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Gleichstellungsministerin Carola Reimann: 'Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit. Dafür setzte ich mich weiter ein!'

Noch immer beträgt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Niedersachsen in Bezug auf den Bruttostundenlohn im Durchschnitt 20 Prozent. Diese Ungerechtigkeit thematisiert der Equal Pay Day am 18. März. "Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit. Dieser eigentlich selbstverständliche Grundsatz wurde auch 2018 bei der Bezahlung von Frauen und Männern nicht eingehalten", kritisiert Sozial- und Gleichstellungsministerin Carola Reimann.

Der Aktionstag steht dieses Jahr unter dem Motto "Wertsache Arbeit". Hierbei geht es um die Frage, wie die Erwerbstätigkeit von Frauen aufgewertet werden kann. So sind es meistens die Frauen, die in schlechter bezahlten Branchen und Berufen arbeiten. Eine Folge hiervon sind in der Regel schlechtere berufliche Aufstiegschancen. In diesem Zusammenhang fordert Dr. Carola Reimann, dass insbesondere soziale Berufe finanziell aufgewertet werden müssen: "Im sozialen Bereich sind mehrheitlich Frauen tätig. Um echte Lohngerechtigkeit zu erreichen, braucht es eine angemessene Vergütungsstruktur. Dafür setzte ich mich weiter ein!"

Wenn die Höhe des Gehaltes in Betrieben ein Tabuthema sei, werde ungerechte Bezahlung begünstigt, so Gleichstellungsministerin Carola Reimann weiter. "Deshalb ist es wichtig, dass wir über Geld sprechen!" Seit Anfang 2018 ist es gesetzlich geregelt, dass Frauen in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten erfragen können, wie viel ihre männlichen Kollegen durchschnittlich verdienen.

Auch wenn es im Vergleich immer um Stundenlöhne geht: die großen Unterschiede beim Arbeitsvolumen von Frauen und Männern sind ebenfalls für das Lohngefälle verantwortlich."Wer mehr Zeit für seinen Beruf aufwenden kann, hat natürlich auch bessere Aufstiegsmöglichkeiten", so die Ministerin. Sie weist darauf hin, dass Frauen im Vergleich zu Männern mehr als doppelt so viel Zeit für unbezahlte Tätigkeiten wie Hausarbeit, Kindererziehung, Pflege von Angehörigen und ein Ehrenamt aufwendeten. "Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist daher eines meiner zentralen politischen Anliegen", sagt Dr. Carola Reimann und kündigt noch für dieses Jahr ein Handlungskonzept zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf an.

Weitere Informationen

www.ms.niedersachsen.de
Pressemitteilung vom 15.3.2019

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