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'Gender Award - Kommune mit Zukunft' verliehen


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Der "Gender Award - Kommune mit Zukunft" der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten richtet sich an alle Kommunalverwaltungen in Deutschland, die innovative Projekte, Maßnahmen und Aktivitäten im Interesse der Gleichstellung von Frauen und Männern initiiert und dauerhaft umgesetzt haben. Drei Kommunen wurden mit dem Preis ausgezeichnet. Platz eins belegte die Region Hannover, den zweiten Platz die Stadt Frankfurt am Main und die Stadt Düsseldorf ist auf Platz drei.

Schirmfrau Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Bedeutung des Preises für die kommunale Gleichstellung: "Die ausgezeichneten Kommunen haben erkannt: Frauen machen Kommunen stark. Mit ihrer vorbildlichen Gleichstellungsarbeit legen die Kommunen die Grundlage dafür, dass Kommunalpolitik nicht mehr nur von Männern für Männer gemacht wird. Sondern dass Kommunalpolitik als gemeinsame Aufgabe aller begriffen wird. Denn nirgendwo sonst kann Politik Männer und Frauen so passgenau unterstützen, wie in den Kommunen."

Die Region Hannover hat es geschafft, eine hervorragende Struktur für Gleichstellungsarbeit in der Region aufzubauen, so die einhellige Meinung der Jury. So gibt es regelmäßige Arbeitstreffen der Gleichstellungsbeauftragten in der Region. Das ermöglicht unter anderem eine abgestimmte Veranstaltungsplanung und gleichstellungspolitische Positionierung. Die Region tut überdurchschnittlich viel für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie/ Pflege für Frauen und Männer. Neben Angeboten zum mobilen Arbeiten, der Förderung einer aktiven Übernahme von Sorgearbeit durch Väter, Möglichkeiten von Führen in Teilzeit hat die Region eine eigene Kinderbetreuung geschaffen.
Im Bereich Gesundheitsförderung, dem Schwerpunktthema des diesjährigen Gender Awards, gibt es viele Angebote für die Beschäftigten und für Bürgerinnen und Bürger. Besonders hervorzuheben ist die Schulung für neue Führungskräfte zum Thema psychische Belastungen am Arbeitsplatz. Besonders beeindruckt hat die Jury die Umsetzung von Gender Mainstreaming - also der Berücksichtigung der Auswirkungen aller Vorhaben auf Frauen und Männer. Dafür wurde eine Gender-Koordinationsstelle eingerichtet.

Die Stadt Frankfurt am Main wurde wegen ihrer herausragenden strukturellen Aspekte ihrer Gleichstellungsarbeit mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Mit einem internen Gleichstellungsbüro und einem externen Frauenreferat steht ein großer Personalpool für die Gleichstellungsarbeit der Kommune bereit. Daneben verfügt die Stadt Frankfurt über eigene Gleichstellungsbeauftragte in den Eigenbetrieben und der Branddirektion. Die Bewerbung hat die Verzahnung und Kooperation der beiden unabhängigen Stellen eindrücklich vermitteln können. In ihren Ausschreibungen legt die Stadt bei neuen Führungspositionen einen großen Wert auf "Genderkompetenz".
Die Stadt Frankfurt ist der Europäischen Gleichstellungscharta beigetreten und hat hierfür im Frauenreferat sowohl personelle als auch finanzielle Ressourcen zur Verfügung gestellt. Im Bereich "Arbeitsmarktsituation von Frauen" wurden sowohl geschlechtsspezifische Daten erhoben als auch Kampagnen umgesetzt, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Das Frauenreferat hat mit seiner Beteiligung an der bundesweiten Kampagne "Frauen Macht Kommune" oder eigenen Kampagnen wie "Armut ist eine Frau" sowie "Respekt stoppt Sexismus" aktuelle Themen eindrucksvoll aufgegriffen und andere Kommunen damit inspiriert.

Dritte Preisträgerin ist die Stadt Düsseldorf. Der Jury gefiel unter anderem der Gleichstellungsausschuss, durch den eine regelmäßige Kommunikation mit der Politik sichergestellt wird. Mit dem Aktionsplan zur Europäischen Gleichstellung von Frauen und Männern hat Düsseldorf ebenfalls einen gleichstellungspolitischen Schwerpunkt gesetzt, der den Bürgerinnen und Bürgern deutlich macht, welche Aktivitäten in der Stadt zum Thema Gender und Sport umgesetzt werden sollen.
Jährliche Zielvereinbarungen mit dem Oberbürgermeister und der Stadtverwaltung stellen sicher, dass es einen kontinuierlichen Austausch zum Thema Gleichstellung von Frauen und Männer gibt. Darüber hinaus erstellt die Stadt einen Bericht zur Lebenssituation von Frauen, an dem sich gleichstellungspolitische Fortschritte ablesen lassen.

Weitere Informationen

www.frauenbeauftragte.org

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Aktuelle Aktion

Karlsruhe-Stadt-der-Frauen
Karlsruhe: Stadt der Frauen?! - Die Stadträtinnen des Karlsruher Gemeinderates und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Karlsruhe laden am 27. Juni 2018 Frauen, Frauenorganisationen und -Projekte zu einer Anhörung und einem Austausch ein. Sie möchten so einen öffentlichen Raum schaffen, in dem Anliegen, Verbesserungsvorschläge und auch Engagement von Frauen sichtbar werden und sich Frauen besser vernetzen können. zum Veranstaltungsflyer

Broschüre der Woche

Bundesforum-Maenner_Positionen-Perspektiven
Das Bundesforum Männer, Interessenverband für Jungen, Männer & Väter e.V., setzt sich im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit gegen Diskriminierung und Benachteiligungen ein. Die zentralen Positionen und Perspektiven seiner Arbeit wurden in einer Broschüre zusammengefasst. Der Dachverband nimmt insgesamt sieben Themenbereiche aus männerpolitischer Sicht in den Blick. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

Juni 2018

22.6.2018 | Gleichstellung in der Digitalisierung, Berlin

August 2018

15.8.–16.8.2018 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit | Basisseminar für behördliche Gleichstellungsbeauftragte in Niedersachsen, Hannover

September 2018

12.9.2018 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen, Hannover

16.9.–18.9.2018 | 25. Bundeskonferenz kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen, Karlsruhe

17.9.–18.9.2018 | 1. Deutscher Mentoring-Tag, Frankfurt am Main

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