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Geschlechtsbezeichnung 'divers' eingeführt

Das "Gesetz zur Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben", ist vom Bundestag verabschiedet worden und hat am 14.12.18 auch den Bundesrat passiert. Mit dem Gesetz wird das Personenstandsgesetz (PStG) angepasst und damit die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 10. Oktober 2017 umgesetzt. Menschen, die wegen einer Variante ihrer Geschlechtsentwicklung weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht eindeutig zugeordnet werden können (Intersexuelle), haben nun die Möglichkeit, im Geburtenregister neben den Angaben "männlich", "weiblich" sowie dem Offenlassen des Geschlechtseintrages die vom BVerfG geforderte weitere positive Bezeichnung zu wählen; diese lautet divers. www.bmi.bund.de

Für die Eintragung zum Zeitpunkt der Geburt eröffnet § 22 Absatz 3 PStG diese vier Eintragungsmöglichkeiten. Älteren Betroffenen gibt der neu geschaffene § 45b PStG die Möglichkeit, die bisher registrierte Geschlechtsangabe und auch die Vornamen durch Erklärung gegenüber dem Standesamt ändern zu lassen. Voraussetzung ist das Vorliegen einer Variante der Geschlechtsentwicklung. Als Nachweis dafür ist eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen, über die die Betroffenen regelmäßig bereits verfügen werden. Die Bescheinigung muss nicht aktuell sein, vielmehr reichen auch Bescheinigungen vom Zeitpunkt der Geburt oder aus späteren Untersuchungen aus. Ein psychologisches Gutachten ist nicht erforderlich. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Nachweis an Stelle einer ärztlichen Bescheinigung durch eine eidesstattliche Versicherung geführt werden.

Das Gesetz schafft einen Ausgleich zwischen den Interessen der Betroffenen an einem möglichst niedrigschwelligen Zugang zur Änderung des Geschlechtseintrags und des Vornamens und dem öffentlichen Interesse, den Geschlechtseintrag im Personenstandsregister weiter valide zu halten.

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Neues Mentoring-Programm

Frau-Macht-Demokratie
In Niedersachsen ist am 1. März 2019 ein neues Mentoring-Programm zur nächsten Kommunalwahl im Jahr 2021 gestartet. Mit "Frau.Macht.Demokratie." möchte das Niedersächsische Sozialministerium einen Beitrag leisten, den Frauenanteil in der Politik zu erhöhen. Im Rahmen des Programms unterstützt eine erfahrene Politikerin oder ein erfahrener Politiker eine interessierte Frau bei ihrem Einstieg in die Politik. Projektträger ist Gleichberechtigung und Vernetzung e.V., regional wird das Programm durch kommunale Gleichstellungsbeauftragte betreut. weiterlesen >>>

Broschüre der Woche

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Die Bundesagentur für Arbeit macht mit der aktuellen Ausgabe der "abi>> extra" neugierig auf eine Berufs- und Studienwahl ohne Klischees. Vorgestellt wird unter anderem ein junger Mann, der eine Ausbildung als Pferdewirt absolviert. Eine junge Frau, die schon früh wusste, dass Naturwissenschaften ihre Leidenschaft sind, erzählt von ihrem Weg in den Beruf als Fluggeräteelektronikerin. weiterlesen>>>

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März 2019

27.3.2019 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen, Hannover

28.3.2019 | Boys'Day - Zukunftstag für Jungen, bundesweit

28.3.2019 | Zukunftstag für Mädchen und Jungen, Niedersachsen

28.3.2019 | Girls'Day - Zukunftstag für Mädchen, bundesweit

April 2019

2.4.–5.4.2019 | Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen, Mainz

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Der Frauenkalender der Vernetzungsstelle 2019 widmet sich dem Thema "Europa". Lesen Sie hier unseren Beitrag für den Monat März: Europa garantiert die Gleichberechtigung!?