Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Aktuelles Thema

BUKO 2021 | Gleichstellung digital: Grenzen überschreiten - Horizonte öffnen

Unter dem Motto "Gleichstellung digital" greift die 26. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten das hochaktuelle Thema Digitalisierung auf. Die Konferenz fand erstmalig als digitale Veranstaltung in Flensburg am 30.08.2021 und 31.08.2021 statt. Rund 400 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte aus ganz Deutschland schalteten sich virtuell in Foren, Vorträge und Workshops zu, um sich über Digitalisierung unter dem Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit auszutauschen. Weitere Themen der Konferenz waren die Arbeitssituation der Pflegebranche, Gewalt gegen Frauen, die Notwendigkeit kostenfreier Verhütungsmittel, die Abschaffung des § 218 und 219a StGB. Bundesfrauenministerin Christine Lambrecht eröffnete die Konferenz mit einem Grußwort: "Wir wollen die Digitalisierung nutzen, um unsere Gesellschaft gerechter und moderner zu machen. Die Gleichstellung von Frauen und Männern wollen wir weiter voranbringen.Weiterlesen >>>

Kommunalwahlen in Niedersachsen | Landesfrauenrat ruft zur Wahl auf

Im Superwahljahr 2021 stehen am 12.09.2021 in Niedersachsen Kommunalwahlen und am 26.09.2021 Bundestagswahlen an. Bürgerinnen und Bürger können mit ihrer Stimme bestimmen wer die politischen Mehrheiten bildet. Demokratische Wahlen sind eine konkrete Möglichkeit, Politik aktiv mitzugestalten. Daher ruft der Landesfrauenrat alle Bürgerinnen und Bürger auf zu wählen! Mit der LAG Gleichstellung wurden Wahlprüfsteine erarbeitet. Angelehnt an den Wahlprüfsteinen können den Kandidatinnen und Kandidaten Fragen gestellt werden. www.landesfrauenrat-nds.de

Verbesserungen im Elterngeld treten in Kraft

Das Bundesfamilienministerium weist auf zahlreiche Verbesserungen im Elterngeld hin. Sie gelten für alle Eltern von Kindern, die ab dem 1. September 2021 geboren werden. Ziel ist es, Familien mehr zeitliche Freiräume zu verschaffen und die partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienzeiten zwischen den beiden Elternteilen weiter zu unterstützen - entsprechend der Wünsche und Vorstellungen von Eltern, insbesondere Vätern. Daneben sollen Eltern besonders früh geborener Kinder stärker unterstützt werden. Eltern und Elterngeldstellen profitieren von Vereinfachungen und rechtlichen Klarstellungen.Weiterlesen >>>

Befragung 'Erfahrungen mit dem Mutterschutz am Arbeitsplatz'

Der Deutsche Gewerkschaftsbund führt eine Befragung zum Thema Mutterschutz am Arbeitsplatz durch. Gesundheitsschutz für Schwangere und Stillende und ihr Kind am Arbeits-, Ausbildungs- und Studienplatz während der Schwangerschaft, aber auch für Mütter nach der Geburt und in der Stillzeit - das ist ein Ziel des reformierten Mutterschutzgesetzes von 2018. Überdies soll das Gesetz die Fortsetzung der Beschäftigung oder sonstigen Tätigkeit in dieser Zeit ohne Gefährdung der Gesundheit ermöglichen und Benachteiligungen während der Schwangerschaft, nach der Geburt und in der Stillzeit entgegenwirken. Ob und wie das gelingt, hängt maßgeblich davon ab, wie das Mutterschutzrecht in Betrieben und Verwaltungen umgesetzt wird. Daher hat der DGB eine Online-Befragung gestartet, die sich an werdende Mütter und Mütter richtet. Die Befragung läuft bis zum 16. Oktober 2021. Die Ergebnisse sollen Anfang 2022 veröffentlicht werden. Die Umfrage finden Sie unter www.dgb.de/mutterschutz

Kampagne 'LassEs!' gegen Belästigungen in Schwimmbädern

In der Stadt Nordhorn haben Bäderbetriebe, Gleichstellungsbeauftragte und Kriminalprävention der Polizei in diesem Sommer eine gemeinsame Aktion gegen Belästigungen in Schwimmbädern initiiert. Mit der Kampagne "LassEs!" sollen die Badegäste ermutigt werden, nicht zu schweigen, wenn sie selber eine kompromittierende Situation erlebt oder beobachtet haben. In einigen deutschen Schwimmbädern wird bereits mit ähnlichen Kampagnen gearbeitet. Es ist wichtig, in den Schwimmbädern neben dem Personal auch die Badegäste zu sensibilisieren. Die Kampagne präsentiert vier Themenbereiche: "Nicht Gaffen/Nicht Grabschen/Keine körperliche Gewalt/Kein Mobbing". Jedes Thema wird einzeln in verschiedenen Sprachen auf Plakaten und im Flyer angesprochen. Darüber hinaus werden Beispiele für mögliche Belästigungssituationen und konkrete Hilfsangebote für Opfer genannt. Diese können auch für Gewaltsituationen außerhalb von Schwimmbädern nützlich sein. Auch auf der Internetadresse www.lass-es.eu finden sich die Informationen und Beratungsstellen zum Thema.

UN Women | Frauenrechtlerinnen in Afghanistan brauchen dringend Schutz!

UN Women hat einen offenen Brief an die Bundesregierung geschickt und um Hilfe für Frauen in Afghanistan gebeten:
"Wir bitten Sie eindringlich, neben den Botschaftsangehörigen, Mitarbeitenden der Entwicklungshilfeorganisationen und den Ortskräften so viele Frauenrechtlerinnen wie möglich zusammen mit ihren Familien aus Afghanistan zu retten. Diese mutigen Frauen haben sich als Politikerinnen, Journalistinnen, Juristinnen, Ärztinnen und Mitarbeiterinnen von Frauenorganisationen für Frauen- und Kinderrechte eingesetzt und damit für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft. Viele von ihnen haben jahrelang gegen alle Widerstände vertrauensvoll mit den westlichen Ländern zusammengearbeitet. Sie haben die gleiche, wenn nicht sogar noch schlimmere Behandlung durch die Taliban zu befürchten als die anderen Gruppen. Wir dürfen sie Folter und Mord durch die Taliban nicht schutzlos ausliefern. Elke Ferner, Vorsitzende UN Women Deutschland" #HelftAfghanistansFrauen, www.unwomen.de

Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover unterstützt Kampagne zur Pflegereform

Pflegekräfte sind keine Ware. Dass sie unter inakzeptablen Bedingungen arbeiten, war schon vor der Corona-Pandemie nicht hinnehmbar. Deshalb unterstützt Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, die Kampagne "Pflegerebellion" der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG). Eine Pflegereform muss demnach Wahlkampfthema und Auftrag der nächsten Bundesregierung sein. Dabei sind die dramatischen Zustände in der Pflege - eklatanter Fachkräftemangel, psychische wie physische Überlastung des Personals, schlechte Bezahlung - seit Langem bekannt. Wie Petra Mundt betont, betrifft diese Problematik auch die Gleichstellung der Geschlechter: Weil Pflegekräfte mehrheitlich weiblich sind, leiden Frauen hier besonders. Es sollte gleichsam niemand vergessen, dass es überwiegend Frauen sind, die die häusliche, unbezahlte Pflege von Angehörigen leisten. Auch die Situation dieser großen, für die Gesellschaft immens wichtigen Gruppe gilt es dringend zu verbessern. Mundt: "Wir sollten überlegen, ob nicht die Einführung einer Entgeltersatzleistung längerer Dauer, analog zum Elterngeld, hilfreich wäre. Die bisherigen Regelungen sind nicht ausreichend." Weitere Informationen zur BAG-Kampagne gibt es unter pflegerebellion.de.

Erstes Treffen der G20 Gleichstellungsministerinnen und -minister mit Schwerpunkt Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Zum ersten Mal überhaupt wird es am 26.08.2021 ein Treffen der Gleichstellungsministerinnen und -minister der G20 geben. Die "Conference on Women´s Empowerment" wird von Italien in Santa Margherita Ligure ausgerichtet. Italien hat 2021 den Vorsitz der G20-Staatengemeinschaft inne. Bislang gab es für Gleichstellungsthemen kein eigenständiges G20-Format. Die Premiere nun zeigt die gewachsene Bedeutung der Gleichstellung im internationalen Kontext. Die Konferenz wird sich insbesondere mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gleichstellung der Geschlechter befassen. Der Schwerpunkt liegt auf der ökonomischen Perspektive. Aus aktuellem Anlass soll auch über die dramatische Situation von Frauen und Mädchen in Afghanistan gesprochen werden. Daneben stehen auch Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie der Gewaltschutz von Frauen auf der Agenda. www.bmfsfj.de

Hannover: Förderpreis 'Frauen machen Standort'

Noch bis einschließlich 20. September 2021 können sich Unternehmerinnen und Gründerinnen für den Stadt-Hannover-Preis "Frauen machen Standort" 2021 bewerben. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Bewerben können sich Unternehmerinnen, Soloselbstständige oder Freiberuflerinnen sowie Geschäftsführerinnen oder Frauen in Führungspositionen, die seit mindestens drei Jahren erfolgreich am hannoverschen Markt sind.Weiterlesen >>>

Zweites Führungspositionengesetz in Kraft getreten

Mit dem Inkrafttreten des zweiten Führungspositionengesetzes (FüPoG II) am 12. August 2021 gelten weitere Vorgaben für mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Vorstands- und Aufsichtsgremien großer deutscher Unternehmen, für Unternehmen mit Bundesbeteiligung sowie für bestimmte Spitzenposten im öffentlichen Dienst. Das FüPoG II baut auf den Regelungen des ersten Führungspositionengesetzes von 2015 auf und entwickelt diese fort.Weiterlesen >>>

Rheinland-Pfalz | Familienministerium fördert erste Beratungsstelle für männliche Betroffene von häuslicher Gewalt

Erstmals fördert das Land Rheinland-Pfalz eine Beratungsstelle für Männer, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Zwar richtet sich die Gewalt in Partnerschaften zum Großteil gegen Frauen, doch waren 2019 von 394 Opfern von Mord und Totschlag innerhalb der Partnerbeziehung in Deutschland 23 Prozent männlich. Bundesweit gibt es aktuell nur sehr wenige Einrichtungen, die sich speziell an Männer als Betroffene wenden. Das Ziel des Pilotprojektes ist es, den Fokus auf die Gruppe betroffener Männer zu richten und ein neutrales und sicheres Beratungsangebot für die Zielgruppe zu schaffen.Weiterlesen >>>

Rheinland-Pfalz | Datenbank 'Finanzielle Hilfen für Frauen' wieder online

"Welche Unterstützung kann ich als Frau bekommen, wenn ich mich selbstständig machen möchte? Welche Zuschüsse kann meine Fraueninitiative für eine Veranstaltung beantragen?" Antworten auf solche Fragen gibt in Rheinland-Pfalz das erweiterte Internetangebot "Finanzielle Hilfen für Frauen" des Frauenministeriums. "Frauen haben keine Zeit zu verlieren. Unser Informationsangebot bietet ihnen eine gezielte Unterstützung bei der Suche nach finanziellen Hilfen und Beratung", erklärte Frauenministerin Katharina Binz. Neue Förderprogramme sind im Zuge einer Aktualisierung aufgenommen worden, darunter auch Hilfsprogramme des Bundes und des Landes im Zusammenhang mit der Corona-Krise. "Sobald es Förderprogramme für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe gibt, nehmen wir auch sie in die Datenbank auf," ergänzte Frauenministerin Binz.Weiterlesen >>>

Stader Erklärung

Stader-Erklaerung
Die internationale Konferenz "Fair Pay – Wie geht es besser in Skandinavien" widmete sich Fragen der Entgeltgleichheit und Arbeitsmarktpolitik in Deutschland und Skandinavien. Im Nachgang der Veranstaltung wurde die Stader Erklärung erarbeitet.
Die Dokumentation der Veranstaltung und die Stader Erklärung finden Sie unter www.cedaw-stade.de

Kalender 2022 'Kunst und Kultur'

Kalender-GuV-2022
Der Kalender 2022 von Gleichberechtigung und Vernetzung hat das Thema "Frauen in Kunst und Kultur": Ein weiblicher Bereich? Mitnichten. Wer verdient hier das große Geld? Wer entscheidet? Kunst und Kultur wirkt auf Rollenbilder; durch die Inhalte und durch die Darstellung, aber auch durch Protagonistinnen und Protagonisten: Wer steht hinter der Kamera, vor dem Orchester? Aber die gute Nachricht ist: Frauen holen auf! Alle Informationen zum Kalender und zur Bestellung finden Sie hier: weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

Oktober 2021

4.10.2021 | Forderungen an die Gleichstellungspolitik nach Corona, Berlin / online

5.10.2021 | Vorbereitung der 66. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission, online

6.10.2021 | Der Gleichstellungsplan nach dem Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetz, Hannover

7.10.2021 | Antifeministen und Frauenhasser auf dem Vormarsch, online

8.10.–10.10.2021 | Komponistinnen und Dirigentinnen im Musikleben heute, München

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Kalender 2021 | Zwölf von uns - Kristina Hänel

09_Kalenderblatt-September_2021
Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2021 stellt zwölf Frauen vor, die sich besonders einsetzen, um unsere Welt gerechter zu machen. Hier unser Beitrag für den Monat September: Kristina Hänel ist Allgemeinmedizinerin und Notärztin. Sie engagiert sich seit 1981 für Frauengesundheit, arbeitete lange für Pro Familia und gründete Wildwasser Gießen mit. Außerdem bietet sie bis heute Therapeutisches Reiten für traumatisierte Kinder an. weiterlesen >>>

Weitere Informationen

Stellenausschreibungen

Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

Stadt Emden: Gleichstellungsbeauftragte

Die Stadt Emden sucht eine Gleichstellungsbeauftragte. Die Bestellung zur Gleichstellungsbeauftragten und die Übernahme der Leitung der Gleichstellungsstelle sollen zum 01.03.2022 erfolgen. Die Vergütung der Stelle erfolgt nach Entgeltgruppe 11 TVöD/ eine Besoldung nach Besoldungsgruppe A 12 NBesG. Bewerbungsschluss: 24.09.2021. Weitere Informationen auf der Website der Stadt Emden