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Alleinerziehende und deren Kinder brauchen in der Energiekrise mehr Unterstützung

Alleinerziehende und ihre Kinder sind durch die aktuelle Energiekrise und das dadurch erhöhte Armutsrisiko in besonderer Weise belastet. Daher fordert die Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA), sie im kommenden Winter verlässlich und unbürokratisch zu unterstützen.

Die AGIA-Trägerverbände, zu denen auch die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. gehört, blicken mit großer Sorge auf die massiv steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten und damit auf verschärfte Ängste Alleinerziehender. Sie bewerten das beschlossene Entlastungspaket der Bundesregierung als einen Schritt in die richtige Richtung, halten es aber nicht für ausreichend. So kommt es beispielsweise bei Alleinerziehenden nicht zielgerichtet an, da die Erhöhung des Kindergeldes mit Sozialleistungen oder Unterhaltsvorschuss verrechnet werde, so die Verbände.

Die AGIA appelliert daher an die Politik, die angekündigte Kindergrundsicherung, die sich am realistischen Bedarf von Kindern orientieren soll, mit Hochdruck voranzutreiben. Dazu gehört auch, die Existenzsicherung von Kindern getrennter Eltern bei erweitertem Umgang in beiden elterlichen Haushalten abzusichern sowie Alleinerziehende bei der Kinderbetreuung durch verbindliche Zusagen zu entlasten. Dazu zählen Betreuungsgarantien von Ländern und Kommunen, bezogen auf Kitas, Schulen und Ganztagsbetreuung.

Viele Alleinerziehende sind durch den seit der Corona-Pandemie andauernden gesellschaftlichen Krisenmodus an ihre Belastungsgrenze angekommen. Ausfälle in der Kinderbetreuung und Schulschließungen haben besonders jene alleinerziehenden Mütter getroffen, die vielfach über kein ausreichendes soziales Netz der Unterstützung verfügen oder die von den Kindesvätern keine finanziellen Leistungen bekommen. Sichtbar wird die Erschöpfung von Müttern und Vätern durch deren deutlich gestiegene Nachfrage nach Kuren.

Um alleinerziehende Eltern, die kleine oder mehrere Kinder betreuen, zu stärken und zu entlasten, hält die AGIA eine erweiterte Förderung gezielter präventiver und kurativer Maßnahmen wie Eltern-Kind-Kuren und Familienbildung für dringend erforderlich. Nach Auffassung des Verbandes darf die gesellschaftliche Verantwortung gegenüber Alleinerziehenden und Kindern der Energiekrise nicht zum Opfer fallen.

Über die AGIA

Die katholische Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA) setzt sich für die Verbesserung der sozialen und ökonomischen Lebensverhältnisse von Ein-Eltern-Familien, insbesondere von Müttern, ein. Trägerverbände der AGIA sind: Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB), Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V. (SkF), Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung (BAG)

Pressemitteilung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (kfd) – Bundesverband e.V. vom 17.10.2022

Wir brechen das Schweigen - Mitmachaktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Unter dem Motto "Wir brechen das Schweigen" lädt das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" zu einer Mitmachaktion ein. Gemeinsam soll ein bundesweit sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt werden - lokal vor Ort ebenso wie digital über Social Media. Zur Verfügung stehen ein Aktionsfilter für Instragramm und Facebook, eine Fotogalerie für Selfies aus Sozialen Netzwerken, ein Aktionsmotiv zum Teilen, ein Aktionsleitfaden mit Ideen, um das Thema vor Ort im öffentlichen Raum präsent zu machen, sowie weitere kostenlose Materialien wie Buttons, Flyer, Aufkleber, Abreißzettel, Postkarten und eine Druckvorlage für Plakate. Schirmherrin der Aktion ist die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lisa Paus. www.hilfetelefon.de

Margarete-Runtinger-Preis

Mit dem Margarete-Runtinger-Preis zeichnet die Stadt Regensburg Unternehmen in Stadt und Landkreis aus, die Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern und Vereinbarkeit von Beruf und Familie in ihren Firmen umsetzen und weiterentwickeln, und insbesondere während der Corona-Pandemie für ihre Mitarbeitenden familienfreundliche, flexible Arbeitsbedingungen ermöglicht bzw. diese in ihren Organisationen auch nachhaltig etabliert haben. Bewerben können sich sowohl Kleinunternehmen als auch Mittlere Unternehmen und Großunternehmen. Bewerbungsschluss ist der 6. Dezember 2022. Die Sieger werden im Rahmen eines Festaktes im Frühjahr 2023 ausgezeichnet. www.vhs-regensburg.de/preis

KRIEG IN DER UKRAINE - FRAGEN UND ANTWORTEN

Hier haben wir Informationen für Sie zusammen gestellt.

Termine

Alle Termine >>>
30.11.2022 | Nachhaltigkeit und Gender?! Jetzt kommen die Kommunen ins Spiel
30.11.2022 | Grundlagen der Gleichstellungsarbeit | AUSGEBUCHT
13.12.2022 | Niedersächsisches Landesarbeitsforum "Aktive Vaterrolle": Väter und Armutsgefährdung
15.12.2022 | Lokale Ansätze zur Berücksichtigung häuslicher Gewalt bei der Regelung von Sorge und Umgang
11.01.2023 | Grundlagen der Gleichstellungsarbeit
14.02.2023 | One Billion Rising for Justice - Aktionstag für Gerechtigkeit

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Kalender 2022 'Kunst und Kultur' - Beruf: Dirigentinnen

Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2022 hat Frauen in Kunst und Kultur zum Thema gemacht: Ein weiblicher Bereich? Mitnichten. Wer verdient hier das große Geld? Wer entscheidet? Kunst und Kultur wirken auf Rollenbilder; durch die Inhalte und durch die Darstellung - Wer steht hinter der Kamera, vor dem Orchester? Hier unser Beitrag für den Monat November: "Beruf: Dirigentin". weiterlesen >>>

Stellenausschreibungen

Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

Landesfrauenrat Niedersachsen: Geschäftsführung

Der Landesfrauenrat Niedersachsen sucht zum 01.04.2023 eine Geschäftsführerin/ einen Geschäftsführer. Die Vergütung der Stelle (30-40 Std./ Woche) erfolgt in Anlehnung an TV-L. Bewerbungsschluss: 30.11.2022. Weitere Informationen auf der Website des Landesfrauenrates Niedersachsen