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Gleichstellungsministerinnen der Bundesländer fordern Maßnahmen gegen sexistische Werbung

Die Bundesregierung soll Kommunen aktiv unterstützten, wenn sie gegen sexistische Werbung im öffentlichen Raum vorgehen. Für diese Aufforderung hat Niedersachsen heute bei der Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister in Bremerhaven die Unterstützung aller Bundesländer erhalten. Zudem werden die Kommunalen Spitzenverbände gebeten, sich bei ihren Mitgliedern für entsprechende Maßnahmen einzusetzen, um Sexismus in der Werbung offen zu benennen und ihm entgegen zu treten. "Geschlechterdiskriminierende Werbung verfestigt Einstellungen und Strukturen in der Gesellschaft, die zu ganz konkreten Benachteiligungen von Frauen führen - das können wir nicht hinnehmen", sagte Niedersachsens Sozial- und Gleichstellungsministerin Carola Reimann aus Anlass der einstimmigen Verabschiedung des niedersächsischen Antrags. Es sei besorgniserregend, dass nach wie vor vielerorts Sexismus in der Werbung zu beobachten sei.

Kommunen haben die Möglichkeiten, eindeutig sexistische Werbung im öffentlichen Raum zu untersagen. Erste Kommunen machen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Bei einer Veranstaltung des Niedersächsischen Sozialministeriums am Internationalen Frauentag 2018 hatten sich Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok und Regionspräsident Hauke Jagau ausdrücklich zu diesem Ziel bekannt und zugesagt, sexistischer Werbung entgegenzutreten. Werbung ist dann sexistisch, wenn Menschen stark klischeehaft dargestellt werden, ohne dass dieses in Bezug zum beworbenen Produkt steht - in der überwiegenden Zahl der Fälle sind Frauen betroffen. Herabsetzende Darstellungsweisen seien nicht zu tolerieren, so Dr. Carola Reimann: "Frauen sind nicht nur von direkten sexuellen Belästigungen betroffen, sondern werden gerade in der Werbung immer noch auf Rollenklischees und ihr Geschlecht reduziert. Damit muss jetzt Schluss sein."

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Aktuelle Aktion

Lebendiger-FrauenKalender-2019
Auch in 2019 gibt es wieder das Projekt "Lebendiger FrauenKalender Ostfriesland": in 12 Veranstaltungen wird jeden Monat das Wirken einer historischen Frau auf der Ostfriesischen Halbinsel vorgestellt, bzw. Themen aufgegriffen, die einen Bezug zur Gegenwart herstellen und Perspektiven für die Zukunft aufzeigen. Auf dem Programm stehen Vorträge, Erzähltheater, geführte Routen, Ausstellungen, Konzerte und mehr. Initiiert wurde das Projekt vom "Runden Tisch FrauenLeben in Ostfriesland". Das Programm steht unter www.emden.de/frauenlebeninostfriesland zum Download bereit.

Broschüre der Woche

Das-Private-ist-Politisch
Vom Landesstreik 1918 bis zur Demonstration für Lohngleichheit 2018: Frauen in der Schweiz kämpfen seit jeher für ihre Rechte. Die Fachzeitschrift für Frauenfragen fragt nach Motiven, Aktionsformen und Zielen von prominenten Aktivistinnen. Fachartikel, Porträts, Interviews und viele historische Bilder zeigen: Das Private ist politisch! weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

Januar 2019

30.1.2019 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen - Ausgebucht!, Hannover

Februar 2019

6.2.2019 | Fortbildung für Verwaltungsmitarbeiterinnen von Gleichstellungsbeauftragten - Ausgebucht!, Hannover

14.2.2019 | One Billion Rising for Justice | Weltweiter Aktionstag für Gerechtigkeit, weltweit

27.2.–28.2.2019 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit - Ausgebucht!, Hannover

März 2019

8.3.2019 | Internationaler Frauentag, weltweit

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Kalendermonatsblatt

01_Kalender-VNST_Januar
Der Frauenkalender der Vernetzungsstelle 2019 widmet sich dem Thema "Europa". Lesen Sie hier unseren Beitrag für den Monat Januar: Europa ist weiblich - Schöpfungskraft und Kulturbringerin