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Neue Zahlen zum Elterngeldbezug: Väter engagieren sich mehr als gedacht

Mehr Partnerschaftlichkeit bei der Erziehung und Betreuung der Kinder - das wünschen sich die meisten jungen Eltern in Deutschland. Neueste Elterngeld-Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen: Viele Familien leben diesen Trend bereits. Im Jahr 2016 haben 38,8 Prozent der Väter Elterngeld bezogen. Diese Zahl ist höher als erwartet und zeigt, dass der Aufwärtstrend in der Väterbeteiligung weitergeht.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: "Es ist schön, dass immer mehr Väter Zeit mit ihren Kindern verbringen möchten. Damit erhalten auch die Mütter den Freiraum für eine eigene Erwerbstätigkeit, um sich und die Familie langfristig abzusichern. Wir möchten künftig noch mehr Väter erreichen. Daher wollen wir das Elterngeld jetzt noch flexibler machen. Um vor allem Vätern und ihren Bedürfnissen entgegenzukommen."

Ursprünglich berechnete das Statistische Bundesamt die Beteiligung von Vätern am Elterngeld im Verhältnis zu allen geborenen Kindern. Dazu gehörten auch Kinder, für die gar kein Elterngeldanspruch bestand. Nunmehr werden nur Kinder berücksichtigt, für die mindestens ein Elternteil Elterngeld bezieht. So kann die tatsächliche Beteiligung von Vätern am Elterngeldbezug besser abgebildet werden.

Mehr als ein Drittel der Väter nutzt das Elterngeld
Das Elterngeld hat 2007 das Erziehungsgeld abgelöst. Seither nehmen deutlich mehr Männer eine Auszeit zugunsten der Betreuung ihrer Kinder: Lediglich drei Prozent der Väter hatten das Erziehungsgeld genutzt, das Elterngeld nimmt mittlerweile ein Drittel der Väter in Anspruch.

2015 wurde zusätzlich das ElterngeldPlus eingeführt. Mütter und Väter, die ihre Arbeitszeit reduzieren, um ihre Kinder zu betreuen, können damit das geringere Gehalt ausgleichen. Diese Entwicklung hat Väter dazu ermutig, sich mehr Zeit für die Familie zu nehmen: Laut Destatis betrug der ElterngeldPlus-Bezug 2018 im Schnitt 8,9 Monate. Der Bericht der Bundesregierung zur Evaluation des ElterngeldPlus (Bundestag Drucksache 19/400) hat ergeben, dass 17 Prozent der ElterngeldPlus beziehenden Väter ohne das ElterngeldPlus nicht zur Kinderbetreuung aus dem Beruf ausgestiegen wären oder ihre Arbeitszeiten nicht verringert hätten.

Besonders beliebt bei Vätern ist der Partnerschaftsbonus, der die parallele Teilzeit beider Eltern im Umfang von 25 bis 30 Wochenstunden fördert: Bis zu 40 Prozent der Väter, die ElterngeldPlus beantragen, entscheiden sich laut Destatis zugleich für den Partnerschaftsbonus.
Eltern können ihre Zeit flexibler einteilen

Die positiven Entwicklungen haben neue Bedürfnisse von Eltern zutage gebracht, auf die das Bundesfamilienministerium mit einer Elterngeldreform eingehen möchte. Der Gesetzentwurf sieht vor, die mögliche Arbeitszeit während des Elterngeldbezugs zu erhöhen. Der Partnerschaftsbonus soll ebenfalls flexibler gestaltet werden, damit Mütter und Väter ihre Familien- und Arbeitszeiten partnerschaftlicher aufteilen können. Eltern von frühgeborenen Kindern sollen einen zusätzlichen Elterngeldmonat erhalten.

Weitere Informationen

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 17.02.2020, www.bmfsfj.de

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Das Bundesförderprogramm "Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist Teil des Gesamtprogramms der Bundesregierung zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Ab sofort können sich Interessierte und potenzielle Antragsstellerinnen und Antragsteller auf der neuen Website www.gemeinsam-gegen-gewalt-an-frauen.de rund um das Förderprogramm informieren. Neben zahlreichen Informationen, finden sich hier nun auch sämtliche Dokumente zum Zuwendungsverfahren.

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22.9.–23.9.2020 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit - Ausgebucht!, Hannover

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5.10.–6.10.2020 | Fachkraft der Antidiskriminierungsberatung, Lüneburg

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

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Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung