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Berufliche Gleichstellung von Frauen in Berlin kommt weiter voran – das LandesgleichsteIlungsgesetz wirkt

Der Berliner Senat hat auf Vorlage der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung den 14. Umsetzungsbericht zum Berliner Landesgleichstellungsgesetz (LGG) beschlossen. Der Bericht macht deutlich, dass die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Berliner Landesdienst und in den landeseigenen Unternehmen weiter vorankommt. Der Bericht für den Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2018 konzentriert sich insbesondere auf Struktur und Entwicklung der Frauenbeschäftigung im öffentlichen Dienst sowie auf den Frauenanteil in Landesgremien. Das LGG trat 1991 in Kraft. Der Senat berichtet dem Abgeordnetenhaus alle zwei Jahre über dessen Umsetzung.

Gleichstellungssenatorin Dilek Kalayci: "Auch der 14. LGG-Bericht macht eines deutlich: Berlin ist die Stadt der Frauen! In der Berliner Verwaltung und den landeseigenen Betrieben steigt die Zahl der weiblichen Beschäftigten weiter. In der Laufbahn des höheren Dienstes sind Frauen nur noch auf den obersten Stufen unterrepräsentiert, aber auch hier mit deutlich steigenden Anteilen. Auch in Führungspositionen holen Frauen auf. In den obersten Landesbehörden waren 47 Prozent der Referats- und 44 Prozent der Abteilungsleitungen weiblich. Zehn Jahre zuvor waren es lediglich 27 beziehungsweise 12 Prozent. Wir sind also auf einem guten Weg. Das Landesgleichstellungsgesetz wirkt."

Im Hochschulbereich stieg der Anteil der Professorinnen leicht auf 32 Prozent. Im Bundesdurchschnitt beträgt er 25 Prozent. Auch in Landesämtern, Gerichten und Bezirksverwaltungen haben Frauen in den vergangenen Jahren immer mehr Stellen im höheren Dienst und im Leitungsbereich besetzt. In Anstalten öffentlichen Rechts wie den Wasserbetrieben, den Stadtreinigungsbetrieben und der Investitionsbank wurde im höheren Dienst die Gleichstellung von Frauen mit Anteilen von 41 beziehungsweise 46 Prozent nahezu erreicht.

In den Vorständen und Geschäftsführungen der Unternehmen mit Landesbeteiligung waren Frauen lange Zeit deutlich unterrepräsentiert. Seitdem 2010 im Landesgleichstellungsgesetz gesetzlich vorgeschrieben wurde, Besetzungsverfahren durch Stellenausschreibung und Dokumentationspflichten transparenter zu gestalten, stieg auch hier der Frauenanteil von 15 Prozent im Jahr 2012 auf mittlerweile insgesamt 42 Prozent.

Der Senat hat außerdem auf eine ausgewogene Besetzung der Gremien mit Frauen und Männern hingearbeitet. Mandate in Aufsichts- und Entscheidungsgremien im Einflussbereich des Landes waren im Jahr 2018 zu 51 Prozent und in Gremien außerhalb des Berliner Landesdienstes zur 48 Prozent an Frauen vergeben.

Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung vom 29.9.2020

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