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Deutscher Frauenrat | Demokratie kann nur gemeinsam verteidigt werden

Brandenburg und Sachsen haben gewählt. Der Erleichterung, dass in beiden Bundesländern die extreme Rechte nicht stärkste Kraft wurde, steht die Tatsache gegenüber, dass 23,5% (Brandenburg) bzw. 27,5% (Sachsen) der Wählerinnen und Wähler für eine antidemokratische und antifeministische Bewegung gestimmt haben. Und auch dieses Mal gilt: Es waren in der großen Mehrheit Männer, die die extreme Rechte wählten. Gleichzeitig sinkt der Frauenanteil in beiden Landtagen deutlich: in Brandenburg von 36 auf um die 32% und in Sachsen von 34 auf um die 27%.

"Bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen sind antidemokratische, antipluralistische und antifeministische Positionen gestärkt worden. Auf der anderen Seite sehen wir, dass es mit Bündnissen wie #unteilbar breit getragene Bewegungen für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz gibt. Dies begrüßen und unterstützen wir ausdrücklich. Der Deutsche Frauenrat beschäftigt sich aktuell mit dem Thema "Demokratie" als Schwerpunkt. Unser Ziel ist es, konkrete Handlungsansätze zu entwickeln, um antidemokratischen und antifeministischen Tendenzen etwas entgegenzusetzen. Denn für den Deutschen Frauenrat ist klar: Demokratie und Geschlechtergerechtigkeit gehören untrennbar zusammen. Das eine gibt es nicht ohne das andere. Beides sind unverhandelbare Elemente einer freien Gesellschaft," so Josefine Paul, Mitglied im Vorstand und Leiterin des Fachausschusses Demokratie.

Elke Ferner, Mitglied im Vorstand und Leiterin des Fachausschusses Parität ergänzt: "Auch in Brandenburg und in Sachsen sinkt nach der Wahl der Frauenanteil in den Landtagen. Diese Entwicklung dürfen wir nicht länger hinnehmen. Wir fordern Paritätsgesetze für alle Länder und den Bund. Brandenburg hat hier bereits vorgelegt und das deutschlandweit erste Paritätsgesetz beschlossen, welches allerdings erst bei der nächsten Wahl Anwendung finden wird. Die gleichberechtigte Teilhabe in den Parlamenten ist in erster Linie eine politische Frage. Wenn der politische Wille vorhanden ist, sind auch rechtliche Änderungen möglich."

Pressemitteilung des Deutschen Frauenrates vom 2.9.2019


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Faire-Woche_2019
Im Rahmen der Fairen Woche 2019 veranstaltet die Steuerungsgruppe "Fairtrade-Town Hildesheim" in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Hildesheim, dem Frauennetzwerk Antonia e.V. und dem Weltladen/El Puente in Hildesheim am Mittwoch, den 25. September, einen Fairen Brunch. www.hildesheim.de

Broschüre der Woche

Viele-Akteurinnen-sind-noch-kein-Hilfesystem
Nimmt das bestehende Hilfesystem in Bremen gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder ausreichend in den Blick? Wie können Frauen so gestärkt werden, dass ihnen bei dem schwierigen Ausstieg aus einer Gewaltbeziehung Kraft für ihre Kinder bleibt? Antworten auf diese Fragen hat seit 2017 ein Modellprojekt im Land Bremen gesucht. Die Ergebnisse des Projektes wurden im Rahmen einer Fachtagung diskutiert, deren Dokumentation mit allen Vorträgen und Workshop-Ergebnissen nun vorliegt. weiterlesen >>>

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Oktober 2019

11.10.2019 | Weltmädchentag, weltweit

25.10.2019 | Strategien im Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz, Berlin

November 2019

25.11.2019 | Internationaler Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, weltweit

27.11.2019 | 40 Jahre Verabschiedung Frauenrechtskonvention & 25 Jahre Pekinger Erklärung und Aktionsplattform | Dialog- und Jubiläumsveranstaltung, Berlin

Dezember 2019

4.12.–5.12.2019 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit, Hannover

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Der Frauenkalender der Vernetzungsstelle 2019 widmet sich dem Thema "Europa". Lesen Sie hier unseren Beitrag für den Monat September: "EIGE. Ein Institut für Gleichstellungsfragen"