Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Aktuelles Thema

15 Jahre 'Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen'

Als 2003 der Startschuss zur Aktion "Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen" fiel, war das Angebot noch in einem Wohnwagen im Behördenhof des Münchner Oktoberfestes untergebracht. Im ersten Jahr suchten insgesamt 28 Wiesnbesucherinnen am Security Point Unterstützung - heute bietet die Anlaufstelle während der Wiesn Hilfe und Beratung für über 200 Mädchen und Frauen. Gerade an den Wochenenden ist der Bedarf besonders groß: bis zu 30 Frauen kommen an Freitagen und Samstagen in die Anlaufstelle. Das Angebot ist eine gemeinsame Aktion von AMYNA e.V., IMMA e.V. und dem Frauennotruf München. Unterstützt wird die Aktion von der Landeshauptstadt München sowie der Stiftung "Hänsel + Gretel", dem Landratsamt München und zahlreichen weiteren Sponsoren und Sponsorinnen. Auf der Website gibt es Informationen zur Aktion, zu Apps, das Wiesn-Rätsel und vieles mehr. Die Website gibt es in vielen Sprachen, als Norddeutsche gefällt uns besonders das "Boarisch". sicherewiesn.de

Frauen im Ruhestand - immer noch schlechter gestellt

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat zum Thema Alterssicherung von Frauen ein neues Diskussionspapier veröffentlicht: Frauen in Deutschland beziehen im Alter rund 40 Prozent weniger Rente als Männer. Jede dritte Rentnerin kommt nicht einmal auf 500 Euro Rente im Monat. Das komme daher, dass viele Partnerschaften, vor allem in Westdeutschland, in der Vergangenheit nach dem Modell des männlichen (Haupt)-Ernährers gelebt worden seien. Auch wenn diese Arbeitsteilung heute nicht mehr dem Gesellschaftsbild vieler junger Menschen entspräche, weil sie zu einer finanzielle Abhängigkeit vom Ehepartner führe. Frauen sind heute deutlich häufiger erwerbstätig als früher, dennoch schließe sich die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen nur langsam. Frauen setzen im Beruf weiterhin häufiger und länger aus, um Kinder zu erziehen und steigen danach oft nur in Teilzeit wieder ein. Frauen sind häufiger nur geringfügig beschäftigt und werden unterm Strich schlechter bezahlt als Männer.(21.9.2017)Weiterlesen >>>

Niedersachsen | Wahlprüfsteine zur Landtagswahl

Frauen-entscheiden-die-Wahl_Wahlpruefsteine-LT-Nds"Gleichstellungspolitik in Niedersachen muss inhaltlich und strategisch konsequent weiterentwickelt werden", fordern der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. (LFRN) und die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen (lag) im Vorfeld zur Landtagswahl in den gemeinsam vorgelegten Frauenpolitischen Wahlprüfsteinen. Mit Sorge stellen LFRN und lag fest, dass geschlechtsspezifische Rollenstereotype unverändert fortbestehen und es an einer aktiven und nachhaltigen Veränderung dieser Vorstellungen mangelt. Beunruhigt zeigen sich die Verbände, dass diese Rollenbilder nicht mehr nur von den Rechtspopulisten als Leitbild propagiert werden, sondern schleichend Zustimmung in vielen gesellschaftlichen Bereichen und vor allem in den sozialen Medien finden. Landespolitik und -gesetzgebung sollten daher in Bezug auf die Fortschreibung tradierter Geschlechterrollen stärker in den Blick genommen werden.Weiterlesen >>>

Rückblick auf die 13. Frauen-Alterssicherungskonferenz

Alterssicherungskonferenz_Die-Rente-ist-sicher-zu-niedrigDie 13. Frauen-Alterssicherungskonferenz fand im September 2017 in Berlin zu "Strategien gegen Altersarmut" statt. Sie wurde von ver.di in Kooperation mit dem Sozialverband Deutschland durchgeführt. Einen Rückblick mit den Redebeiträgen finden Sie auf der Website der ver.di Frauen.

Berliner Frauenpreis 2018 wird ausgelobt

Der Senat vergibt jährlich den Berliner Frauenpreis an eine Berlinerin, die sich in herausragender Weise für die Emanzipation der Geschlechter eingesetzt hat. Auch im kommenden Jahr 2018 soll wieder eine Ehrung in Form eines Festaktes im Berliner Rathaus erfolgen. Der Preis ist mit 3.000 Euro und einer Skulptur dotiert. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Staatssekretärin Barbara König. Die Preisverleihung findet am 8. März 2018 statt. Alle Berlinerinnen und Berliner sind dazu aufgerufen, Vorschläge für das Jahr 2018 zu machen. Diese können durch Einzelpersonen oder Personengruppen erfolgen und müssen bis zum 29. September 2017 an die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung übermittelt werden. Die ausführlichen Unterlagen der Ausschreibung sind auf der Website der Senatsverwaltung abrufbar.

DIW | Elterngeld hat soziale Normen verändert

Väter und Mütter teilen sich Familien- und Erwerbsarbeit gleichmäßiger auf - Erweiterungen des Elterngeldes wie eine Familienarbeitszeit können egalitäre Aufgabenverteilung forcieren.
Das im Jahr 2007 eingeführte Elterngeld hat soziale Normen verändert. Wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt, gehen viele Mütter ein Jahr in Elternzeit. Während Frauen mit geringen Einkommen früher als zu Zeiten des Erziehungsgeldes, das vom Elterngeld abgelöst wurde, an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, pausieren Frauen mit mittleren und hohen Einkommen durch das Elterngeld länger vom Job, nachdem ihr Kind geboren wurde. Katharina Wrohlich aus der Forschungsgruppe Gender Studies des DIW Berlin hat gemeinsam mit ihren Kolleginnen Clara Welteke und Ulrike Unterhofer zudem herausgefunden, dass sich die Mütter dabei auch vom Verhalten ihrer Arbeitskolleginnen leiten lassen. Mit Blick auf die Väter scheint es inzwischen gesellschaftlich akzeptiert zu sein, dass sie in Elternzeit gehen, meist jedoch nur für die minimale Dauer von zwei Monaten.Weiterlesen >>>

Preis für sexistische Werbung: Der Zornige Kaktus 2017 vergeben

Zum dritten Mal hat TERRE DES FEMMES (TDF) den "Zornigen Kaktus" für besonders sexistische Werbung verliehen. Diesjähriger Preisträger der Auszeichnung ist eine Anzeige des Sportstudios "fitness & friends". Es wirbt mit einer an einem Lebensmittel lutschenden Frau und dem Spruch "Heiss, heiss Baby!" für sein Fitnessstudio. Von insgesamt 3720 TeilnehmerInnen der TDF-Onlineabstimmung befanden 2235 die Anzeige des Hamburger Fitnessstudio als die frauenfeindlichste unter den drei Finalisten. Vorab hatte eine Expertinnen-Jury aus den zahlreichen Einsendungen drei mögliche Kandidaten ausgewählt. www.frauenrechte.de

25. Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft offiziell eröffnet

Mit einem feierlichen Festakt im Forschungs- und Innovationszentrum Maritimer Campus in Elsfleth hat Sozial- und Gleichstellungsministerin Cornelia Rundt am 5. September die Koordinierungsstelle "Frauen und Wirtschaft" im Landkreis Wesermarsch eröffnet. Damit gibt es nun 25 dieser Einrichtungen in Niedersachsen.Weiterlesen >>>

CyberMentor: Mentorinnen begeistern Mädchen für MINT

CybermentorAm 18. September 2017 startet eine neue Runde von CyberMentor. CyberMentor ist Deutschlands größtes kostenfreies Online-Mentoring-Programm für Schülerinnen in MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Ziel von CyberMentor ist es, Schülerinnen der weiterführenden Schulen zu mehr MINT-Aktivitäten anzuregen und ihnen die vielfältigen Zukunftsperspektiven in diesem Bereich aufzuzeigen. Jährlich nehmen bis zu 800 Schülerinnen teil, die ein Jahr lang von einer MINT-Frau auf der Online-Plattform begleitet werden. www.cybermentor.de

Häufigste Ausbildungsberufe im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben insgesamt 509.997 Jugendliche einen neuen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Das waren 1,3% weniger als im Vorjahr. Den Spitzenplatz belegte der Beruf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel mit 29.142 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Es folgten Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement, Verkäufer/-in, Kraftfahrzeugmechatroniker/-in sowie Industriekaufmann/-kauffrau. Etwa ein Viertel der neu abgeschlossenen Verträge konzentrierte sich auf diese fünf häufigsten Ausbildungsberufe. Männliche und weibliche Jugendliche unterscheiden sich weiterhin in der Berufswahl: Bei den Neuabschlüssen von weiblichen Jugendlichen lag 2016 der Beruf Kauffrau für Büromanagement mit einem Anteil von 10,3% auf Rang eins. Männliche Jugendliche wählten am häufigsten den Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker (6,4%). Statistisches Bundesamt, www.destatis.de

Hessischer Lohnatlas vorgestellt

Hessischer-LohnatlasDer Hessische Lohnatlas wurde im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität Frankfurt erstellt. Enthalten sind die Daten für Hessen und seine 26 Regionen, die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern dokumentieren. "Die Lohnungleichheit abzubauen ist eines der dringlichsten Ziele im Bereich der Gleichstellung und ein Gebot der Gerechtigkeit. Deshalb hat sich die Hessische Landesregierung vorgenommen, Initiativen zu ergreifen, damit gleicher Lohn für gleiche Arbeit Realität wird", betonte der Hessische Sozialminister Grüttner bei der Präsentation der Ergebnisse.Weiterlesen >>>

Aktuelle Aktion

Starke-Netze-gegen-Gewalt_DOSB_2017
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Wettbewerb "Starke Netze gegen Gewalt" ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden Netzwerke im Kampf gegen Gewalt an Frauen auf lokaler und regionaler Ebene. Hierunter fallen z.B. Kooperationen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit, langfristige Kooperationen, die sich für die Sensibilisierung und Enttabuisierung des Themas einsetzen oder Aktionen, die auf Präventions- und Beratungsangebote vor Ort hinweisen. Sportvereine können sich noch bis zum 29. September 2017 bewerben. Die Preisverleihung findet Ende November 2017 in Berlin statt. Weitere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie auf der Website des DOSB.

Broschüre der Woche

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Die "Denkfabrik Chancengleichheit" ist ein neues fortlaufendes Veranstaltungsformat mit jährlich stattfindenden Dialogveranstaltungen, um Gleichstellung und Chancengleichheit auf kommunaler Ebene voran zu bringen. Die Veranstaltungsreihe läuft im Rahmen und zur Umsetzung der EU-Charta zur Gleichstellung von Frauen und Männern, die 2013 von der Stadt Freiburg unterschrieben wurde. Anfang 2017 hat eine Veranstaltung zum Thema Gewalt stattgefunden. Die nun vorliegende Dokumentation umfasst die Vorträge in gekürzter Form und bildet die Ergebnisse der Workshops ab. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

September 2017

21.9.–23.9.2017 | Bundeskongress und Mitgliederversammlung des Deutschen Juristinnenbundes, Stuttgart

22.9.–24.9.2017 | Brave New Media World - Schöne neue Medienwelt, Ingelheim

25.9.2017 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff | Handwerkszeug für Gleichstellungsbeauftragte, Iserlohn

28.9.2017 | Wo geht es lang in Sachen Paritätische Gremienbesetzung?, Kiel

Oktober 2017

6.10.2017 | 16. Hessischer Unternehmerinnentag, Frankfurt am Main

Aktionswochen 2017

Logo_GleichbeRECHTigt
Das neue Programm des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gemeinsam mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Niedersachsens ist gestartet. Unter dem Titel "GleichbeRECHTigt leben - Unsere Werte, unser Recht" geht es um die Sicherung und Weiterentwicklung von Frauenrechten, Gleichberechtigung und Teilhabe für alle Frauen und Männer, die in Niedersachsen leben, ob als Einheimische oder als Geflüchtete. weiterlesen >>>

Kalendermonatsblatt

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"EINE Welt" - Der Frauenkalender der Vernetzungsstelle 2017 widmet sich dem Thema Frauen und Flucht. Lesen Sie hier unseren Beitrag für den Monat August: "HeRoes - Echte Helden im Einsatz für die Gleichberechtigung"

Weitere Informationen

Stellenausschreibungen

Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

Gleichstellungsbeauftragte

Bei der Gemeinde Neu Wulmstorf ist zum 01.01.2018 die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten zu besetzen. Bewerbungsschluss: 30.09.2017. Weitere Informationen unter www.bewerbung.neu-wulmstorf.de

Gleichstellungsbeauftragte

Bei der Stadt Rostock ist zum 01.01.2018, spätestens zum 01.03.2018, die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten zu besetzen. Bewerbungsschluss: 22.09.2017. Weitere Informationen auf der Website der Stadt Rostock

Referentin/ Referent für Gleichstellung

Bei der FernUniversität in Hagen ist in der Stabsstelle Hochschulstrategie und strategische Kooperation der Rektorin eine Stelle als Referentin/ Referent für Gleichstellung zu besetzen. Bewerbungsschluss: 22.09.2017. Weitere Informationen auf der Website der FernUniversität in Hagen.

Stellvertretung für die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Die Stadt Darmstadt sucht eine Stellvertretung für die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte. Bewerbungsschluss: 25.09.2017. Weitere Informationen auf der Website der Stadt Darmstadt

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