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Gesundheitsbericht Hebammen in Niedersachsen

Hebammen-in-NdsHebammen leisten einen wertvollen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung und Begleitung von Schwangeren und Müttern sowie ihren Neugeborenen und Säuglingen. In Niedersachsen drohen jedoch wie auch in anderen Bundesländern Versorgungsengpässe bei der Betreuung von Schwangeren vor, während und nach einer Geburt durch eine Hebamme bzw. einen Entbindungspfleger. Um die Versorgungslage objektiv einschätzen zu können, hat das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) einen Bericht zur Datenlage der Hebammenversorgung in Niedersachsen für das Jahr 2019 vorgelegt.

Für das Jahr 2019 haben 44 von 45 niedersächsischen Stadt- bzw. Landkreisen im Rahmen der Jahresstatistik Daten zur Anzahl der Hebammen weitergeleitet. Dort waren insgesamt 2.281 Hebammen tätig. Gut die Hälfte von ihnen war überwiegend im Krankenhaus beschäftigt. Wiederum die Hälfte der hauptsächlich im Krankenhaus arbeitenden Hebammen übte ihre Tätigkeit zusätzlich auch freiberuflich aus. Einer überwiegend freiberuflichen Tätigkeit gingen in Niedersachsen 49 % der Hebammen nach. 7,2 % der überwiegend freiberuflich tätigen Hebammen führten neben Vor- und Nachsorge auch außerklinische Geburtshilfe durch. Insgesamt führten 54,4 % der niedersächsischen Hebammen auch Geburten durch.

Im Vergleich zu den zwei Vorjahren ist die absolute Anzahl der Hebammen in Niedersachsen 2.023 (2017) über 2.016 (2018) auf 2.281 (2019) deutlich angestiegen. Damit ist auch die rechnerische Versorgungsquote pro 100.000 Frauen im gebärfähigen Alter mit 173,5 höher als zu vor (2017: 156,5, 2018: 155,9). Auch die Zahl der Hebammen, die Geburtshilfe durchführen, ist im Zeitraum von 2017 bis 2019 um 20 % auf 1.244 Hebammen angestiegen. Somit ist auch die Quote der Hebammen pro 10.000 Geburten gestiegen: Im Vergleichszeitraum ist die Anzahl der Hebammen, die Geburtshilfe leisten, von rund 150 auf über 170 Hebammen pro 10.000 Geburten angestiegen. 17 Land- und Stadtkreise verzeichnen 2019 gegenüber 2018 ein Plus und 13 ein Minus von jeweils mehr als 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass die jeweilige Wochenarbeitszeit (Stellenanteile) der Hebammen nicht erfasst wurde. Durch Teilzeitbeschäftigungen kann es daher zu einer Überschätzung der Versorgungsdichte kommen, wenn nur die Zahl der tätigen Personen erfasst wird.


Niedersächsisches Landesgesundheitsamt: Gesundheitsbericht Hebammen in Niedersachsen, Auswertung der Jahresstatistik der unteren Gesundheitsbehörden für das Berichtsjahr 2019

Weitere Informationen

Download von der Website des NLGA

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