jedoch ganz und gar nicht um leichte Kost. Denn obwohl sich durch die jahrzehntelange, aktive Frauenbewegung schon vieles zum Besseren gewandelt hat, bleiben für die Autorin vor allem auf der sprachlichen Ebene viele Benachteiligungen für das weibliche Geschlecht bestehen.

Die deutsche Sprache als Männersprache, die durch das generische Maskulinum die Frauen unsichtbar mache, stellt ein großes Ärgernis für Pusch da. Für die Praxis empfiehlt sie deswegen schlichtweg das generische Femininum zu verwenden. Allerdings weist sie prophylaktisch darauf hin, dass auf die Unterschlagung des männlichen Geschlechts nicht mit altbekanntem Langmut reagiert wird, den man vom entgegengesetzten Fall kennt.

Die Autorin zeigt den Leserinnen und Lesern des Buches nicht nur Lücken des deutschen Wortschatzes, sondern informiert auch über die bereits erzielten Erfolge und, dass sich die feministische Linguistik auch gegen die sprachliche Diskriminierung von Männern einsetzt.

Alle, die ihre Augen schon einmal an die Umsetzung der von Pusch geforderten Ideale für die deutsche Sprache gewöhnen möchten, lesen auf ihr anraten hin die Erzählungen der Gebrüder Grimm - denn für die beiden war schon damals die Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache selbstverständlich.

Luise F. Pusch: Gerecht und Geschlecht - Neue sprachkritische Glossen, Wallstein Verlag, Göttingen 2014, 9,90 Euro

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung