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Sprachkurse für geflüchtete Frauen mit Kindern - Neues Förderprogramm des Landes gestartet

Geflüchteten Frauen das Erlernen der deutschen Sprache und damit die Integration erleichtern - das ist das Ziel eines neuen Förderprogramms des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Im Rahmen des Programms unterstützt das Ministerium sogenannte Basissprachkurse, die sich gezielt an geflüchtete Frauen mit Kindern wenden, mit insgesamt rund 2,3 Millionen Euro. Das Besondere: Alle geförderten Anbieter müssen auch eine Kinderbetreuung gewährleisten.

Hintergrund
Der Frauenanteil in den Basissprachkursen liegt bislang bei nur rund 30 Prozent. Vor allem geflüchtete Mütter konnten mit den regulären Angeboten für den Spracherwerb nur schwer erreicht werden. "Es fehlt oft schlicht die Möglichkeit, die Kinder unterzubringen. Mit den speziell für diese Zielgruppe konzipierten Angeboten wollen wir hier Abhilfe schaffen", sagt Björn Thümler, Minister für Wissenschaft und Kultur. "Auch für die Bildungschancen der Kinder ist es wesentlich, dass beide Elternteile die deutsche Sprache beherrschen."

Integrationsförderung über Spracherwerb hinaus
Um die Integration der über den Spracherwerb hinaus zu fördern, wird die Sprachförderung durch Besuche in Betrieben oder in Beratungsstellen, Kitas und kulturellen Einrichtungen ergänzt. Damit soll die Integration der Frauen über das reine Erlernen der Sprache hinaus gefördert werden. 35 Einrichtungen aus ganz Niedersachsen haben Anträge zur Durchführung von insgesamt 75 Kursen gestellt. Rund 700 Frauen können so erreicht werden. Die ersten Kurse starten am kommenden Donnerstag, den 1. März

Thümler: "Die große Nachfrage bei den Kursanbietern zeigt, dass der Bedarf vor Ort da ist. Viele potenzielle Teilnehmerinnen müssten mit dem Spracherwerb sonst warten, bis ihr Kind einen Kitaplatz hat. Ich freue mich, dass wir den betroffenen Frauen künftig Angebote zur Sprachförderung machen können, die ihre Situation berücksichtigen."

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Aktuelle Aktion

JungeOper-Hannover
Mit einem grotesk-komischen Unterton hinterfragt Komponistin Elena Kats-Chernin in ihrer Oper "Iphis" (geeignet für Kinder ab 13 Jahren) Rollen- und Geschlechterbilder und erzählt mit lustvoll zupackender Musik eine turbulente Familienkomödie. Für Schulklassen werden nach der Vorstellung an der Jungen Oper Hannover Workshops angeboten, in denen die Schülerinnen und Schüler interaktiv der "gender awareness" auf den Grund gehen. Weitere Infos gibt es auf www.genderundschule.de.

Broschüre der Woche

20-Jahre-Netzwerk-Gewaltschutz
Seit zwei Jahrzehnten arbeitet das Netzwerk Gewaltschutz in Stadt und Region Darmstadt-Dieburg zusammen. Eine Broschüre würdigt die engagierte Zusammenarbeit für einen verbesserten Schutz für betroffene Frauen, Mädchen und Jungen. Sie zeigt Meilensteine aus 20 Jahren der Entwicklung auf.
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Dezember 2018

12.12.–13.12.2018 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit | Basisseminar für kommunale Gleichstellungsbeauftragte - Ausgebucht!, Hannover

Januar 2019

30.1.2019 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen - Ausgebucht!, Hannover

Februar 2019

6.2.2019 | Fortbildung für Verwaltungsmitarbeiterinnen von Gleichstellungsbeauftragten, Hannover

27.2.–28.2.2019 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit, Hannover

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